Samstag, 7. November 2009

Transfercoup bei den Eisbären?

Bahnt sich da beim Deutschen Meister Eisbären Berlin ein Transfercoup an? Laut Berliner Kurier soll Mark Beaufait wieder zu den Eisbären kommen. Dies wurde aber vom Verein weder bestätigt noch dementiert.

Also, wenn das wirklich stimmen sollte und "Boof" bald wieder beim EHC spielen sollte, dann würde ich mich riesig freuen. Denn mit Beaufait wären die Eisbären noch ein Tick stärker als sie es ja eigentlich mit dem aktuellen Kader ohnehin schon sind.

Sollten das wirklich klappen mit Beaufait, kann sich die Konkurrenz warm anziehen. Denn Mark ist trotz seiner 38 Jahre auf keinen Fall zu alt. Im Gegenteil, er wurde von Jahr zu Jahr besser in seiner Leistung. Je älter desto besser, also.

Wie gesagt, mich würde es freuen, wenn "Boof" zurück kommt. Die Nummer "19" beim EHC ist ja noch frei. Warum sie diese wohl frei gehalten haben...

Wenn sich in Sachen Mark Beaufait etwas tut, erfahrt ihr es hier.

Die Fans des EHC würden sich freuen, die Fans der Konkurrenten fürchten sich schon vor den noch stärkeren Eisbären.

Da passt ein Zitat von Mannheims Manager Markus Kuhl, was ich vor kurzem gelesen habe (ich weiß leider nicht mehr wo...):

"Die Eisbären spielen seit Jahren in einer anderen Liga. Wir befinden uns mit den Teams von Frankfurt, Düsseldorf und Augsburg auf Augenhöhe."

Solche Worte aus einem Mannheimer Mund, da habe ich nicht schlecht gestaunt. Recht hat er aber, denn der EHC ist die beste Eishockey-Mannschaft in Deutschland in diesem Jahrtausend.


Quelle

2:3 n.P. - Deutschland verliert nach toller Moral und tollem Kampf unglücklich

Schade! Die Deutsche Eishockeynationalmannschaft hat zum Auftakt des Deutschland Cup´s 2009 mit 2:3 (0:1, 2:1, 0:0) n.P. gegen die USA verloren.
Jedoch kann man aus diesem Spiel Mut für die Zukunft ziehen. Denn die Mannschaft, die gestern spielte, erinnerte kaum noch an die Mannschaft, die so desolat bei der WM in der Schweiz diesen Jahres spielte. Es war vor allem auffällig, dass die Jungs den Weg zum Tor suchten und dann auch desöfteren den Torabschluss suchten. Dass war im Mai bei der WM nicht so gewesen. Auch ihre Checks fuhren die Deutschen zu Ende. Es machte endlich wieder einmal Spaß, ein Spiel unserer Eishockey-Nationalmannschaft zu sehen. Dieses Spiel war von Beginn an ein spannendes mit hohem Tempo und zwei gut spielenden Teams. Die Niederlage war am Ende etwas unglücklich - zumal das Spiel im Penaltyschiessen entschieden wurde. Da brauchst du halt immer das nötige Glück und das hatten die DEB-Cracks nicht gehabt. Dennoch kann man zufrieden sein mit der Leistung. Das war wohl auch Bundestrainer Uwe Krupp, der am Ende auch mal wieder lächeln konnte. Das hatte man lange nicht gesehen bei Uwe Krupp.

Beim DEB-Team gaben Torwart Rob Zepp (Eisbären) und Verteidiger Jakub Ficenec (Ingolstadt) ihr Debüt.

Bereits nach zwei Minuten hatten die Deutschen das erste Powerplay - nach einer Strafe gegen den Heilbronner P.J. Fenton. Das Überzahlspiel sah sehr ordentlich aus und in diesem hatten sie auch eine richtig gute Chance. Nach klasse Pass von T.J. Mulock hatte Andre Reiss die Chance zur Führung, doch er scheiterte.
Fortan die Deutschen richtig gut drin im Spiel, mit Zug zum Tor und guten Torchancen. Die USA war überhaupt noch nicht richtig da.
Das änderte sich aber in Minute Sieben. Denn da hatten die US-Boys ihre ersten guten Torchancen. Zunächst schoss Noah Clarke knapp am Tor vorbei, wenig später rettete Rob Zepp gegen Cook in höchster Not. Jeff Hamilton hatte ihn toll am langen Pfosten angespielt, doch Zepp kam mit den Schonern noch rüber.
Die Amerikaner setzten sich nun fest im deutschen Drittel und machten Druck. Rob Zepp musste in dieser Phase noch ein weiteres Mal klären. Bereits jetzt deutete sich an, dass man mit Zepp ein großen Rückhalt im Tor hat, der dem Team weiterhelfen kann.
Nach acht Minuten die Deutschen zum ersten Mal in Unterzahl, doch die US-Boys mit keinem guten Powerplay. Dafür hatte Michael Wolf nach tollem Zuspiel von T.J. Mulock eine gute Chance in Unterzahl, doch er schoss knapp vorbei.
Nun wurde es ein wenig ruhiger auf dem Eis und vor den Toren. Beide Teams kamen kaum noch zu Chancen, das Spiel spielte sich fortan in der neutralen Zone ab.
Erst fünf Minuten vor dem Ende gab es auf beiden Seiten wieder gute Chancen. Zunächst schoss Justin Morrisson knapp vorbei, auf der anderen Seite zielte Yannic Seidenberg kanpp übers Tor. Die Deutschen hatten nun eine kleine, kurze Drangphase .
Als sich alle Fans in der Münchener Olympiahalle (knapp 6 000 waren es) schon auf ein 0:0 nach dem ersten Drittel einrichteten, fiel doch noch ein Treffer. Zwei Sekunden (!) vor der ersten Pause schoss Derek Damon von der Seite auf´s Tor, der Puck prallte an den Pfosten, von dort an Zepp seine Schoner und von dort aus rein ins Tor. Ein bitterer Gegentreffer so kurz vor der Pause und zugleich noch ein unglücklicher von der Entstehung her.
Die Fans waren trotzdem zufrieden mit dem ersten Drittel und honorierten die Leistung der Deutschen mit Beifall.

