Montag, 4. Oktober 2010

Ingolstadt entlässt Trainer

Die DEL-Saison 2010/2011 hat den ersten Trainerrausschmiss zu verzeichnen. Dass dieser ausgerechnet beim ERC Ingolstadt passieren würde, hätte vor Saisonbeginn wohl kaum Einer erwartet. Schließlich galt der ERCI als Geheimfavorit auf den Titel.

Doch nun ist es passiert. Der ERCI feuerte nach der gestrigen 2:4-Niederlage gegen die DEG Metro Stars ihren Trainer Greg Thomson. Mit Platz 10 ist man in Ingolstadt alles andere als zufrieden.
Sportdirektor Jim Boni sagte folgendes zur Trainerentlassung:

„Nach dem schwachen Auftritt gestern Abend haben wir uns zu dem Schritt entschieden. Nicht nur die Bilanz mit elf Punkten aus neun Spielen ist für uns unbefriedigend, vielmehr auch die Tatsache, dass sich das Team seit Beginn der Vorbereitung nicht spürbar weiterentwickelt hat. Die fehlende Konstanz und die zum Teil erheblichen Leistungsschwankungen in einzelnen Spielen lassen sich mit unserem Saisonziel, der direkten Play-off-Qualifikation, nicht in Einklang bringen.“

Als Nachfolger ist ein DEL-erfahrener Trainer im Gespräch. Es handelt sich um den Ex-Frankfurter Rich Chernomaz, der bis zum DEL-Aus der Hessen dort Trainer war.
Mit ihm würde dem ERCI ein guter Griff gelingen, denn Chernomaz gilt als ein ausgesprochen guter Trainer, der aber auch sehr streng werden kann. Mit den Frankfurt Lions gewann Chernomaz 2004 den DEL-Titel. Er weiß also, wie man in der DEL Meister wird.

Quelle

Sonntag, 3. Oktober 2010

10. Spieltag: Torfestival in Augsburg - Iserlohn mit Befreiungsschlag


Saison 2010/2011: 10. Spieltag


Am 10. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hat Vizemeister Augsburg bei seiner Heimpremiere gegen Meister Hannover verloren. Iserlohn gelang ein Befreiungsschlag, während Krefeld in der letzten Minute sicher geglaubte drei Punkte verspielte.

Augsburg vs. Hannover 5:7 (1:2, 3:2, 1:3)



Die Augsburger Panther haben sich ihre Heimpremiere der neuen Saison sicher ganz anders vorgestellt. Gegen Hannover unterlag der AEV am Ende mit 5:7 - bereits die zweite Pleite gegen Hannover in der noch jungen Saison.
Es war ein munteres Scheibenschiessen, wo sich beide Teams nahezu immer abwechselten. John Tripp brachte die Scorpions nach sechs Minuten mit 1:0 in Führung. John D´Aversa glich aus (11.), doch Sascha Goc sorgte für die 2:1-Pausenführung des Meisters (16.). Alle drei Tore fielen in Überzahl.
Im Mitteldrittel drehten die Panther die Partie. Barry Tallackson (24.) und Grant Stevenson (26./PP) schossen Augsburg mit 3:2 in Front. Doch nur 25 Sekunden später stand es schon wieder Unentschieden - Thomas Dolak mit dem 3:3. Noah Clarke legte für die Hausherren wieder vor - 4:3 (36.). Aber erneut war es Thomas Dolak gewesen, der den "Spielverderber" spielte - 34 Sekunden später mit dem 4:4.
Im letzten Drittel "durfte" dann Hannover wieder den Anfang machen. Ryan Maki mit dem 5:4 (52.). Doch Grant Stevenson sorgte für das 5:5 (56.). Eine unglaubliche Partie. Chris Herperger entschied dieses Wahnsinns-Eishockeyspiel am Ende mit einem Doppelpack (57./PP und 59./Empty-Net-Goal).


Iserlohn vs. Hamburg 7:3 (1:2, 2:0, 4:1)


Den Iserlohn Roosters ist ein erster Befreiungsschlag gelungen. Gegen die Hamburg Freezers siegten die Sauerländer mit 7:3.
Adrian Veidemann brachte die Hausherren in der zehnten Minute in Überzahl mit 1:0 in Führung. Brett Engelhardt (11.) und Colin Murphy (13./PP) sorgten jedoch für den Dämpfer - 1:2.
Doch ab dem Mitteldrittel spielten nur noch die Roosters, die am Ende des Spiels doppelt so oft wie Hamburg aufs Tor geschossen hatte (52 zu 26!). Jeweils in doppelter Überzahl drehten Shane Joseph (31.) und Michael Wolf (37.) das Spiel - 3:2.
Im letzten Drittel gelang Jason King der 3:3-Ausgleichstreffer (42.). Es sollte das letzte Tor der Freezers gewesen sein. Lasse Kopitz in Überzahl (42.), Pat Kavanagh in doppelter Überzahl (56.), Robert Hock (57.) und Cam Paddock (59.) machten aus dem 3:3 noch ein 7:3.


