Montag, 2. November 2009

DEL, 18. Spieltag: Sensation: Hamburg hat gewonnen - Augsburg deklassiert Köln in deren Halle

Der 18. DEL-Spieltag brachte eine Sensation mit sich. Die Hamburg Freezers haben endlich mal wieder ein Spiel daheim gewonnen. Gegen die DEG Metro Stars siegten die Hanseaten mit 2:1 n.V.
John Tripp schoss die Freezers in der 64. Minute zum Sieg und ließ die arg gebeutelten Fans endlich mal wieder daheim jubeln.
Dennoch bleiben die Hamburger Letzter in der Tabelle.

Denn die Thomas Sabo Ice Tigers haben nach neun Pleiten in Folge auch mal wieder gewonnen. Mit 3:2 setzten sich die Ice Tigers in Iserlohn durch. Diese rutschen so nach und nach wieder runter in den Tabellenkeller. Brad Leeb und Eric Chouinard drehten im letzten Drittel einen 1:2-Rückstand um und feierten damit auch mal wieder einen Sieg.

Wenn die beiden Teams - Hamburg und Nürnberg - gewinnen, dann dürfen wir nicht fehlen. Dass werden sich die Straubing Tigers gesagt haben und haben deshalb auch gewonnen. Gegen Krefeld gab es einen 2:1-Sieg - der vierte in Folge, dass zweite Sechs-Punkte-Wochenende in Folge. Mit großen Schritten nähern sich die Tigers den Pre-Play-Off-Rängen an. Wer hätte das gedacht.
Mapletoft und Ramsay drehten die Krefelder Führung durch Hager am Ende noch um.

Ein Null-Tore-Wochenende erlebten die Kölner Haie. Der 0:4-Pleite am Freitag beim Derby in Düsseldorf folgte gestern eine herbe 0:5-Klatsche in eigener Halle gegen den derzeitigen Angstgegner Augsburg.
Während Augsburg den Spitzenteams Eisbären und Mannheim auf den Fersen bleibt, müssen die Haie sich wieder Richtung Tabellenkeller orientieren.

Hinter den Panthern in der Tabelle stehen die Grizzly Adams Wolfsburg, welche in Kassel mit 5:2 siegten. Überragender Akteur war John Laliberte von den Grizzly´s - er erzielte drei Tore (einen Hattrick also).
Wolfsburg ist damit nun Vierter, Kassel Achter.

Spannend machten es die Frankfurt Lions in ihrer Partie gegen den ERC Ingolstadt. Jeff Ulmer glich 18 Sekunden (!) vor der Schlusssirene zum 4:4 aus. Diesen Motivationsschub nahmen sie mit in die Overtime. In dieser entschied Nicholas Angell mit seinem Treffer zum 5:4 die Partie.
Ingolstadt lag bereits mit 4:2 in Führung, musste sich aber am Ende mit einem Punkt begnügen.


Quelle

Sonntag, 1. November 2009

5:2 - Eisbären zeigen, wer die wahre Nummer 1 ist!



2:5 (1:1, 0:2, 1:2)




Die Eisbären Berlin haben das DEL-Spitzenspiel souverän mit 5:2 gewonnen und damit die Tabellenführung zurück erobert. Bei noch zwei Spielen weniger sollte der Konkurrenz Angst und Bange werden.

Vor dem Spiel die Fans der Mannheimer mit einer beeindruckenden Choreographie. Weniger "hübsch" war das Spruchband, wo drauf stand: "Heulsuse Hördler". Hördler war dadurch nur noch motivierter als ohnehin schon.

Die Eisbären waren zu Beginn die klar bessere Mannschaft und setzten Mannheim stark unter Druck. Bereits nach einer Minute die erste Chance durch Andy Roach, doch Frederick Brathwaite im Adler-Tor hielt den Puck.
Doch nur eine Minute später war er machtlos, als sich Denis Pederson im Drittel der Adler durchtankte und per Rückhand einschoss (2.). Das 1:0 - oder doch nicht? Schiedsrichter Martin Reichert fuhr zum Videobeweis. Der Puck schlug kurz ein und flog gleich wieder raus. In Echtzeit schwer zu sehen für den Schiri. Nach Ansicht des Videobeweises entschied er korrekterweise auf Tor für Berlin.
Die Eisbären durch dieses Tor nun noch mehr beflügelt. Sie schnürten die Mannheimer in deren Drittel ein. Die Kurpfälzer konnten sich nur mit unerlaubten Weitschüssen (Icing´s) helfen. Davon machten sie in den ersten drei Minuten gleich sieben. Dies quittierten die Fans mit Pfiffen. Dass sie (die Mannheimer) sich damit nur selber schadeten, schien ihnen anscheinend nicht bewusst zu sein. Denn die neue Regel besagt, dass eine Mannschaft, welches ein Icing verübt, danach nicht wechseln darf. Dass kostete natürlich sehr viel Kraft, doch die Eisbären konnten daraus kein Kapital schlagen.
Die Eisbären nahmen in der Folge zu viele Strafen, womit sie Mannheim ins Spiel brachten. Doch das erste Powerplay der Adler war nicht gefährlich, sie kamen nicht in Position. Die Eisbären hatten durch Frank Hördler sogar ein Unterzahlbreak, doch "Nante" scheiterte an Brathwaite.
Nach sieben Minuten die Eisbären zum ersten mal in Überzahl. Dieses Powerplay sah besser aus als dass der Adler. Die Eisbären hatten durch Pederson (2), Degon und Felski gute Chancen, doch Brathwaite hielt weiter stark.
Nach Ablauf der Strafe gab es eine Strafzeit gegen den EHC. Und diesmal waren die Mannheimer wesentlich stärker als im ersten Überzahlspiel. Scalzo und Papineau testeten Eisbären-Goalie Rob Zepp, doch dieser hielt gut.
Doch neun Sekunden vor Ablauf der Strafe gegen Roach trafen die Kurpfälzer doch noch ins Tor. Justin Papineau passte klasse rüber zu Scott King und der vollendete zum 1:1 - sein 10. Saisontor (11.).
Nach diesem Tor fanden die Gastgeber zunehmends besser ins Spiel und setzten den EHC unter Druck.
In der 14. Minute gab es aber den Aufreger der Partie. Als alle auf das folgende Bully warteten, gab der sonst sehr gut pfeiffende Schiri Martin Reichert Eisbär Jeff Friesen eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Dieser soll Yannick Seidenberg beim hinaus fahren zur Spielerbank einen Stockstich verpasst haben. Wie aber die Fernsehbilder von Sky zeigten, war es kein Stockstich von Friesen. Dieser berührte Seidenberg lediglich leicht. Dafür hätte man höchstens zwei Minuten geben können - wenn überhaupt.
Die Adler spielten druckvoll, konnten sich aber kaum gefährliche Torchancen erspielen.
Eine halbe Minute vor Drittelende hatte Florian Busch nochmal die Riesenchance zur Führung, doch er scheiterte am glänzend aufgelegten Brathwaite.
Mit einem 1:1 ging es in die erste Drittelpause.

