Mittwoch, 11. Februar 2009
Marvin Degon wird ein Eisbär
Degon hat einen einen 2-Jahresvertrag beim EHC unterschrieben. Er spielt seine erste Saison in der DEL und ist mit 39 Punkten der beste Wolfsburger Verteidiger.
Damit folgt er Nathan Robinson (Mannheim) und Richie Regehr Frankfurt Lions), die ebenfalls nach ihrem ersten Jahr in der DEL zu den Berliner Eisbären wechselten.
Quelle:BZ vom 11.02.2009
Montag, 9. Februar 2009
Ein schöner Eishockey-Tag in der TUI-Arena
Am gestrigen Sonntag kam ich in den Genuss von gleich zwei Eishockeyspielen. Zuerst schaute ich mir die Partie der Japaner gegen Österreich an und danach kam endlich das deutsche Spiel. Bei beiden Spielen ging es um gar nichts mehr, da Deutschland sich bereits einen Tag zuvor für Olympia qualifiziert hatte.
Beim Spiel Japan gegen Österreich merkte man beiden Teams an, dass es um nix mehr geht. Teilweise wurden auf dem Eis sogar Scherze gemacht. Die Sympathien bei diesem Match galten eindeutig den Japanern. Mit "Let´s go Nippon"-Gesängen wurden die Japaner von den deutschen Fans angefeuert. Half aber nicht. Österreich dominierte von Anfang an die Partie. Doch zu mehr als dem 1:0 durch Grabner reichte es für die "Ösis" im ersten Drittel noch nicht.
Erst im Mitteldrittel entschied Österreich das Spiel. Zweimal Grabner und Welser schraubten das Ergebnis auf 4:0 hoch.
Aber die Japaner kämpften weiter stark und wollten unbedingt ein Tor erzielen. Und das erzielten sie auch - Mitani war fünf Minuten vor der zweiten Pause erfolgreich und löste somit einen Jubelschrei auf den Rängen aus.
Zu Beginn des letzten Drittels dauerte es drei Minuten, ehe Obara auf 4:2 verkürzte. Doch fünf Minuten später traf Ösi-Verteidiger Lakos zum 5:2-Endstand.
Die Österreicher siegten verdient, doch die meisten Sympathien hatten die Japaner gewonnen. Sie zeigten eine starke kämpferische Leistung. Für die Unterstützung von den deutschen Fans bedankten sich die Japaner nach dem Spiel.
Nach diesem Spiel war erst einmal eineinhalb Stunden Pause. Zeit sich in der Halle umzusehen und sich mit anderen Fans zu unterhalten. Fans aus der DEL und den anderen Ligen waren vor Ort.
Kurz vor Beginn des Spiels Deutschland Slowenien heizte das Maskottchen der WM 2010 "Urmel" den Fans mächtig ein. So versuchte sich "Urmel" als Spieler am Bullykreis oder als Torwart. Als er vorm Tor stand forderten die Fans "Urmel rein ins Tor". Gesagt, getan - er kroch ins Tor.
Auch mit dem Torrichter legte er sich an. Der Torrichter hatte aber "Glück", dass das Plexiglas die beiden "Streithähne" trennte.
Als das Spiel dann los ging, merkte man den beiden Teams an, das es um gar nichts mehr ging. Beide spielten fast wie in einem Freundschaftsspiel. Die Deutschen waren zwar optisch überlegen, doch Chancen waren Mangelware. Erst nach 13 Minuten gab es Grund zum Jubeln. Michael Hackert hatte von der blauen Linie einfach mal abgezogen, mit Erfolg, sein Schuss landete im Winkel - 1:0.
Von den Slowenen war bis zur 19. Minute rein gar nichts zu sehen. Erst kurz vor Drittelende hatte Ex-DEL-Profi Ivo Jan eine gute Torchance, doch er verpasste knapp.
Im zweiten Drittel boten beide Teams den Fans in der TUI-Arena das selbe Bild wie im Ersten. Chancen waren Mangelware. Ein Tor fiel aber dennoch. Neu-Eisbär T.J. Mulock wurde freistehend vor dem Tor angespielt und traf nach knapp einer Minute im zweiten Drittel zum 2:0.