Kurios begann der zweite Abschnitt. Das DEB-Team und die Schiedsrichter (Reichert/D und Stricker/SUI) waren bereits auf dem Eis, die 15 Minuten Pausenzeit waren schon abgelaufen und das Team der USA war noch nicht zurück auf dem Eis. Was folgte, war eine zwei Minuten Bankstrafe gegen die Amerikaner, weil sie zu spät auf dem Eis waren. Sowas habe ich auch noch nie gehört, scheint aber den Regeln entsprechend richtig zu sein. Zumal gesagt wurde, dass die beiden Kabinen nur wenige Meter auseinander lagen. Der Trainer der US-Boys regte sich darüber bei den Schiri´s auf, doch es brachte ihm nichts. Sie blieben bei ihrer Entscheidung. Eine harte, aber vertretbare, wie ich finde.
Das DEB-Team konnte aber aus dem Powerplay nichts machen.
In der 23. Minute zog Moritz Müller von der blauen Linie einfach mal ab und Jean-Marc Pelletier hatte bei diesem Schuss so seine Probleme - Glück für die USA.
Im Gegenzug 2 auf 1-Konter der USA und Justin Morrisson mit dem 0:2. Da stimmte die Zuordnung auf dem Eis überhaupt nicht.
Doch das deutsche Team war überhaupt nicht geschockt, wie es vielleicht in jüngster Vergangenheit noch gewesen wäre. Nein, sie spielten weiter gut nach vorn und suchten ihre Chancen.
Und nur wenige Sekunden später wären sie auch beinahe für ihre Mühen belohnt worden, doch Yannic Seidenberg scheiterte nach Pass von T.J. Mulock an der Latte - Bitter.
Doch die Deutschen kämpften weiter verbissen um jeden Puck. In der 26. Minute erkämpfte sich Thomas Greilinger den Puck, zog Richtung Tor und passte dann vor´s Tor. Dort stand Kai Hospelt und der schoss den Puck irgendwie ins Tor. In der Zeitlupe war gut zu sehen, dass der Puck unter den Schonern von Pelletier durch ging. Aber in solchen Spielen brauch man dann auch mal das nötige Quäntchen Glück. Und dass der Ausgleich verdient war, daran gab es keine Zweifel.
Doch statt den Schwung durch den Anschlusstreffer zu nutzen und nachzusetzen, fingen sich die Deutschen ein dumme Strafzeit ein - Marcus Kink musste für zwei Minuten wegen Halten´s raus.
Doch auch dass schien sie nicht zu stören. T.J. Mulock erkämpfte sich im eigenen Drittel klasse den Puck, stürmte Richtung Pelletier. Kurz vorm Tor wurde er von einem US-Verteidiger gestört, doch der Ami spitzelte den Puck auf die Kelle zurück von Mulock und der schoss ihn klasse rein - 2:2. Beim Jubel merkte man den DEB-Jungs die Erleichterung an.
Die Jungs von Uwe Krupp waren jetzt natürlich richtig motiviert, die USA waren geschockt und kamen überhaupt nicht in ihre PP-Formation. Denn sie hatten ja immer noch Überzahl.
Auch die Stimmung wurde jetzt richtig gut in der Olympiahalle. Die Zuschauer standen hinter ihrem Nationalteam. Auch ihnen machte es wieder Spaß, dem Team zuzugucken.
Neun Minuten vor der zweiten Pause die nächste kuriose Strafe gegen die USA. Diesmal kassierte Jean-Marc Pelletier zwei Minuten, weil er das Tor absichtlich verschoben haben soll. Ob man ihm da wirklich Absicht unterstellen kann, bleibt dahin gestellt. Aber es war schon die dritte Szene, wo er das Tor in diesem Spiel verschob.
Die Deutschen konnten dieses Powerplay nicht nutzen.
In der 34. Minute gab es eine kleine Rangelei zwischen Wolf und Hamilton - beide bekamen zwei Minuten dafür.
Eine Minute später vertändelte Michael Bakos vor dem eigenen Tor den Puck, Rob Zepp musste zweimal in höchster Not retten.
Zum Ende des zweiten Drittels hin die Deutschen mit einer Drangphase, doch ein Tor wollte ihnen nicht gelingen.
Sekunden vor der zweiten Pausensirene noch mal die US-Boys mit einer Chance, doch Zepp hielt den Schuss von Brett Engelhardt.
Mit einem 2:2 ging es in die Pause.