Zu Beginn des zweiten Drittels agierten beide Teams zunächst ruhiger als zum Ende des ersten Drittels. Erst nach fünf Minuten gab es die erste richtige Torchance. Doch Richie Regehr vergab.
Eine Minute später schoss erneut Richie Regehr aufs Tor, seinen Schuss von der blauen Linie fälschte Eisbären-Kapitän Steve Walker unhaltbar für Brathwaite ab - 2:1 für Berlin (26.). Sein elftes Saisontor und sein 200. (!) in der DEL. Damit ist er einer von sechs Spielern, die bisher über 200 mal in der DEL trafen. Mike Bullard, Dwayne Norris, Wally Schreiber, Robert Hock und Martin Jiranek sind die anderen.
Fortan war die Partie weiter sehr rasant und spannend. Berlin wirkte einen Tick frischer als Mannheim. Mag vielleicht auch daran gelegen haben, dass Mannheim Freitag im Einsatz war und die Eisbären nicht.
In der 33. Minute erhöhte André Rankel auf 3:1. Er traf aus spitzem Winkel, ein Traumtor.
Nach diesem Tor waren die Adler in Überzahl - Regehr saß zwei Minuten wegen Stockschlag´s. Scalzo zog von der blauen Linie ab, der Puck prallte an den Pfosten, trudelte auf der Linie entlang und prallte vom anderen Pfosten heraus. Da hatten die Eisbären sehr viel Glück gehabt. Aber dass brauch man im Sport auch mal.
Fünf Minuten vor dem Drittelende hatten die Mannheimer bei einem 5 gg. 3-Überzahlspiel die große Chance zum Verkürzen. Sie agierten zwar druckvoll, kamen aber nicht so wirklich zu einer gefährlichen Torchance.
Somit blieb es beim 3:1 nach zwei Dritteln.

Zu Beginn des letzten Drittels kamen die Mannheimer druckvoller aus der Kabine, Berlin fand erst nach und nach ins Spiel.
Nach acht Minuten hatten die Eisbären Powerplay, doch sie machten aus diesem nichts.
Zehn Minuten vor dem Ende des Spiels tanzte "Buschi" klasse den Mannheimer Verteidiger Felix Petrmann aus, passte rüber zu Denis Pederson und der vollendete eiskalt zum 4:1 - sein achtes Saisontor.
Zwei Minuten später musste Seidenberg für zwei Minuten auf die Strafbank - nach einem Ellbogencheck.
Die Eisbären nutzten dieses Powerplay aus und erhöhten auf 5:1. Florian Busch tankte sich ins Drittel der Adler, schoss aufs Tor, der Puck trudelte unter Brathwaite´s Schoner durch und rutschte gaaaaanz langsam Richtung Torlinie. Brathwaite drehte sich um und gab dem Puck dadurch den entscheidenden Stoß. Der Puck landete im Tor - doch Schiri Reichert fuhr erneut zm Videobeweis. Erneut entschied er auf Tor.
Als Brathwaite sah, dass der Puck im Tor lag, war er so frustriert, dass er Buschi noch mit seiner Kelle von den Beinen holte. Dafür bekam er folgerichtig zwei Strafminuten. Daraus machten die Eisbären allerdings nichts.
Eine Minute vor dem Spielende gab es noch eine Schlägerei zwischen Adler Seidenberg und Eisbär Daniel Weiß. Beide durften mit 2+2+10 Minuten vorzeitig duschen gehen. Da nur noch eine Minute zu spielen war, brauchten beide nicht mehr auf die Strafbank zu gehen.
Nach dieser Schlägerei wurden die Mannheimer Fans dann doch mal wieder wach. Sie besangen ihren "besten Freund" Frank Hördler: "Alle auf die 7..."
Als Hördler dann zur Bank fuhr schallte ihm entgegen: "Feigling, Feigling, Feigling..."
18 Sekunden vor dem Ende hatten die MERC-Fans dann aber doch noch Grund zum Jubeln. Justin Papineau verkürzte auf 2:5. Einige Fans bejubelten dieses Tor so euphorisch, dass man denken konnte, die Adler würden nun eine Aufholjagd starten. Angesichts von nur noch 18 Sekunden Spielzeit zauberte mir dies nur ein müdes Lächeln ins Gesicht.