Im letzten Drittel wurden die Slowenen allmählich stärker und setzten die deutsche Defensive stark unter Druck. Music gelang in der 49. Minute der 2:1-Anschlusstreffer, der allerdings erst nach einem Videobeweis gegeben wurde. Fortan kämpfte Slowenien verbissen um den Ausgleich, doch der starke deutsche Torwart Dennis Endras ließ keinen Gegentreffer mehr zu.
Nach dem Spiel wurden die beiden besten Spieler der Teams gewählt. Und wen wunderte es, dass es bei diesem Ergebnis die Torhüter beider Teams wurden.
Anschließend kam es dann zur Siegerehrung, wo die Deutsche Nationalmannschaft ihren Siegerpokal endlich in die Luft stemmen konnte.
An sich war der Tag in der TUI-Arena sehr schön. Man hat zwei sehr ansehnliche Spiele gesehen, auch wenn der letzte Wille das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen fehlte. Dies war aber verständlich, schließlich ging es für alle vier Teams um rein gar nichts mehr.
Einzig der Zuschauerzuspruch war nicht sehr schön. Gegen Slowenien kamen gerade einmal knapp 3 500 Fans in TUI-Arena.
Samstag, 7. Februar 2009
JAAAAAA! Deutschland ist für Olympia qualifiziert!!!
Allerdings war es ein hartes Stück Arbeit am heutigen Nachmittag. Im ersten Drittel merkte man dem DEB-Team die Nervosität an. Österreich war in diesem Drittel die bessere Mannschaft, hatte auch mehr Torschüsse. Von Anfang an war die Partie hart umkämpft, beide Teams gingen verbissen in die Zweikämpfe, die beiden Schiris ließen dabei sehr viel durchgehen.
Das erste Drittel endete torlos.
Zu Beginn des zweiten Drittels hatte Österreich´s Setzinger die Chance, sein Team in Führung zu bringen, doch er scheiterte am starken DEB-Torwart Pätzold. Im Gegenzug machte es Seidenberg besser. Aus unmöglichen Winkel erzielte er die 1:0-Führung für Deutschland (22.). Denen fiel merklich ein Stein vom Herzen.
Fortan waren die "Ösis" bemüht, den Ausgleich zu erzielen. Doch Koch scheiterte im Alleingang an Pätzold und Unterluggauers Schuss landete am Pfosten.
In der 30. Minute gelang Österreich dann der verdiente 1:1-Ausgleich. Kalt hatte im Nachsetzen getroffen.
Kurz nach dem Ausgleich hatte Setzinger die Chance zur Führung, doch der "Ösi-Stürmer" scheiterte an Pätzold.
Fast schon überraschend fiel dann in der 33. Minute die erneute Führung der Deutschen. Tripp hatte sich ein Herz gefasst und von der blauen Linie abgezogen. Mit Erfolg, sein Schuss landete im Tor - 2:1. Österreichs Torwart Brückner hatte den Puck zu spät gesehen und war somit machtlos. Mit diesem Ergebnis ging es in die zweite Pause.
Im letzten Drittel gab es Chancen hüben wie drüben, doch beide Torhüter hielten stark. Pech hatte Deutschland, als Ullmann der vermeintliche Treffer zum 3:1 nicht anerkannt wurde. Die Schiris entschieden nach Ansicht des Videobeweises auf "Kein Tor". Sehr schwer zu entscheiden.
In den letzten zwei Minuten versuchten die Österreicher noch mal alles, allerdings waren sie in ihren Aktionen zu übereifrig und handelten sich noch zwei Strafen ein. Somit waren sie zum Schluss zwei Mann weniger auf dem Eis.
Am Ende feierten die Deutschen ihren Triumph.