Zu Beginn des letzten Drittel´s die USA pünktlich aus der Kabine. Man hatte also die Lehren aus dem Fehler zu Beginn des zweiten Drittels gezogen.
Das DEB-Team kam besser aus der Kabine, suchte den Weg zum Tor und setzte das US-Team unter Druck. Doch es brachte ihnen kein Tor ein.
Die USA hatte nach 44 Minuten Powerplay. Es war ein druckvolles Powerplay, doch so richtig Torgefahr konnten sie damit nicht entfachen. Doch durch das Überzahlspiel waren die USA nun auch wieder besser im Spiel drin.
In der 48. Minute hatten die Fans beinahe erneut Grund zum Jubeln. Was war passiert? Michael Wolf spielte Yannic Seidenberg an, der schoss auf´s Tor und der Puck ging unter den Schonern von Pelletier hin durch. Doch er blieb auf der Linie liegen - Pech für das DEB-Team, die eine Führung zu diesem Zeitpunkt absolut verdient hätten.
Acht Minuten vor dem Ende hatten die US-Boys schon zum Jubeln angesetzt. Doch sie hatten ihre Rechnung ohne Rob Zepp gemacht. Joe Motzko spielte Derek Damon vorm Tor klasse an, dieser umkurvte Zepp und schoss auf´s Tor. Er wollte schon zum Jubeln abdrehen, merkte dann aber, dass "Zepper" den Puck in seiner Fanghand hatte. Zepp fuhr auf dem Boden liegend seine Fanghand aus und hielt den Schuss von Damon - ein unglaublicher Save. Die Fans honorierten das mit "Rob Zepp"-Sprechchören und klatschten für diesen Save Beifall.
Sieben Minuten vor dem Ende erhielt Michael Bakos zwei Minuten wegen Spielverzögerung, nachdem er den Puck in Unterzahl absichtlich raus geschossen hatte. Viel schlimmer als die folgende doppelte Unterzahl für das DEB-Team war aber gewesen, dass Bakos mit diesem Schuss einen Zuschauer getroffen hatte. Dieser blutete stark am Kopf, Sanitäter waren sofort zur Stelle und halfen ihm. An dieser Stelle alles Gute an den Zuschauer. Hoffen wir mal, dass da nichts schlimmeres passiert ist. Sowas wünscht man keinem Zuschauer, denn so ein Puck mit voller Wucht an den Kopf zu kriegen, ist bestimmt sehr schmerzhaft.
Das DEB-Team also nach der Strafe gegen Bakos mit zwei Mann weniger. Noch bitterer wurde es, als Felski bei einem Unterzahlbreak seinen Schläger verlor und die Deutschen somit eigentlich nur noch zu Zweit auf dem Eis waren. Denn ohne Schläger kann ein Spieler so gut wie gar nicht helfen. Doch die Jungs von Uwe Krupp überstanden diese gefährliche Phase - auch dank Rob Zepp.
Zwei Minuten vor dem Ende stand erneut Rob Zepp im Mittelpunkt, als er einen 4 auf 2-Angriff der USA entschärfte.
47 Sekunden vor dem Ende des letzten Drittels die Deutschen noch einmal mit Powerplay - Uwe Krupp nahm eine Auszeit. Michael Wolf vergab die letzte Chance in der regulären Spielzeit.

Es ging in die Verlängerung. In dieser waren die Deutschen zunächst das bessere Team - vor allem wegen der 4 gg. 3-Überzahl. Doch sie machten aus dieser Gelegenehit nichts.
In den letzten Sekunden der Overtime hatten auch die US-Boys noch einmal ihre Chancen, doch Zepp ließ nichts mehr zu.

Es ging also ins Penaltyschiessen. John Tripp lief als Erster an - scheiterte aber an Pelletier. Jeff Hamilton war der erste Schütze für die USA - er verwandelte eiskalt. Thomas Greilinger war der nächste Schütze fürs DEB-Team - er verlud Pelletier klasse und glich zum 1:1 im Penaltyschiessen aus. Chris Collins war der zweite Schütze der USA - und auch er traf ohne Probleme - 1:2. Nun musste Michael Wolf treffen, sonst wäre das Spiel vorbei gewesen - und er traf 2:2. Wenn nun Justin Morrisson treffen würde, wäre das Spiel auch zu Ende gewesen - doch er scheiterte an Zepp. Nun begann der Krimi von Vorne - diesmal begann die USA. Jeff Hamilton lief erneut an - und traf erneut. Nun musste Thomas Greilinger unbedingt treffen - doch diesmal scheiterte er und die USA hatten ein spannendes Spiel gewonnen.

Diese Niederlage war unglücklich, das DEB-Team hätte einen Sieg durchaus verdient gehabt. Doch wie bereits gesagt, im Penaltyschiessen braucht man auch mal das nötige Glück.
Die gesamte deutsche Nationalmannschaft zeigte eine starke Leistung, doch besonders stark fand ich Rob Zepp, der mit einigen Paraden die Deutschen im Spiel hielt und die Reihe Mulock - Wolf - Seidenberg, welche stets für Gefahr sorgte,wenn sie auf dem Eis war.

Diese Nationalmannschaft macht wieder Spaß.

Im anderen Spiel des Freitags gewann die Schweiz mit 3:2 gegen die Slowakei. Die Slowaken sind der nächste Gegner der Deutschen heute Abend (19:45 Uhr/ab 19:30 Uhr live im DSF).

Freitag, 6. November 2009

Der Kader vom DEB-Team für den Deutschland Cup 2009

Heute Abend beginnt für die deutsche Eishockeynationalmannschaft mit der Partie gegen die USA (19:15 Uhr/ ab 19:00Uhr live im DSF) der diesjährige Deutschland Cup in der Münchener Olympiahalle.