Am Ende feierten die Eisbären einen absolut verdienten Sieg in Mannheim und die Rückeroberung der Tabellenspitze. Auch die mitgereisten EHC-Fans (ca. 150 schätze ich) feierten ausgelassen.

Damit gehen die Eisbären als Tabellenführer in die zweiwöchige Länderspielpause.

Den Satz des Tages lieferte aber Eisbären-Stürmer André Rankel:

"Ein Spitzenteam verliert nie zweimal in Folge."

Recht hat er. Habe ich ja heute Vormittag auch geschrieben, dass der Sieger bereits fest steht. Denn das letzte Saisonspiel verloren die Eisbären in Augsburg mit 4:6.... Tja, war dann halt doch leicht vorherzusagen...


Heute DEL-Spitzenspiel in Mannheim








Heute um 16:45 Uhr beginnt in der SAP-Arena das absolute DEL-Spitzenspiel des 18. Spieltages. Dabei empfängt DEL-Rekordmeister Adler Mannheim (5 Titel) das erfolgreichste deutsche Eishockeyteam dieses Jahrtausends - die Eisbären Berlin (4 Titel).

Diese Spiele sind immer sehr spannend und vor allem giftig, denn beide Teams können sich überhaupt nicht leiden. Dass gleiche gilt auch für die Fans beider Mannschaften.

Heute treffen die beiden Erzrivalen bereits zum 80. mal aufeinander. Es wird also ein Jubiläumsspiel. An die letzte Partie haben die Eisbären - und auch ich - noch sehr gute Erinnerungen. Im März diesen Jahres gewannen die Eisbären im vierten Halbfinalspiel mit 6:4 (nach 2:4-Rückstand) in Mannheim und feierten den Finaleinzug. Dieses Spiel war das Beste, welches ich in den letzten Jahren gesehen habe.

So was wünsche ich mir heute auch, ich werde mir die Partie bei Sky live angucken.

Mannheim scheint rechtzeitig zum ersten Vergleich mit den Eisbären in dieser Saison in Fahrt zu kommen. Am Freitag besiegten sie daheim im Derby Frankfurt mit 2:1. Dadurch eroberten die Adler mit zwei Punkten Vorsprung auf Berlin die Tabellenspitze. Allerdings hat Mannheim schon zwei Spiele mehr bestritten als der EHC, insofern ist dies noch nicht so aussagekräftig.
Aber Mannheim kann den Vorsprung heute auf die Eisbären auf fünf Punkte ausbauen. Und dass vor der Länderspielpause nach diesem Spieltag.

Doch die Eisbären werden was dagegen haben und werden selbst das Spiel gewinnen wollen. Doch dafür muss man heute disziplinierter als letzten Sonntag in Augsburg auftreten. Denn Mannheim ist ein Team, welches solche Überzahlspiele schnell ausnutzt.

Was aber Mut macht ist der Fakt, dass die Eisbären in dieser Saison noch nie zweimal in Folge verloren haben. Von daher steht der Sieger ja heute schon fest... Wenn dass so einfach wäre, wäre das schön. Aber ich erwarte ein sehr enges und spannendes Spiel, welches wohl nur mit einem Tor Unterschied ausgeht. Ich kann mir gut vorstellen, dass es heute in die Verlängerung geht.

Zudem gibt es heute ein Wiedersehen mit dem zweifachen Meisterbär Nathan Robinson. Der kam vor zwei Jahren aus Mannheim - als Meister und Pokalsieger - nach Berlin und kehrte nach der letzten Saison wieder zurück nach Mannheim - als zweifacher Meister und Pokalsieger (einmal).
Robinson gewann also mit seinen Teams in den letzten drei Jahren die Deutsche Meisterschaft. Aus Eisbärensicht kann man nur hoffen, dass diese Serie in dieser Saison ein jähes Ende finden wird.

So, aber nun genug geschrieben. Jetzt freue ich mich nachher auf ein schönes Spiel. Möge der bessere gewinnen. Dass werden dann aber hoffentlich die Eisbären sein...

Samstag, 31. Oktober 2009

DEL, 17. Spieltag: Mannheim neuer Spitzenreiter - Ingolstadt fegt Iserlohn vom Eis

Die Adler Mannheim haben vor dem DEL-Gipfel am Sonntag gegen Meister Eisbären Berlin die Tabellenspitze ergattert. Im Derby gegen die Frankfurt Lions setzten sich die Kurpfälzer mit 2:1 durch.
Jame Pollock brachte die Adler in der zehnten Minute mit 1:0 in Führung. Für die auswärts starken Frankfurter glich Erich Schneider nach 31 Minuten aus. Das Spiel entwickelte sich immer mehr zu einer spannenden Partie, welche mit einem Happy End für die Gastgeber endete. Drei Minuten vor dem Ende erzielte Frank Mauer das umjubelte 2:1 für den MERC und schoss den DEL-Rekordmeister damit an die Tabellenspitze. Allerdings haben die Adler bereits zwei Spiele mehr absolviert als der Zweite Eisbären. Mannheim hat zwei Punkte Vorsprung auf den EHC (34/32).