Bundestrainer Uwe Krupp war nach dem hart umkämpften Spiel erleichtert:
„Es war, wie erwartet, ein enges Spiel. Beide Teams haben aufopferungsvoll gekämpft. Ausschlaggebend waren Über- und Unterzahl, die Special Teams. Auch wenn wir nicht trafen, hatten wir in Überzahl gute Torchancen. Defensive ist nur harte Arbeit und nicht spektakulär. Darin haben meine Spieler aus meiner Perspektive gute Arbeit geleistet. Österreich hat uns bis an unsere Grenzen gezwungen.“
Sein Gegenüber, Österreichs Trainer Lars Bergström, war nach der verpassten Olympia-Quali traurig:
„Es war ein gutes Spiel, sehr taktisch mit vielen Zweikämpfen. Spielerisch war meine Mannschaft ein bisschen besser, Deutschland war effektiver. Die Entscheidung fiel in Überzahl. Normalerweise sind wir in Überzahl gut. Wir haben eine gute Partie gemacht. Leider war unsere Effektivität nicht die beste.“
Auch Eishockey-Idol Erich Kühnhackl meldete sich zu Wort:
„Für das deutsche Eishockey war es ein wichtiger Sieg. Durch die Geduld, Disziplin und Engagement der Mannschaft war der Sieg verdient. Man hat aber den Druck gespürt. Die Jungs waren sich vor dem Spiel der Bedeutung bewusst, und waren entsprechend auf den Sieg fokussiert.“
Freitag, 6. Februar 2009
Dave Mc Llwain beendet am Saisonende seine Karriere!
Seit 2000 spielt er bei den Kölner Haien, doch am Ende dieser Saison ist Schluss mit Eishockey. Der Kölner Kapitän Dave Mc Llwain beendet nach dieser Saison seine Karriere. Zu seinem Karriereende sagt Mc Llwain folgendes:
"Diese Entscheidung ist lange in mir gereift. Ich habe mit vielen Menschen, meiner Familie und meinen Eltern darüber gesprochen. Mein Herz sagt mir, dass es Zeit ist. Ich hatte eine wundervolle Karriere. Auch wenn die aktuelle Saison einen bitteren Geschmack hinterlässt, blicke ich auf fantastische Erlebnisse zurück, die Zeit in Köln habe ich geliebt. Ich werde in den letzten Spielen für die Haie alles geben, damit wir die Saison würdevoll zu Ende bringen."
Mit Mc Llwain tritt ein ganz großer Spieler der DEL ab. Am 27. Januar diesen Jahres bestritt er beim Heimspiel seiner Haie gegen Nürnberg sein sage und schreibe 500. DEL-Spiel. Bis jetzt hat er 161 Tore geschossen und gab 319 Torvorlagen. Seine größten Erfolge in der DEL waren die Meisterschaft 2002 sowie der Pokalsieg 2004. Zudem war er zweimal DEL-Topscorer. In das DEL-All-Star-Team wurde er sechs (!) mal gewählt. Im Jahr 2007 war er "Kölns Sportler des Jahres".
KEC-Geschäftsführer Thomas Eichin äußerte sich zum bevorstehenden Karriere-Ende von Mc Llwain folgendermaßen:
"Dave McLlwain ist ein großer Sportler. Er hat eine lange Zeit bei den Haien positiv geprägt - durch seine Einstellung, seine Liebe zum Sport, seine sportliche Klasse und sein Auftreten auf und neben dem Eis. Mit McLlwain tritt ein Gentleman der DEL ab. Er hinterlässt eine Lücke nicht nur bei den Haien."
Da es wohl schon sicher sein sollte, dass die Haie in dieser Saison die Play-Offs verpassen werden, wird McLlwain sein letztes Spiel für Köln am 27. Februar im Heimspiel gegen Mannheim bestreiten.Für seine weitere Karriere außerhalb des aktiven Sports wünschen wir ihm alles Gute.
Donnerstag, 5. Februar 2009
Olympia-Quali: Souveräner 7:1-Sieg zum Auftakt
Bereits nach dem 1. Drittel führte Deutschland mit 3:1. Seidenberg, Wolf und Gogulla brachten die Deutschen mit 3:0 in Führung, ehe die Japaner verkürzen konnten.