Uwe Krupp hat für das Turnier 25 Spieler ins Team berufen. Drei Torhüter, acht Verteidiger und 14 Stürmer.

Folgende Spieler bestreiten ab heute Abend den Deutschland Cup:

Torhüter:

32 Dimitri Pätzold (ERC Ingolstadt)
44 Dennis Endras (Augsburger Panther)
72 Rob Zepp (Eisbären Berlin)

Verteidiger:

3 Jason Holland (DEG Metro Stars)
5 Korbinian Holzer (DEG Metro Stars)
7 Chris Schmidt (Adler Mannheim)
8 Sebastian Osterloh (Frankfurt Lions)
22 Michael Bakos (ERC Ingolstadt)
38 Jakub Ficenec (ERC Ingolstadt)
91 Moritz Müller (Kölner Haie)
96 Andre Reiss (Hannover Scorpions)

Stürmer:

9 Manuel Klinge (Kassel Huskies)
11 Sven Felski (Eisbären Berlin)
12 Thomas Holzmann (Kassel Huskies)
15 Travis James Mulock (Eisbären Berlin)
16 Michael Wolf (Iserlohn Roosters)
18 Kai Hospelt (Grizzly Adams Wolfsburg)
20 Patrick Reimer (DEG Metro Stars)
21 John Tripp (Hamburg Freezers)
24 André Rankel (Esbären Berlin)
25 Marcel Müller (Kölner Haie)
36 Yannic Seidenberg (Adler Mannheim)
39 Thomas Greilinger (ERC Ingolstadt)
50 Patrick Hager (Krefeld Pinguine)
75 Marcus Kink (Adler Mannheim)

Der ERC Ingolstadt und die Eisbären Berlin stellen mit je vier Spielern den größten Anteil.

Na dann drücken wir mal heute Abend dem deutschen Team die Daumen. Das Turnier gilt als erste Standortbestimmung für Olympia 2010, wenn gleich man sagen muss, dass die USA und auch die Schweiz zu Olympia mit völlig anderen, viel stärkeren Kadern auflaufen werden.

Donnerstag, 5. November 2009

Die Eisbären waren los

Heute waren die Eisbären Berlin zu Besuch im Rathaus-Center Pankow - anlässlich des zehnten Geburtstages des Center´s. Und ich muss sagen, es hat sich gelohnt vorbeizuschauen.

Es war für jeden etwas dabei. Sowohl für Groß als auch für Klein. Ab 15:00 Uhr konnte man sein Glück an der Eishockeytorwand versuchen. Das original Eishockeytor war abgedeckt mit einer Plane, wo natürlich drei Löcher drin waren. Die musste man treffen. Zur "Irritierung" war auf der Plane Ex-Eisbären-Torwart Youri Ziffzer abgebildet (siehe Foto).
Schien aber Buschi (Teammitglied von eisbaerlin.de) nicht zu irritieren. Sie traf gleich zweimal rein. Buschi war vor mir dran, insofern war ich natürlich gefordert. Denn dass wollte ich nicht auf mir sitzen lassen und wollte selber treffen. Dies war mir aber nicht vergönnt und ich muss mir jetzt halt die hämischen Sprüche anhören. Ist aber nur spaßig gemeint.

Was war sonst noch so los bzw. wie konnte man sich die Zeit bis 17:00 Uhr (Beginn der Autogrammstunde) vertreiben? Zum einen konnte man sich die Meister-DVD 2009 ansehen. Oder aber man machte Fotos mit Maskottchen Bully und dem Meisterpokal. Von den vier gewonnen Meisterpokalen der Eisbären waren im übrigen zwei vor Ort.
Um noch einmal auf die Sache mit den Fotos mit dem Maskottchen zurück zu kommen. Diese konnte man sich vor Ort beliebig oft ausdrucken lassen - und das ganze kostenlos!
Natürlich konnte man sich diese Fotos, aber auch andere Gegenstände (eine Brotbüchse habe ich da z.B. gesehen...), von Bully unterschreiben lassen.
Wem dass alles nichts war, der hielt sich die Zeit bis zur Autogrammstunde im Center auf - genügend Geschäfte gab es ja.

Um kurz nach 17:00 Uhr - war mir ja klar, dass die Eisbären auch diesmal nicht pünktlich beginnen würden - kamen dann endlich die Spieler und Offiziellen. Dabei waren Eisbären-Urgestein Hartmut Nickel, Co-Trainer Jeff Tomlinson, Alexander Weiß und Constantin Braun (der nach eigener Aussage am 13.11 in Köln sein Saisondebüt gibt).
Diese ließen nun die Stifte glühen und sich zugleich auch noch fotografieren.

Einen Überraschungsgast - wenn man es so nennen darf - war aber auch noch da. Dieser wurde aber kaum von den anderen Fans erkannt. Jedenfalls waren es nur ganz wenige, die sich einmal zu ihm hin bewegten. Es handelte sich um den Ex-Eisbären-Spieler Norman Martens (siehe Foto), welcher jetzt beim Ligakonkurrent ERC Ingolstadt spielt.
Auf jeden Fall fühlt er sich bei seinem neuen Team wohl. Auf die Frage, ob sie denn diese Saison die Playoffs erreichen, meinte er zu mir nur, dass das Viertelfinale das Ziel ist.
Ich meinte dann zu ihm, dass es dann gegen die Eisbären geht, oder nicht? Dazu sagte er nur, wenn möglich nicht... Warum bloß nicht?