Überhaupt nicht gut läuft es derzeit für die einstige Torfabrik Iserlohn. In den letzten drei Spielen haben die Sauerländer gerade mal zwei Tore erzielt - aber 14 kassiert. Gestern verloren die Roosters beim ERC Ingolstadt mit 1:7. Den einzigen Treffer für den IEC erzielte Brian Swanson. Überragend auf der Seite der Panther waren wieder einmal Tyler Bouck und Thomas Greilinger mit je zwei Toren.
Die Sportart so langsam zu verwechseln scheint IEC-Torwart Sebastian Stefaniszin. Er flog gestern bereits das zweite Mal vom Eis. Zuvor war er in einer anderen Partie mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vom Eis geflogen, gestern war es gleich eine Matchstrafe nach einer Auseinandersetzung mit einem gegnerischen Spieler. Damit fehlt er dem IEC jetzt erst einmal.
Um den Strafendurchschnitt für die Sauerländer zu halten, sind auch noch Roy und Insana mit einer jeweiligen zehnminütigen Disziplinarstrafe belegt worden.

Eisbären-Bezwinger Augsburg hat nach sechs Siegen in Serie mal wieder verloren. Gegen die Kassel Huskies unterlag der AEV am Ende mit 4:5 - und dass nach einer 4:2-Führung. Zunächst lagen die Huskies mit 2:0 in Front, doch Augsburg schlug zurück und drehte die Partie komplett. Nach dem 4:2 übernahmen aber wieder die Kassel Huskies die Initiative und fuhren am Ende überraschend drei Punkte ein.
Die Augsburger wollten mich wohl bloß stellen, nachdem ich sie vorgestern noch so gelobt habe...

Ebenfalls eine überraschende Heimpleite kassierten die Grizzly Adams Wolfsburg. Gegen die Hannover Scorpions unterlagen sie mit 1:2 n.P. Tino Boos verwandelte den entscheidenden Penalty.

Das rheinische Derby gewannen die DEG Metro Stars überraschend klar mit 4:0 gegen die Kölner Haie. Murphy, Reid, Holland und Courchaine trafen zum DEG-Sieg.

Eine weitere Pleite kassierten die Hamburg Freezers. In Krefeld unterlagen sie mit 2:3 n.P.
Dabei erwischten die Hanseaten eine Traumstart. King traf nach nur einer Minute zum 1:0. Doch der KEV drehte das Spiel und ging mit 2:1 in Führung. Stephens und Endraß waren erfolgreich. Tripp gelang der 2:2-Ausgleich für die Freezers.
Den entscheidenden Penalty verwandelte Pavlikovsky für Krefeld.

Bereits am Donnerstag unterlagen die Thomas Sabo Ice Tigers im Bayern-Derby den Straubing Tigers mit 2:3.
Dabei gingen die Ice Tigers nach elf Minuten in Führung. Greg Leeb hatte zum 1:0 getroffen. Doch Straubing drehte das Spiel. Eric Meloche und Brian Maloney brachten die Tigers mit 2:1 in Front. Brad Leeb konnte per Penalty zum 2:2 ausgleichen. Doch kurze Zeit später erzielte William Trew den 3:2-Siegtreffer für Straubing.


Quelle 1
Quelle 2

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Augsburger Panther: Von der grauen Maus zum Spitzenteam

Die Augsburger Panther sind derzeit das Überraschungsteam der DEL. Seit sechs Spielen haben die Panther nicht mehr verloren, am Sonntag Meister Berlin in einem überragendem Eishockeyspiel niedergerungen und derzeit mit nur drei Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter Eisbären auf Platz 3 liegend. Ja, man kann sagen, dass alle derzeit in Augsburg rundum zufrieden sind.

Die Augsburger Panther sind aber nicht so überraschend da vorne zu finden. Vor der Saison ernannten viele Experten - auch ich - den AEV zu dem Geheimfavoriten auf den Titelgewinn.
Das ist vor allem mit dem Trainer der Panther verbunden. Larry Mitchell hat diesen Verein zu dem gemacht, was er jetzt ist. Er hat sie zu einer Mannschaft geformt, die mit den Spitzenteams durchaus mithalten kann und sie, wie der Sonntag gezeigt hat, auch besiegen kann.

Augsburg legte den besten Saisonstart der Vereinsgeschichte in der DEL hin. Man hat momentan 29 Punkte auf dem Konto - ganze neun mehr als noch in der vergangenen Saison.

Woran liegt das? Ich denke, die Augsburger spielen unter Larry Mitchell einfach problemloses Eishockey. Was ich damit sagen will: Früher, wenn sie hinten lagen, hat dass an ihren Nerven gezerrt und sie haben diese Spiele verloren, weil der Einsatz nicht mehr stimmte.
Unter Mitchell ist es nun aber so - und dass hat vor allem das Spiel am Sonntag gezeigt - wenn man hinten liegt, dann stört sie es nicht. Im Gegenteil, sie spielen einfach weiter, als ob nichts passiert wäre. Dass macht sie so stark und schwer zu besiegen. Gegen die Eisbären lagen sie drei mal in Rückstand. Jedes Mal kamen sie zurück. Früher hätten sie dieses Spiel noch klar verloren.