Im zweiten Drittel entschied das DEB-Team innerhalb von einer Minute das Spiel. Klinge, Mueller und Tripp erhöhten auf 6:1.
Den Schlusspunkt im letzten Drittel setzte erneut Tripp mit dem Treffer zum 7:1-Endstand.
Bereits am Nachmittag hatten die Österreicher sich zu einem 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen Slowenien gequält. Am Samstag geht es für Deutschland im Spiel gegen Österreich um den Gruppensieg.
Zum Abschluss trifft das Team von Bundestrainer Uwe Krupp auf Slowenien. Von diesem Spiel wird es einen ausführlichen Bericht in WalkersBärenNews geben, da ich live vor Ort sein werde.
Dienstag, 3. Februar 2009
Noch zwei Tage...
Von Donnerstag bis Sonntag trifft das DEB-Team auf Japan (Do./19:00 Uhr), Österreich (Sa./15:30 Uhr) und Slowenien (So./17:00 Uhr).
Nur der Sieger des Turnieres qualifiziert sich für die Olympischen Spiele. Die deutsche Eishockeynationalmannschaft geht zwar als Favorit in die Qualifikation, sollte aber die anderen Gegner nicht unterschätzen.
Von den Eisbären sind mit Torwart Youri Ziffzer, Verteidiger Frank Hördler sowie den Stürmern Sven Felski und Andre Rankel vier Spieler vertreten.
Montag, 2. Februar 2009
Grizzly Adams Wolfsburg erreichen Pokal-Finale!
Am Sonntagnachmittag haben die Grizzly Adams Wolfsburg das Halbfinale des DEB-Pokals gegen die Straubing Tigers mit 3:2 nach Verlängerung gewonnen und stehen damit zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte im Pokalfinale. In einem wahren Pokalfight traf Ken Magowan nach 64 Sekunden in der Verlängerung zum viel umjubelten Siegtreffer und brachte damit die Wolfsburger Arena zum Beben.Allerdings taten sich die Grizzlys lange Zeit sehr schwer gegen die Gäste aus Straubing. Zwar waren die Gastgeber optisch überlegen und hatten auch zahlreiche Torchancen, doch Tigers-Goalie Markus Janka war lange Zeit nicht zu überwinden. Selbst eine zweimalige doppelte Überzahl konnten die eigentlich in Überzahl so starken Wolfsburger nicht nutzen.
Mit der ersten gefährlichen Aktion brachte Matt Hussey die Tigers aus Straubing in Führung (11.).
Im zweiten Drittel kämpften die Grizzlys weiterhin verbissen um den Ausgleich. Doch den einzigen Treffer in diesem Drittel erzielten erneut die Gäste. Christian Retzer verwertet einen Traumpass aus dem eigenen Drittel und netzte zum 2:0 für Straubing ein. Alles sah also nach zwei Dritteln nach einem Einzug der Tigers ins Finale aus, doch in der zweiten Pause schien Trainer Toni Krinner seinen "Wölfen" die richtigen Worte mit auf den Weg gegeben zu haben.
Denn es dauerte "nur" drei Minuten im Schlussabschnitt, ehe EHC-Verteidiger Marvin Degon per Schlagschuss den 1:2-Anschlusstreffer erzielte. Nun schöpften die Niedersachsen wieder Hoffnung. Und sie legten sofort nach. Nur 146 Sekunden nach dem Anschlusstreffer glichen die Grizzlys aus. Eine sehenswerte Kombination mit Ulmer und Magowan schloss erneut Degon ab - 2:2. Nun stand die Wolfsburger Arena Kopf.
Fortan spielten die Wolfsburger wie aufgedreht und hätten nur kurz nach dem Ausgleich eigentlich in Führung gehen müssen, doch Furchner scheiterte freistehend vor Tigers-Goalie Janka. Es blieb nach 60 Minuten beim 2:2. Die Verlängerung musste also nun die Entscheidung bringen.
Und in dieser brachte wie bereits erwähnt Magowan nach 64 Sekunden die Arena mit seinem Siegtor zum beben. Er fälschte einen Schuss von Alavaara ab und traf zum 3:2-Endstand.