Im Großen und Ganzen war es ein gelungener Nachmittag im Rathaus-Center.

Hier ein paar Fotos vom Nachmittag:








Der Meisterpokal wartet auf seine Besitzer - zumindest auf einen Teil.











Maskottchen Bully mit dem Meisterpokal. Also in seinen Händen sieht der Pott ja richtig klein aus...












Wenn schon das Maskottchen der Eisbären vor Ort ist, dann darf das Maskottchen des Rathaus-Centers nicht fehlen. Das ist die Rat-Maus.












Nicht nur Groß und Klein haben sich beim Torwandschiessen versucht, nein, auch die gaaaaanz großen Leute... Mit Erfolg, sie trafen relativ oft in ihren Versuchen.









"Tine" Braun und Alex Weiß scherzen bei der Autogrammstunde.










Jeff Tomlinson und Hartmut Nickel bei der "Arbeit".

Morgen beginnt der Deutschland Cup - 11 DEL-Legionäre dabei

Morgen beginnt der Deutschland Cup in München. Dabei triftt das DEB-Team auf die Schweiz, die USA und die Slowakei.

Neben den Spielern aus der DEL, die für Deutschland spielen, sind weitere 11 Spieler aus der DEL bei diesem Turnier dabei.

Alleine zehn Spieler verstärken das Team der USA. Dies sind: Jean Marc Pelletier (Hamburg), Andy Hedlund (Mannheim), Tim Hambly (Ingolstadt), Jon Insana (Iserlohn), Chris Collins (Augsburg), Derek Damon (Kassel), Joe Motzko (Ingolstadt), Eric Meloche (Straubing), Josh Langfeld (Frankfurt) und Brett Engelhardt (Augsburg).
Zudem ist aus der zweiten Liga P.J. Fenton von den Heilbronner Falken dabei.

Immerhin ein Spieler aus der DEL wurde von den Slowaken für den Deutschland Cup berufen. Ivan Ciernik von den Kölner Haien ist dies.

Für das DEB-Team sind vier Spieler von Meister Eisbären Berlin dabei. Dies sind Rob Zepp (gibt sein Debüt), Sven Felski, T.J. Mulock und André Rankel.

Favorit auf den Turniersieg sind die Schweizer. Den größten Teil für die Eidgenossen stellt das NLA-Team SC Bern (5 Spieler). Verstärkt werden die Schweizer noch von je einem Spieler aus der russichen Liga und der schwedischen.

Mein Tipp für den Endstand des Deutschland Cup´s 2009:

1. Schweiz
2. Deutschland
3. USA
4. Slowakei

Mittwoch, 4. November 2009

Die Eisbären sind los!

Morgen findet im Rathaus-Center Pankow eine Autogrammstunde des Deutschen Eishockeymeisters Eisbären Berlin statt.
Dort werden ab 17:00 Uhr u.a. die Co-Trainer Hartmut Nickel und Jeff Tomlinson sowie die Stürmer Constantin "Tine" Braun und Alex Weiß die Stifte glühen lassen.

Wer sich die Wartezeit bis zum Eintreffen der Spieler und Offiziellen verkürzen will, der findet sich einfach schon zwei Stunden vorher, also 15:00 Uhr, ein. Denn ab dort kann man mal selber "Profi" sein. Jeder kann sein Glück beim Schießen auf ein original Eishockeytor versuchen.

Da ist also für jeden etwas bei. Für Groß und Klein, für Autogramm- und Fotojäger, und, und, und...

Also, wir sehen uns morgen im Rathaus Center...



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Eisbären live im Free-TV!!!

Gute Nachrichten für alle Eisbären-Fans - und natürlich auch für alle Mannheimer Fans. Der Fernsehsender Eurosport wird am Dienstag, dem 01. Dezember 2009, die Partie der Eisbären Berlin gegen die Adler Mannheim live übertragen. Da hat man sich die richtige Partie ausgesucht: Deutscher Meister gegen DEL-Rekordmeister.

Nur zwei Wochen später überträgt Eurosport bereits die nächste Partie live aus der DEL. Dann wird das Spiel der Kölner Haie gegen den ERC Ingolstadt gezeigt.

Bereits in der vergangenen Saison hatte Eurosport Spiele aus der Deutschen Eishockey Liga live übertragen.
Dass sie es nun in dieser Saison fortsetzen, finde ich sehr gut. Da wird rechtzeitig vor dem für Eishockeyfans wichtigen Jahr 2010 genügend Eishockey live im Free-TV gezeigt. Wie sicher allen bekannt ist, finden im kommenden Jahr zwei Höhepunkte statt. Zum einen die olympischen Spiele und zum anderen die Weltmeisterschaft im eigenen Land mit dem Rekord-Eröffnungsspiel in der Veltins-Arena auf Schalke.

DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke sagte zur Liveübertragung im Free-TV von zwei Spielen folgendes:

"Wir sind erfreut, auch in der laufenden Saison wieder eine Vereinbarung über Free-TV-Spiele mit Eurosport getroffen zu haben. Davon erhoffen wir uns insbesondere aufgrund der attraktiven Duelle in Köln und Berlin eine ebenso gute Resonanz wie in der vergangenen Spielzeit und noch mehr Interesse für das deutsche Eishockey in einer Saison mit Olympia und Heim-WM."