Krefeld vs. Eisbären 4:3 n.P. (1:0, 0:1, 2:2/0:0, 1:0)


Die Krefeld Pinguine haben gegen ihren Angstgegner, die Eisbären Berlin, mit 4:3 n.P. gewonnen. Allerdings dürften die Seidenstädter damit nicht zufrieden sein, denn es waren drei Punkte drin gewesen. Diese verspielte der KEV aber in der Schlussminute.
Boris Blank brachte Krefeld in der 13. Minute mit 1:0 in Führung. Alexander Weiß glich in der 23. Minute aus - 1:1.
Im Schlussdrittel sahen die Pinguine wie der sichere Sieger aus. Per Doppelschlag schossen Michael Endraß (47.) und Boris Blank (49.) Krefeld mit 3:1 in Führung. Diese Führung hielt bis 46 Sekunden vor Schluss. Da gelang Richie Regehr der 3:2-Anschlusstreffer. Dieser Spielstand hielt nun bis acht Sekunden vor dem Ende. Da gelang Jeff Friesen doch tatsächlich noch der 3:3-Ausgleich für die Hauptstädter - Unglaublich!
Doch dieser Schlussspurt hatte wohl zu viel Kraft gekostet. Herberts Vasiljevs verwandelte als Einziger seinen Penalty und sicherte Krefeld wenigstens noch den Zusatzpunkt.



Ingolstadt vs. Düsseldorf 2:4 (1:1, 0:1, 1:2)


Den DEG Metro Stars haben einen wichtigen Sieg eingefahren. In Ingolstadt gewann die DEG mit 4:2. Dabei konnte erneut Nachwuchs-Goalie Matthias Niederberger überzeugen.
Nach 20 Minuten stand es nach Treffern von Michael Waginger (ERCI/5.) und Evan Kaufmann (17.) 1:1.
Andy Roach schoss die Metro Stars in Minute 33 erstmals in Führung.
Joe Motzko glich in Überzahl zum 2:2 aus (52.). Doch Connor James (52.) und Tyler Beechey (60./ Empty-Net-Goal) sicherten den Sieg der DEG.



Straubing vs. Köln 3:4 n.V. (2:1, 1:2, 0:0/0:1)



Die Kölner Haie haben in Straubing mit 4:3 n.V. gewonnen, sind aber trotzdem ans Tabellenende gerutscht.
Karl Stewart (10./22.) und Justin Mapletoft (18.) waren für die Tigers erfolgreich gewesen. Norman Hauner (18.), Johan Akerman (23./ PP), sowie zweimal Jason Jaspers (31., PP/62.) trafen für den KEC.
Es war eine überharte Partie mit insgesamt 144 Strafminuten gewesen. Vor allem im Mitteldrittel ging es hoch her zwischen beiden Teams, die sich anscheinend "viel zu erzählen hatten".
Michael Baindl und Bill Trew von den Tigers sowie Brett Breitkreuz und Torsten Ankert bekamen nach einer Schlägerei jeweils eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Diese Strafen gab es alle in der 21. Minute. Eric Meloche (Straubing) und James Sixsmith (Köln) erhielten zudem noch eine Disziplinarstrafe.


München vs. Wolfsburg 1:3 (0:3, 1:0, 0:0)



DEL-Aufsteiger EHC München hat gegen die Grizzly Adams Wolfsburg eine 1:3-Heimniederlage einstecken müssen.
Die Partie war bereits nach zehn Minuten entschieden gewesen, denn da führten die Gäste bereits mit 3:0. Kai Hospelt (6.), Blake Sloan (6.) und Jan-Axel Alavaara (10./ PP)) hatten getroffen. Patrick Vogl gelang in der 39. Minute in Überzahl der Ehrentreffer.
Wolfsburg war sehr sicher im Abschluss gewesen. Die Gäste schossen nur 15-mal aufs Tor, dreimal erfolgreich. München schoss 35-mal aufs Tor, traf nur einmal.