Und ein weiterer Grund für den Augsburger Höhenflug ist dieser, dass sie sowohl zu Hause als auch Auswärts gleich stark sind. Zu Hause holte der AEV bisher 14 Punkte, Auswärts sogar noch einen mehr - 15 Punkte. Augsburg ist sogar das zweitbeste Auswärtsteam.

Und auch jeder einzelne Spieler steht für den Erfolg. Während es bei den anderen Teams meist so ist, dass es zwei, drei, vier Spieler gibt, die regelmäßig scoren, ist es bei Augsburg so, dass man sehr viele Spieler hat, die bereits zweistellig gescort haben. Da ragt keiner besonders heraus, nein, jeder Spieler hat seinen Anteil am Erfolg.

Doch Augsburg war in der Vergangenheit nicht unbedingt als Spitzenteam bekannt, eher als Kellerkind oder als graue Maus.
Die folgenden Zahlen zeigen die Tabellenplätze des AEV´s seit DEL-Start 1994/1995 nach der Hauptrunde:

13, 12, 13, 14, 8, 8, 14, 8, 11, 9, 7, 12, 13, 12, 10.

Nur fünf Mal in 15 Jahren erreichte Augsburg also einen einstelligen Tabellenplatz.
In der Saison 2001/2002 erzielten die Panther ihre bislang beste Punkteausbeute - 91 Punkte.
Im Play-Off-Viertelfinale stand man bisher fünfmal, schied aber jedes Mal aus.

In der vergangenen Saison scheiterte Augsburg in den Pre-Play-Offs an Wolfsburg, verpasste somit den Einzug ins Viertelfinale.

Dass Augsburg diese Saison das Viertelfinale verpasst, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Sicher, es sind erst 15 Spiele absolviert und es kann noch viel passieren. Aber dieses Team ist so stark, dass ich mir durchaus vorstellen kann, dass Augsburg erstmals das Halbfinale erreicht. Und dann ist alles möglich.

Und Augsburg scheint auch nicht mehr der Schleudersitz für Trainer zu sein. Mit Ausnahme von Benoit Laporte (2003 - 2005) und Larry Mitchell schaffte es kein Trainer, zwei Jahre im Amt zu bleiben. Larry Mitchell ist seit Dezember 2007 in Augsburg Trainer. In dieser Zeit hat er einiges bewegt bei diesem Team.

Augsburg ist von der einst grauen Maus zu einem Spitzenteam der DEL gereift.

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Fan-Bowling 2009/2010

Am 27.10.209 fand das Fan-Bowling der neuen Saison statt. Es waren 21 Teams am Start, darunter eisbaerlin.de 1 und eisbaerlin.de 2.

Gespielt wurde über drei Runden. Die erste Runde war eine ganz normale Bowling Runde, die zweite Runde war diesmal eine "Viererrunde" (benannt wegen der Anzahl der Meistertitel) und die dritte Runde wurde als "Nachtbowling" gespielt.
Richie Regehr und Alexander Weiß vertraten die Eisbärenspieler. Während der Viererrunde wurden sie von Andreas von Bahn zu Bahn geleitet. So wurden die "Spielkünste" beider Spieler auch von unseren beiden Taems in Anspruch genommen. So war es für Richie nicht immer leicht zu verstehen, als er gebeten wurde z.B. eine "eins" oder eine "Ratte" zu werfen. Bei der "Ratte" ging Richie so zaghaft ran, das die Kugel auf halbem Weg steckenblieb und wir erst einen Techniker bemühen mussten, damit der Spielablauf weitergehen kann. Es war schon beeindruckend, mit wieviel Gefühl er zu Werke ging, wen man bedenkt, das er der Spieler mit der Höchsten Schusskraft der DEL ist. Jeder Fan konnte mit beiden ungehindert plaudern und Fotos machen.
Das Endergebnis lag bei Ende der dritten Runde noch nicht vor. Nach meinem Gefühl haben wir schlechter abgeschnitten, als im Vorjahr. Es war dennoch ein schöner Abend für alle.

3:5 - Hamburg verliert erneut



3:5 (0:1, 1:2, 2:2)


Die Hamburg Freezers haben am Dienstagabend die Nachholpartie des 16. Spieltages gegen die Frankfurt Lions mit 3:5 verloren. Diesmal zeigten sie aber nicht so eine desolate Leistung wie noch beim 0:6 gegen Mannheim am Donnerstag.
Diesmal kämpften die Hanseaten um den Sieg, standen letztendlich aber wieder mit leeren Händen da. Vor allem am Defensivverhalten lag das.

Im ersten Drittel brachte Christoph Gawlik die Hessen mit 1:0 in Führung (19.). Hamburg konnte aber im zweiten Drittel zurückschlagen und glich zum 1:1 aus. Francois Fortier war in der 24. Minute in Überzahl erfolgreich.
Vier Minuten später lagen die Hamburger aber wieder hinten. Nicholas Angell traf in Unterzahl (!) zum 2:1 für Frankfurt. Wer in Überzahl Gegentore kassiert, sollte sich nicht wundern, dass er im Tabellenkeller steht.
Jeff Ulmer erhöhte sieben Minuten vor der zweiten Pause auf 3:1.
Die große Frage nun: "Würde Hamburg wieder auseinanderbrechen wie in den letzten Spielen?"