Bereits am kommenden Wochenende gibt es Liveübertragungen vom Deutschland Cup. Am Freitag überträgt das DSF die Auftaktpartie der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft gegen die USA (19:15 Uhr).
Einen Tag später zeigen sie dann die Partie Deutschland gegen die Slowakei (19:45 Uhr).
Diese beiden Spiele werden jeweils in voller Länge gezeigt. Vom Sonntagspiel gegen die Schweiz zeigt das Bayerische Fernsehen das letzte Drittel in voller Länge. Zuvor gibt es die ersten beiden Drittel in einer Zusammenfassung (ab 14:45 Uhr).

In Kürze sehen wir also jede Menge Eishockey im Free-TV. Eishockey-Herz, was willst du mehr... Und dass rechtzeitig zur kalten Winterzeit...


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Montag, 2. November 2009

DEL, 18. Spieltag: Sensation: Hamburg hat gewonnen - Augsburg deklassiert Köln in deren Halle

Der 18. DEL-Spieltag brachte eine Sensation mit sich. Die Hamburg Freezers haben endlich mal wieder ein Spiel daheim gewonnen. Gegen die DEG Metro Stars siegten die Hanseaten mit 2:1 n.V.
John Tripp schoss die Freezers in der 64. Minute zum Sieg und ließ die arg gebeutelten Fans endlich mal wieder daheim jubeln.
Dennoch bleiben die Hamburger Letzter in der Tabelle.

Denn die Thomas Sabo Ice Tigers haben nach neun Pleiten in Folge auch mal wieder gewonnen. Mit 3:2 setzten sich die Ice Tigers in Iserlohn durch. Diese rutschen so nach und nach wieder runter in den Tabellenkeller. Brad Leeb und Eric Chouinard drehten im letzten Drittel einen 1:2-Rückstand um und feierten damit auch mal wieder einen Sieg.

Wenn die beiden Teams - Hamburg und Nürnberg - gewinnen, dann dürfen wir nicht fehlen. Dass werden sich die Straubing Tigers gesagt haben und haben deshalb auch gewonnen. Gegen Krefeld gab es einen 2:1-Sieg - der vierte in Folge, dass zweite Sechs-Punkte-Wochenende in Folge. Mit großen Schritten nähern sich die Tigers den Pre-Play-Off-Rängen an. Wer hätte das gedacht.
Mapletoft und Ramsay drehten die Krefelder Führung durch Hager am Ende noch um.

Ein Null-Tore-Wochenende erlebten die Kölner Haie. Der 0:4-Pleite am Freitag beim Derby in Düsseldorf folgte gestern eine herbe 0:5-Klatsche in eigener Halle gegen den derzeitigen Angstgegner Augsburg.
Während Augsburg den Spitzenteams Eisbären und Mannheim auf den Fersen bleibt, müssen die Haie sich wieder Richtung Tabellenkeller orientieren.

Hinter den Panthern in der Tabelle stehen die Grizzly Adams Wolfsburg, welche in Kassel mit 5:2 siegten. Überragender Akteur war John Laliberte von den Grizzly´s - er erzielte drei Tore (einen Hattrick also).
Wolfsburg ist damit nun Vierter, Kassel Achter.

Spannend machten es die Frankfurt Lions in ihrer Partie gegen den ERC Ingolstadt. Jeff Ulmer glich 18 Sekunden (!) vor der Schlusssirene zum 4:4 aus. Diesen Motivationsschub nahmen sie mit in die Overtime. In dieser entschied Nicholas Angell mit seinem Treffer zum 5:4 die Partie.
Ingolstadt lag bereits mit 4:2 in Führung, musste sich aber am Ende mit einem Punkt begnügen.


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Sonntag, 1. November 2009

5:2 - Eisbären zeigen, wer die wahre Nummer 1 ist!



2:5 (1:1, 0:2, 1:2)




Die Eisbären Berlin haben das DEL-Spitzenspiel souverän mit 5:2 gewonnen und damit die Tabellenführung zurück erobert. Bei noch zwei Spielen weniger sollte der Konkurrenz Angst und Bange werden.

Vor dem Spiel die Fans der Mannheimer mit einer beeindruckenden Choreographie. Weniger "hübsch" war das Spruchband, wo drauf stand: "Heulsuse Hördler". Hördler war dadurch nur noch motivierter als ohnehin schon.