Die Grizzly-Fans skandierten nun "Finale, oho, Finale, oho".
Wolfsburgs Trainer Toni Krinner sagte nach dem Pokalfight:
"Wir können riesig stolz sein, unsere Stadt, unsere Fans und unsere Organisation im Pokal-Finale vertreten zu dürfen. Die Zuschauer haben einen packenden Pokalfight gesehen, in dem wir durch harte Arbeit im dritten Drittel zurückgekommen sind. Wir haben viel investiert und einen Weg gefunden, das Spiel doch noch zu gewinnen. Jetzt freuen wir uns auf ein riesen Spiel im Finale, das wir natürlich auch gewinnen wollen."
Der Torschütze des entscheidenden Tores, Ken Magowan, war nach dem Spiel einfach nur glücklich:
"Im dritten Drittel haben wir viel Charakter gezeigt und sind zurückgekommen. Justin hatte den Puck erkämpft und ihn zurück zur blauen Linie gespielt, wo Axel wartete. Ich habe dann versucht, so schnell wie möglich vors Tor zu kommen. Beim Schuss von Axel hatte ich irgendwie den Schläger dran und schon war das Ding drin."
Das Finale des DEB-Pokals findet nun am Dienstag, den 24. Februar 2009 statt. Dort treffen die Grizzly Adams Wolfsburg dann in einem Niedersachsen-Derby auf den derzeitigen DEL-Spitzenreiter Hannover Scorpions. Die Wolfsburger genießen dabei Heimrecht.
Nach diesem Spiel wissen wir also, wer den Titelverteidiger Eisbären Berlin als Pokalsieger ablöst.
Beiden Teams an dieser Stelle viel Erfolg.
Sonntag, 1. Februar 2009
Nachtrag zum ALL-Star-Game
Wie immer, sehr ehrlich und interessant geschrieben!
Ich war auch bei diesem etwas ungewöhnlichem Spiel! Es war Eishockey ohne Härte!
Am meisten haben mir es die Maskottchen (fast) aller DEL-Teams, leider fehlten einige (z.B.Hamburg, Iserlohn) angetan. Dieses "muntere und bunte Völkchen" war einfach genial.
Absoluter Publikumsliebling war PUCKI von den Sinupret Ice Tigers. PUCKI hatte die Maskottchen und die Zuschauer im Griff. Er war ständig der Erste, wenn es darum ging, Unfug auf dem Eis zu treiben. So bahnte er sich einen Weg zu Pocher, der auf der Strafbank saß, um mit ihm einen "Boxkampf" auszutragen. Auf dem Weg dorthin, wurde er von den Zuschauern mit " Laß doch mal den PUCKI durch" angefeuert. Die anderen Maskottchen folgten ihm!
Während des gesamten Spieles waren die Maskottchen hinter der Bande präsent und gern zu Fotos mit den Fans bereit.
Der Höhepunkt war die Raupe auf dem Eis der Maskottchen und der Kopfstand von PUCKI auf dem Tor! Dafür gab es langen Applaus! Pech nur für PUCKI, das er sich mit seinen Kulleraugen im Netz verhakte. Mit Hilfe seiner "Freunde" konnte er so aus seiner misslichen Lage befreit werden!
Der SCORPION beeindruckte mit seinen Flotten Pirouetten, ebenso der kleine HUSKIE, der wie ein Wirbelwind über das Eis fegte! Auch KEVIN, der Pinguin, stand gern im Mittelpunkt.
Nur unsere Beiden BULLY und BAMBINI wirkten etwas steif und unbeweglich!
Schade, dass man alle Maskottchen nur bei diesem Evant zusammen sehen kann!