Die Antwort: "Nein!". Hamburg zeigte eine kämpferisch starke Leistung und konnte auf 2:3 verkürzen. Erneut war Francois Fortier der Torschütze (43.).
Hamburg drückte nun auf den Ausgleich, doch Christoph Gawlik brachte die Hessen sieben Minuten später mit 4:2 in Führung (50.).
Doch Hamburg steckte erneut nicht auf und Paul Manning verkürzte wieder für Hamburg (53.).
Vier Minuten vor dem Ende des Spiels stellte Derek Hahn den alten 2-Tore-Abstand wieder her - 5:3.
Diesmal kamen die Freezers nicht mehr zurück und verloren dieses Siel.

Bei den Hanseaten stand diesmal übrigens Martin Fous anstelle von Jean-Marc Pelletier im Tor.

Der Hamburger Trainer Paul Gardner war einerseits zufrieden mit seinem Team, wusste aber, wo der Fehler lag:

"Gratulation an Frankfurt. Der Einsatz hat gestimmt, aber wir haben heute in der Verteidigung zu viele Fehler gemacht - so kannst du kein Spiel gewinnen."


Quelle

Montag, 26. Oktober 2009

Mit 66 Jahren

He Dopita,

habe gerade taufrisch Deinen Geburtstagsgruß gefunden und wollte mich quasi ad-hoc dafür bedanken. Ich koche übrigens schon wieder für den nächsten Geburtstag und den Weltfrieden.

Da wir gerade dabei sind: Glückwunsch noch an unsere Bären und uns geile Fans (meine jetzt nicht die Lidl-Falschklatscher) für die Verteidigung des ersten Platzes am letzten Wochenende. Wäre ja lustig, wenn wir diesmal zu den Playoffs bis nach Norditalien fahren müssen. Da sind wir dank Roger Double-U schon tot, bevor der Bus umfällt, geschweige denn ankommt.

Aber auf dem Weg dahin müssen wir wohl noch Mannheim am nächsten We aus dem Weg räumen. Nach Augsburgo können wir über diese kleine Aufgabe aber nur noch müde grinsen. Ich denke, Nathan der Weise wird das Spiel in alter Verbundenheit mit einem Eigentor zwischen 59:55 und 59:59 zu unserem Gunsten entscheiden.

Am Ende ist das eh alles schnurzpiepe. Meister werden sowieso nur wir.

Freiheit für Luis Corvalan!

Besos & Amore Grande
Krutow

DEL, 16. Spieltag: Mannheim bleibt erster Verfolger der Eisbären - Straubing mit zweitem Sieg am Wochenende

Die Adler Mannheim bleiben erster Verfolger der Eisbären Berlin, haben es aber verpasst, nach Punkten mit dem Meister gleich zuziehen. Mannheim besiegte Ingolstadt erst in der Verlängerung mit 4:3. Bitter für Ingolstadt war gewesen, dass ausgerechnet ihr Ex-Spieler Yannic Seidenberg den ERC am Ende besiegte. Zunächst sorgte er für den 3:3-Ausgleich, später erzielte er den Siegtreffer in der Overtime.

Nach ihrem überraschenden Auswärtsieg vom Freitag in Frankfurt siegten die Straubing Tigers auch gegen Kassel. 3:1 hieß es am Ende dieser Partie. Nach ihrem ersten Sechs-Punkte-Wochenende rutschten die Tigers einen Platz vor - von Platz 14 auf Platz 13.

Platz 14 nimmt nun Nürnberg ein. Die Thomas Sabo Ice Tigers verloren ihr Heimspiel gegen Krefeld mit 4:5. Dabei zeigten die Gastgeber aber ein starkes Kämpferherz. Nach zwei Dritteln lagen sie mit 1:4 hinten. Doch in den ersten fünf Minuten im Schlussabschnitt drehten die Ice Tigers das Spiel und glichen zum 4:4 aus.
Jeweils zweimal in die Torschützenliste trugen sich Brad Leeb, Eric Chouinard (beide Nürnberg) und Richard Pavlikovsky (Krefeld) ein.

Einen 3:2-Sieg n.P. feierten die DEG Metro Stars gegen die Hannover Scorpions. Die DEG lag bereits mit 2:0 vorn, doch Hannover erkämpfte sich noch einen Punkt. Den Zusatzpunkt holte sich die DEG durch den entscheidenden Penaltytreffer von Kaufmann.

Bereits die zweite Pleite an diesem Wochenende kassierten die Iserlohn Roosters. Gegen die zweitbeste Auswärtsmannschaft, Grizzly Adams Wolfsburg, verloren die Sauerländer mit 1:4. In den beiden letzten Heimspielen hatten die Roosters noch jeweils 8 Tore erzielt. An diesem Wochenende war es lediglich ein Tor. Morczinietz und Ulmer teilten sich die Tore "gerecht" auf - jeder traf zweimal.

Sonntag, 25. Oktober 2009

4:6 - Eisbären verlieren wahnsinniges Eishockeyspiel in Augsburg



6:4 (1:1, 2:3, 3:0)




Die Berliner Eisbären haben am Sonntagnachmittag das Spitzenspiel des 16. Spieltages der DEL in Augsburg verloren. Vor 4670 Zuschauern im Curt-Frenzel Stadion unterlag der Deutsche Meister den Panthern mit 4:6.
Doch dieses Spiel werden die Zuschauer so schnell nicht vergessen - was bei einem Hauptrundenspiel nicht so oft der Fall ist. Beide Teams zeigten ein schnelles Spiel mit vielen guten Torchancen, sie machten das Spitzenspiel auch wirklich zu so einem. Es war ein Spiel, bei dem man das Gefühl hatte, es sei das letzte entscheidende Play-Off-Finalspiel. So mitreißend war dieses Spiel.