Die Eisbären waren zu Beginn die klar bessere Mannschaft und setzten Mannheim stark unter Druck. Bereits nach einer Minute die erste Chance durch Andy Roach, doch Frederick Brathwaite im Adler-Tor hielt den Puck.
Doch nur eine Minute später war er machtlos, als sich Denis Pederson im Drittel der Adler durchtankte und per Rückhand einschoss (2.). Das 1:0 - oder doch nicht? Schiedsrichter Martin Reichert fuhr zum Videobeweis. Der Puck schlug kurz ein und flog gleich wieder raus. In Echtzeit schwer zu sehen für den Schiri. Nach Ansicht des Videobeweises entschied er korrekterweise auf Tor für Berlin.
Die Eisbären durch dieses Tor nun noch mehr beflügelt. Sie schnürten die Mannheimer in deren Drittel ein. Die Kurpfälzer konnten sich nur mit unerlaubten Weitschüssen (Icing´s) helfen. Davon machten sie in den ersten drei Minuten gleich sieben. Dies quittierten die Fans mit Pfiffen. Dass sie (die Mannheimer) sich damit nur selber schadeten, schien ihnen anscheinend nicht bewusst zu sein. Denn die neue Regel besagt, dass eine Mannschaft, welches ein Icing verübt, danach nicht wechseln darf. Dass kostete natürlich sehr viel Kraft, doch die Eisbären konnten daraus kein Kapital schlagen.
Die Eisbären nahmen in der Folge zu viele Strafen, womit sie Mannheim ins Spiel brachten. Doch das erste Powerplay der Adler war nicht gefährlich, sie kamen nicht in Position. Die Eisbären hatten durch Frank Hördler sogar ein Unterzahlbreak, doch "Nante" scheiterte an Brathwaite.
Nach sieben Minuten die Eisbären zum ersten mal in Überzahl. Dieses Powerplay sah besser aus als dass der Adler. Die Eisbären hatten durch Pederson (2), Degon und Felski gute Chancen, doch Brathwaite hielt weiter stark.
Nach Ablauf der Strafe gab es eine Strafzeit gegen den EHC. Und diesmal waren die Mannheimer wesentlich stärker als im ersten Überzahlspiel. Scalzo und Papineau testeten Eisbären-Goalie Rob Zepp, doch dieser hielt gut.
Doch neun Sekunden vor Ablauf der Strafe gegen Roach trafen die Kurpfälzer doch noch ins Tor. Justin Papineau passte klasse rüber zu Scott King und der vollendete zum 1:1 - sein 10. Saisontor (11.).
Nach diesem Tor fanden die Gastgeber zunehmends besser ins Spiel und setzten den EHC unter Druck.
In der 14. Minute gab es aber den Aufreger der Partie. Als alle auf das folgende Bully warteten, gab der sonst sehr gut pfeiffende Schiri Martin Reichert Eisbär Jeff Friesen eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Dieser soll Yannick Seidenberg beim hinaus fahren zur Spielerbank einen Stockstich verpasst haben. Wie aber die Fernsehbilder von Sky zeigten, war es kein Stockstich von Friesen. Dieser berührte Seidenberg lediglich leicht. Dafür hätte man höchstens zwei Minuten geben können - wenn überhaupt.
Die Adler spielten druckvoll, konnten sich aber kaum gefährliche Torchancen erspielen.
Eine halbe Minute vor Drittelende hatte Florian Busch nochmal die Riesenchance zur Führung, doch er scheiterte am glänzend aufgelegten Brathwaite.
Mit einem 1:1 ging es in die erste Drittelpause.

Zu Beginn des zweiten Drittels agierten beide Teams zunächst ruhiger als zum Ende des ersten Drittels. Erst nach fünf Minuten gab es die erste richtige Torchance. Doch Richie Regehr vergab.
Eine Minute später schoss erneut Richie Regehr aufs Tor, seinen Schuss von der blauen Linie fälschte Eisbären-Kapitän Steve Walker unhaltbar für Brathwaite ab - 2:1 für Berlin (26.). Sein elftes Saisontor und sein 200. (!) in der DEL. Damit ist er einer von sechs Spielern, die bisher über 200 mal in der DEL trafen. Mike Bullard, Dwayne Norris, Wally Schreiber, Robert Hock und Martin Jiranek sind die anderen.
Fortan war die Partie weiter sehr rasant und spannend. Berlin wirkte einen Tick frischer als Mannheim. Mag vielleicht auch daran gelegen haben, dass Mannheim Freitag im Einsatz war und die Eisbären nicht.
In der 33. Minute erhöhte André Rankel auf 3:1. Er traf aus spitzem Winkel, ein Traumtor.
Nach diesem Tor waren die Adler in Überzahl - Regehr saß zwei Minuten wegen Stockschlag´s. Scalzo zog von der blauen Linie ab, der Puck prallte an den Pfosten, trudelte auf der Linie entlang und prallte vom anderen Pfosten heraus. Da hatten die Eisbären sehr viel Glück gehabt. Aber dass brauch man im Sport auch mal.
Fünf Minuten vor dem Drittelende hatten die Mannheimer bei einem 5 gg. 3-Überzahlspiel die große Chance zum Verkürzen. Sie agierten zwar druckvoll, kamen aber nicht so wirklich zu einer gefährlichen Torchance.
Somit blieb es beim 3:1 nach zwei Dritteln.