DEL-All-Star-Game: Nordamerika gewint erneut gegen Europa
Der Co-Trainer vom Team Europa stahl den Eishockey-Profis die Show. Während er im ersten Drittel noch seinem "Job"als Co-Trainer an der Bande nach ging, sorgte er im zweiten Drittel für Gelächter auf den Rängen. Nach gut 30 Minuten betrat Pocher, der zu Beginn des zweiten Drittel schon im kompletter Ausrüstung an der Bande stand und von den 8 500 Fans in der O2 World lautstark gefordert wurde ("Pocher rauf aufs Eis"), das Eis. Allerdings waren seine Gehversuche sehr wackelig. Doch lange war Pocher nicht auf dem Eis. Kaum hatte er das Eis betreten kam schon der Schiri auf ihn zu und gab ihm eine zweiminütige Strafe wegen - offizielle Begründung - illegale Ausrüstung. Pocher hatte ein Trikot von den Eisbären an. Aus den zwei Minuten wurden dann aber zehn Minuten, da Pocher mit der Strafzeit nicht einverstanden war und seinen Schläger, seine Handschuhe und seinen Helm aufs Eis warf und den Schiri provozierte.
Auf der Strafbank angekommen nahm Pocher erst einmal einen großen Schluck Bier. Die Fans feierten Pocher trotzdem und waren mit der Entscheidung des Schiris (O-Ton Pocher: "Klare Fehlentscheidung") nicht zufrieden. Nach gut fünf Minuten auf der Strafbank bekam Pocher zudem Ärger mit einem Maskottchen - "Pucki" von den Sinupret Ice Tigers stiefelte wild entschlossen in Richtung Strafbank und lieferte sich mit dem Comedian eine "handfeste" Auseinandersetzung. War aber alles nur Spaß.
Gespielt wurde aber auch. Zwar nicht mit vollem Einsatz, aber der ein oder andere Trick war zu bewundern. Den Torreigen eröffnete der Iserlohner Michael Wolf in der 6. Minute - 1:0 für Europa. Doch innerhalb von nur zwei Minuten drehten die Nordamerikaner das Spiel - die Bären Quint und Walker brachten ihr Team in Führung (10.)
Doch Blank (Krefeld) konnte ausgleichen. Nach der erneuten Führung für Nordamerika durch King (Nürnberg/17.) glich Vasiljevs (Krefeld) nur zwei Minuten später wieder aus. Mit einem 3:3 ging es in die erste Pause.
Im zweiten Drittel ging das muntere Scheibenschiessen weiter. Walker, mit seinem zweiten Tor an diesem Abend, traf zum 4:3 für Nordamerika. Doch Kopitz (Frankfurt) glich wieder aus.
Fortan drehten die Europäer auf und gingen durch Tore von Greilinger (Ingolstadt/25.), Blank (31.) und Trew (Straubing/34.) mit 7:4 in Führung.
Doch Traynor (Iserlohn/36.) und Fortier (Hamburg/39.)brachten Nordamerika auf 7:6 heran.
Im Schlussdrittel aber legten die Europäer wieder vor. Wolf erzielte vier Minuten nach Wiederbeginn das 8:6.
Aber die Nordamerikaner kamen durch Tore von Regehr (Eisbären/46.) und Methot (Mannheim/50.) wieder zum Ausgleich.
Den entscheidenden Treffer erzielte dann der Wolfsburger Ulmer fünf Minuten vor dem Ende.
Die Europäer versuchten dann noch mal alles, doch der Puck wollte nicht mehr reingehen. Selbst der Versuch, Pocher mit dem Puck ins Tor zu schieben scheiterte und die Europäer verloren zum dritten Mal in Folge.
Ein Grund für die wenigen Tore - im Vergleich zum letzten Jahr (16:14 für Nordamerika) - waren sicherlich auch die starken Torhüter. Bei Europa hielten Rob Zepp (Eisbären/ stand die ersten 30 Minuten im Tor) und Ian Gordon (Frankfurt) stark und bei Nordamerika Frederic Brathwaite (Mannheim/ stand die ersten 30 Minuten im Tor) und Jean-Marc Pelletier (Hamburg).
Bei der vor der Partie ausgetragenen "Skills-Competition" siegte der Kölner Mirko Lüdemann beim Wettbewerb "Schnellster Skater" gegen Bär Sven Feski.