Von Beginn an entwickelte sich ein rassiges Spiel, welches im ersten Drittel nur wenige Unterbrechungen hatte. Beide Teams zeigten, weshalb sie die schnellsten Teams der Liga sind. Es ging hin und her.
Allerdings zeigten beide Teams in den Anfangsminuten auch noch Respekt vorm Gegner. Dieser fiel aber nach dem ersten Treffer schnell ab. Nach zehn Minuten waren die Eisbären in Überzahl, Steve Walker wartete am Pfosten lange, bis Denis Pederson am anderen Pfosten frei stand und den Puck zum 1:0 einschoss.
Augsburg war durch diesen Gegentreffer aber keinesfalls geschockt und spielte weiter gut mit. Sie hatten keine Angst vor dem Meister, sie spielten einfach ihr Spiel.
Mit Erfolg. Darin Olver glich drei Minuten vor der ersten Pause in Überzahl zum 1:1 aus. Brett Engelhardt hatte von der blauen Linie abgezogen, der Puck prallte von der Bande zurück und Darin Olver brauchte nur noch ins leere Tor einschiessen - 1:1.
Mit diesem Ergebnis ging es zum ersten Pausentee.

Was die Zuschauer dann im zweiten Drittel zu sehen bekamen, war einfach nur stark von beiden Teams. Beide Teams spielten nun mit offenem Visier, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Augsburg zeigte gerade in diesem Drittel, weshalb sie der Geheimfavorit auf den Gewinn der Meisterschaft in dieser Saison sind.
Allerdings hatten 5:5-Spiele auf dem Eis ab diesem Drittel nur noch Seltenheitswert. Schiedsrichter Roland Aumüller hatte dieses Spiel überhaupt nicht im Griff. Pfiff er im ersten Drittel noch einigermaßen gut, so glitt ihm die Partie im zweiten Drittel komplett aus der Hand. Bei jeder Kleinigkeit pfiff er ab und gab Strafen. Mal war dies zu recht (dies war aber eher der Zufall), aber größtenteils pfiff er Sachen, wo er wahrscheinlich selber nicht mehr wusste, weshalb er jetzt eigentlich pfiff. Die Krönung war ja gewesen, als er Strafen gegen beide Teams gab und Augsburg bereits in Überzahl war. Da fragte er den Stadionsprecher (!), wie jetzt gespielt wird. Hallo, wer ist denn hier der Schiedsrichter? Durch seine ständigen Pfiffe brachte er die Zuschauer gegen sich auf, welche dann Strafen forderten, wenn er mal nicht pfiff, obwohl solche Aktionen zuvor noch geahndet worden. Die Spieler wussten teilweise nicht mehr, was sie noch machen durften.
Nun aber zurück zum "Sport" in diesem Drittel. Denn durch die vielen Strafen gab es natürlich zahlreiche Überzahlspiele. Nach 28 Minuten ging Augsburg erstmals in diesem Spiel in Führung. Engelhardt traf für den AEV - 2:1.
Doch in dieser Minute hatte es den Anschein, als ob Berlin nur darauf gewartet hatte, dass Augsburg in Führung geht, um dann mal ganz kurz das Tempo anzuziehen. Das taten sie auch. Innerhalb weniger Sekunden machten die Eisbären aus einem 1:2 ein 3:2. Zuerst traf Pederson mit einem Schuss von der blauen Linie. Da hatten ihn die AEV-Spieler schön alleine stehen gelassen. Ein Fehler, wie sich herausstellte.
Kurze Zeit später zog Richie "Gewehr" Regehr von der blauen Linie ab. Und der Puck flog natürlich auch ins Tor.
So schnell wechselte eine Tollhaus-Stimmung in eine betrübte Stimmung. Sehr zur Freude der mitgereisten Eisbären-Fans und derer vor den Fernsehgeräten.
Doch Augsburg war auch diesmal nicht beeindruckt und spielte weiter sehr stark. 32 Minuten waren gespielt, da hatte Rhett Gordon den Puck aus dem Gewühl vor Rob Zepp seinem Tor aus hinein ins Tor geschossen - der erneute Ausgleich.
Doch auch die Eisbären waren keinesfalls geschockt und schlugen eiskalt zurück. Dennis Endras ließ einen Schuss seitlich abprallen, Stefan Ustorf bedankte sich und schoss ins leere Tor ein - 4:3 für den EHC. Beim Torschrei von "Usti" merkte man ihm die Erleichterung an.
Mit diesem Stand ging es in die zweite Pause.
Bei Sky folgte ein Interview mit Eisbären-Stürmer Stefan Ustorf. Der war so was von enttäuscht von der Schiedsrichterleistung, so sauer habe ich Ustorf selten gesehen. Er meinte nur, er mag den Roland (Aumüller) sehr, doch was er hier für eine Leistung abliefert, ist eine absolute Frechheit. Ustorf meinte weiter, es ist hier ja kaum mal ein 5:5-Spiel sondern nur Über- oder Unterzahl. Man weiß teilweise gar nicht warum. Stefan Ustorf war so angefressen, dass ich nicht wissen möchte, was er mit Aumüller gemacht hätte, wenn er ihm über den Weg gelaufen wäre.