Zu Beginn des letzten Drittels kamen die Mannheimer druckvoller aus der Kabine, Berlin fand erst nach und nach ins Spiel.
Nach acht Minuten hatten die Eisbären Powerplay, doch sie machten aus diesem nichts.
Zehn Minuten vor dem Ende des Spiels tanzte "Buschi" klasse den Mannheimer Verteidiger Felix Petrmann aus, passte rüber zu Denis Pederson und der vollendete eiskalt zum 4:1 - sein achtes Saisontor.
Zwei Minuten später musste Seidenberg für zwei Minuten auf die Strafbank - nach einem Ellbogencheck.
Die Eisbären nutzten dieses Powerplay aus und erhöhten auf 5:1. Florian Busch tankte sich ins Drittel der Adler, schoss aufs Tor, der Puck trudelte unter Brathwaite´s Schoner durch und rutschte gaaaaanz langsam Richtung Torlinie. Brathwaite drehte sich um und gab dem Puck dadurch den entscheidenden Stoß. Der Puck landete im Tor - doch Schiri Reichert fuhr erneut zm Videobeweis. Erneut entschied er auf Tor.
Als Brathwaite sah, dass der Puck im Tor lag, war er so frustriert, dass er Buschi noch mit seiner Kelle von den Beinen holte. Dafür bekam er folgerichtig zwei Strafminuten. Daraus machten die Eisbären allerdings nichts.
Eine Minute vor dem Spielende gab es noch eine Schlägerei zwischen Adler Seidenberg und Eisbär Daniel Weiß. Beide durften mit 2+2+10 Minuten vorzeitig duschen gehen. Da nur noch eine Minute zu spielen war, brauchten beide nicht mehr auf die Strafbank zu gehen.
Nach dieser Schlägerei wurden die Mannheimer Fans dann doch mal wieder wach. Sie besangen ihren "besten Freund" Frank Hördler: "Alle auf die 7..."
Als Hördler dann zur Bank fuhr schallte ihm entgegen: "Feigling, Feigling, Feigling..."
18 Sekunden vor dem Ende hatten die MERC-Fans dann aber doch noch Grund zum Jubeln. Justin Papineau verkürzte auf 2:5. Einige Fans bejubelten dieses Tor so euphorisch, dass man denken konnte, die Adler würden nun eine Aufholjagd starten. Angesichts von nur noch 18 Sekunden Spielzeit zauberte mir dies nur ein müdes Lächeln ins Gesicht.

Am Ende feierten die Eisbären einen absolut verdienten Sieg in Mannheim und die Rückeroberung der Tabellenspitze. Auch die mitgereisten EHC-Fans (ca. 150 schätze ich) feierten ausgelassen.

Damit gehen die Eisbären als Tabellenführer in die zweiwöchige Länderspielpause.

Den Satz des Tages lieferte aber Eisbären-Stürmer André Rankel:

"Ein Spitzenteam verliert nie zweimal in Folge."

Recht hat er. Habe ich ja heute Vormittag auch geschrieben, dass der Sieger bereits fest steht. Denn das letzte Saisonspiel verloren die Eisbären in Augsburg mit 4:6.... Tja, war dann halt doch leicht vorherzusagen...


Heute DEL-Spitzenspiel in Mannheim








Heute um 16:45 Uhr beginnt in der SAP-Arena das absolute DEL-Spitzenspiel des 18. Spieltages. Dabei empfängt DEL-Rekordmeister Adler Mannheim (5 Titel) das erfolgreichste deutsche Eishockeyteam dieses Jahrtausends - die Eisbären Berlin (4 Titel).

Diese Spiele sind immer sehr spannend und vor allem giftig, denn beide Teams können sich überhaupt nicht leiden. Dass gleiche gilt auch für die Fans beider Mannschaften.

Heute treffen die beiden Erzrivalen bereits zum 80. mal aufeinander. Es wird also ein Jubiläumsspiel. An die letzte Partie haben die Eisbären - und auch ich - noch sehr gute Erinnerungen. Im März diesen Jahres gewannen die Eisbären im vierten Halbfinalspiel mit 6:4 (nach 2:4-Rückstand) in Mannheim und feierten den Finaleinzug. Dieses Spiel war das Beste, welches ich in den letzten Jahren gesehen habe.

So was wünsche ich mir heute auch, ich werde mir die Partie bei Sky live angucken.

Mannheim scheint rechtzeitig zum ersten Vergleich mit den Eisbären in dieser Saison in Fahrt zu kommen. Am Freitag besiegten sie daheim im Derby Frankfurt mit 2:1. Dadurch eroberten die Adler mit zwei Punkten Vorsprung auf Berlin die Tabellenspitze. Allerdings hat Mannheim schon zwei Spiele mehr bestritten als der EHC, insofern ist dies noch nicht so aussagekräftig.
Aber Mannheim kann den Vorsprung heute auf die Eisbären auf fünf Punkte ausbauen. Und dass vor der Länderspielpause nach diesem Spieltag.

Doch die Eisbären werden was dagegen haben und werden selbst das Spiel gewinnen wollen. Doch dafür muss man heute disziplinierter als letzten Sonntag in Augsburg auftreten. Denn Mannheim ist ein Team, welches solche Überzahlspiele schnell ausnutzt.

Was aber Mut macht ist der Fakt, dass die Eisbären in dieser Saison noch nie zweimal in Folge verloren haben. Von daher steht der Sieger ja heute schon fest... Wenn dass so einfach wäre, wäre das schön. Aber ich erwarte ein sehr enges und spannendes Spiel, welches wohl nur mit einem Tor Unterschied ausgeht. Ich kann mir gut vorstellen, dass es heute in die Verlängerung geht.

Zudem gibt es heute ein Wiedersehen mit dem zweifachen Meisterbär Nathan Robinson. Der kam vor zwei Jahren aus Mannheim - als Meister und Pokalsieger - nach Berlin und kehrte nach der letzten Saison wieder zurück nach Mannheim - als zweifacher Meister und Pokalsieger (einmal).
Robinson gewann also mit seinen Teams in den letzten drei Jahren die Deutsche Meisterschaft. Aus Eisbärensicht kann man nur hoffen, dass diese Serie in dieser Saison ein jähes Ende finden wird.

So, aber nun genug geschrieben. Jetzt freue ich mich nachher auf ein schönes Spiel. Möge der bessere gewinnen. Dass werden dann aber hoffentlich die Eisbären sein...