Eisbär Richie Regehr war der Spieler mit dem härtesten Schlagschuss (153 km/h) und löste damit den Dauersieger Jakub Ficenec aus Ingolstadt ab, der Zweiter wurde.
Beste Torhüter wurden Eisbär Rob Zepp und Mannheims Frederick Brathwaite.
Zu den besten Spielern wurden nach dem Spiel bei den Europäern Herberts Vasiljevs (Krefeld) und bei den Nordamerikaner Eisbär Steve Walker gewählt.
Zum Schluss bleibt mir nur zu sagen, dass das All-Star-Game eine gelungene Abwechslung zum DEL-Alltag war und ich mir vorstellen könnte, das ganze im nächsten Jahr noch einmal anzusehen.
5:2 - Eisbären siegen gegen "Schlittenhunde"
Am Freitagabend haben die Eisbären ihr Heimspiel gegen Kassel mit 5:2 gewonnen. Allerdings geriet der eigentlich schon sicher geglaubte Sieg im Schlussdrittel noch in Gefahr, denn Kassel kam nach zwischenzeitlichen 0:3-Rückstand noch auf 2:3 heran. Doch am Ende siegten die Eisbären dennoch verdient, denn über die gesamte Spielzeit gesehen waren sie die bessere Mannschaft.
Zu Beginn des ersten Drittels waren die Hausherren drückend überlegen, doch Quint, Felski, Pederson und Walker scheiterten alle am überragenden neuem Kassel-Keeper Nolan Mc Donald.
In der 7. Minute war Mc Donald dann aber machtlos, als ihn Mulock überwand und zum 1:0 traf.
Aber auch die Gäste hatte ihren Chancen, doch Estrada, Boisvert und Kraft konnten Bären-Goalie Zepp nicht überwinden. Mit einem 1:0 ging es in die erste Pause.
Im zweiten Drittel hatten erneut die Bären den besseren Start. Felski hatte Glück, als ihm der Puck direkt vor die Kelle fiel und er problemlos das 2:0 erzielen konnte (24.). Fortan waren die Bären bemüht, das Ergebnis zu erhöhen, doch Mc Donald zeigte weiterhin eine starke Vorstellung im Gäste-Tor. Doch als Regehr in der 34. Minute zu einem seiner gefürchteten Schlagschüsse von der blauen Linie ausholte, war auch er machtlos. Die Scheibe schlug in seinem Kasten ein - 3:0. Fortan aber wurden die Eisbären schwächer und Kassel fing an zu spielen.
Und kurz vor der zweiten Pause trafen die Huskies zum 3:1. Saggau hatte den Puck nach einem Gewühl vor Zepp seinem Tor wohl als Letzter berührt und traf ins Tor. Beim 3:1 blieb es dann im zweiten Drittel.
Im letzten Drittel ließen die Bären, wie schon so oft in dieser Saison gegen vermeintlich "kleine" Gegner, nach und brachten durch eigene Fehler den Gegner wieder zurück ins Spiel. In der 44. Minute vertändelte Verteidiger Roach die Scheibe auf Höhe der Mittellinie und Kassels Klinge "bedankte" sich dafür mit dem Tor zum 3:2.
Kassel war also wieder zurück im Spiel. Fortan wurde es noch einmal richtig spannend in der ausverkauften O2 World, denn Kassel kämpfte nun verbissen um den Ausgleich.
Doch mitten in der Drangphase der Nordhessen erzielte Robinson die Vorentscheidung - 4:2 (54.). Fortan hatten die Gastgeber ihren Spielrhythmus wieder gefunden und zeigten wieder besseres Eishockey.
Kurz nach dem die Eisbären eine Überzahl der Huskies überstanden hatten, traf "Buschi" nach einem Super-Alleingang zum 5:2. Ein Tor zum "Zunge schnalzen". Mit diesem Tor war die Gegenwehr der Gäste gebrochen und die Eisbären fuhren die letztendlich verdienten drei Punkte sicher ein. Doch der Sieg fiel zu hoch aus, denn drei Tore schlechter waren die Kassel Huskies nicht.