Der Schlussabschnitt bot weiterhin hochklassiges Eishockey zweier Top-Mannschaften. Aber auch weiterhin einen miserablen Schiedsrichter. Wenn er mal nicht pfiff, dann dauerte es höchstens zwei Minuten, bis er wieder eine Strafe pfiff. Wegen absurder Dinge. Wobei ich aber ihm auch zu Gute halten muss, dass manche Strafen (im ganzen Spiel) gerechtfertigt waren. Allerdings höchstens 30 %. Nur auffallend war, dass im Schlussdrittel kaum Strafen gegen Augsburg gepfiffen wurden und das die Eisbären zweimal komplette zwei Minuten 3:5-Unterzahl spielen mussten. Und kurz vor dem Spielende gab es noch eine zehnminütige Disziplinarstrafe gegen Regehr. Warum, weiß ich nicht.
Augsburg ließ sich natürlich nicht lange bitten und nutzte diese Überzahlchancen auch aus.
Chris Collins glich nach 48 Minuten zum dritten Mal aus.
Fortan entwicklete sich ein munteres hin und her. Chancen hüben wie drüben, wobei Augsburg drei Hunderprozentige ausließ. Die Eisbären hatten bei diesen Szenen jede Menge Glück auf ihrer Seite.
Fünf Minuten vor dem Ende stand das Curt-Frenzel-Stadion Kopf. Was war passiert? Augsburg ging durch Connor James mit 5:4 in Führung. Bei doppelter Überzahl
Die Eisbären versuchten nun alles, um doch noch die Verlängerung zu erreichen. Doch sie wurden zwei Minuten vor dem Ende vom Schiedsrichter gestoppt. Er schickte gleich zwei Spieler auf die Strafbank. Bei einer Strafe sehe ich es noch ein, aber bei der zweiten frage ich mich jetzt noch, warum? Nicht dass jetzt alle denken, ich sei der Meinung, der Schiri sei Schuld an der Niederlage. Nein, er pfiff einfach das ganze Spiel über miserabel - gegen beide Teams. Die Eisbären stellten sich gegen Ende aber auch nicht gerade gut an. Ich fand den Spruch vom Kommentator zehn Minuten vor dem Ende passend, er meinte: "Hoffentlich lässt der Schiedsrichter jetzt die Spieler das Spiel entscheiden."
Da hatte er vollkommen recht, doch leider hatte der Schiri am Ende durch die zwei Strafen doch einen gewissen Anteil, dass die Eisbären nicht mehr zum Ausgleich kamen. Allerdings soll dass jetzt nicht die Klasse-Leistung der Augsburger schmälern. Die boten nämlich ein richtiges starkes Spiel, vor allem kämpferisch. Dreimal gegen den Meister hinten gelegen und dreimal zurückgekommen. Dieses Team hat einfach Moral gezeigt und war am Ende das Team, mit dem glücklicheren und besserem Ende. Beide Teams hätten den Sieg verdient gehabt, wobei das bei so einem mitreißendem Spiel eigentlich sehr Schade ist, dass es einen Verlierer geben muss.
Die doppelte Überzahl zwei Minuten vor dem Ende nutzten die Augsburger übrigens zur endgültigen Entscheidung. Colin Murphy traf zum 6:4-Endstand und sorgte somit für den sechsten AEV-Sieg in Folge.
Augsburg legte somit seinen besten Liga-Start seit Gründung der DEL 1994 hin.

Eisbären-Trainer Don Jackson lief nach der Schlusssirene übrigens schnell zum Schiri, um sich bei ihm zu erkundigen, weshalb seinTeam eine Strafe wegen "unkorrektem Wechsel´s" erhielt.
Jackson hatte sich im letzten Drittel´s fürchterlich über eine Entscheidung vom Schiri aufgeregt und diesen zu sich heran gewunken. Dieser fuhr erst nicht zu Jackson, kurze Zeit später aber doch. Ich fand dass dann aber von Aumüller nicht korrekt, dass er Jackson nicht einmal in die Augen schauen konnte. Ein sehr arroganter Typ, was bei einer Einblendung kurz vorm Videobeweis nach dem Augsburger 5:4 richtig gut zu sehen war in seinem Blick.

Dennoch bin ich richtig überrascht über die Augsburger. Deren Art Eishockey zu spielen, gefällt mir sehr gut. Selbst wenn sie hinten liegen, spielen sie weiter nur nach vorn. Egal, ob der Gegner Straubing, Kassel oder eben Eisbären heißt. Wenn die diese Leistung beibehalten, sind sie definitiv ein ernst zunehmender Titelkandidat. Und da gehe ich noch weiter, als der Sky-Kommentator, der meinte, Augsburg ist ein Kandidat für die Top-4. Für mich sind sie ein Kandidat für das DEL-Finale - wenn sie die Form beibehalten.

Zu den Eisbären bleibt nur zu sagen. Das war heute die vierte Niederlage in der laufenden Saison, aber eine, die nicht weh tut. Denn ich sage mir immer, man kann verlieren, wenn die Leistung stimmt. Und die hat heute so was von gestimmt, dass man einfach nicht sauer sein kann. Und gegen diese Augsburger kann man verlieren. Denn die, da wiederhole ich mich sehr gerne, sind so was von stark.