Ergebnisse vom Sonntag (03.10.2010)



aktuelle DEL-Tabelle:

10. Spieltag: Spitzenspiele in Augsburg und Krefeld

Saison 2010/2011: 10. Spieltag - Sonntag, 03. Oktober 2010



Am heutigen Sonntag geht es mit dem 10. Spieltag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) weiter. Leider, muss man sagen. Denn wer gestern das Spiel zwischen Mannheim und San José gesehen hat, der wird bestimmt jetzt keine Lust auf DEL-Eishockey haben.
Sechs Spiele stehen heute auf dem Programm, die Adler Mannheim haben selbstverständlich spielfrei.

In Augsburg gibt es Teil Zwei der Neuauflage des Finales von 2010. Die Panther empfangen Hannover. Hannover gewann zu Hause das erste Aufeinandertreffen in dieser Saison mit 4:3.
Für Augsburg ist es das erste Saison-Heimspiel. Die Panther sind derzeit Siebenter und Hannover Fünfter.
Allerdings sieht die Bilanz im Curt-Frenzel-Stadion nicht so gut aus für den AEV. Acht der letzten elf Spiele gingen an Hannover. Es wird also Zeit, die Bilanz etwas zu verbessern.

In Krefeld kommt es zum Duell zwischen dem Vierten Krefeld und dem Sechsten Eisbären. Beide haben am Freitag Niederlagen einstecken müssen. Krefeld in Wolfsburg (3:5) und die Eisbären gegen Straubing (3:4).
Die Hauptstädter sind so etwas für der Angstgegner der Seidenstädter. Der EHC gewann so oft wie kein anderes DEL-Team in Krefeld - 21-mal. Zudem siegten die Berliner in zehn der letzten zwölf Spiele beim KEV und punkteten auch bei einer der zwei Niederlagen.
Wird also nicht einfach für die Pinguine heute.

Das Sky-Livespiel des 10. Spieltages ist heute die Partie des EHC München gegen die Grizzly Adams Wolfsburg. Der Dritte empfängt den Neunten. München ist erstaunlich gut in die Saison gestartet und steht nach acht Spielen bei guten 15 Punkten.
Das Duell gab es zwischen 2005 und 2007 in der 2. Bundesliga. Bisher trafen beide Teams viermal in München aufeinander, die Bilanz ist ausgeglichen - jeder gewann zweimal.

Alle Spiele des 10. Spieltages im Überblick:

Iserlohn vs. Hamburg - 14:30 Uhr - HSR: Aumüller, Hascher

Augsburg vs. Hannover - 18:30 Uhr - HSR: van Gameren

Straubing vs. Köln - 18:30 Uhr - HSR: Yazdi

Ingolstadt vs. Düsseldorf - 18:30 Uhr - HSR: Jablukov

Krefeld vs. Eisbären - 18:30 Uhr - HSR: Vogl

München vs. Wolfsburg - 19:05 Uhr - HSR: Piechaczek

Samstag, 2. Oktober 2010

2:3 n.P. gegen San José - Mannheim mit Super-Leistung

Die Adler Mannheim haben die Sensation knapp verpasst und verloren am Abend in der ausverkauften SAP-Arena mit 2:3 (1:0, 0:0, 1:2/0:0, 0:1) n.P. gegen das NHL-Team San José Sharks. Allerdings brauchen sich die Kurpfälzer nicht als Verlierer fühlen, denn sie machten tolle Werbung für das deutsche Eishockey und verlangten den NHL-Cracks alles, aber auch wirklich alles ab. Penaltyschiessen ist nun einmal eine Glückssache.

Mannheim begann sehr stark und hatte bereits in der ersten Minute zwei gute Chancen, Sharks-Keeper Antti Niemi hielt aber beide Schüsse.
Es war von Beginn an ein Spiel mit hohen Tempo, welches wenige Unterbrechungen im ersten Drittel hatte.
In der vierten Minute kam zum ersten Mal Jubel in der SAP-Arena auf. Manuel Klinge hatte zum 1:0 eingeschossen. Dem Treffer ging ein Fehler von Torwart Niemi hervor, der den Puck nicht festhalten konnte. Von Nathan Robinson kam der Puck zu Manuel Klinge und der hatte keine Probleme, ins leere Tor einzuschiessen.
Mannheim spielte stark auf, ging aggressiv in die Zweikämpfe und störte San José früh. Die NHL-Cracks waren sichtlich beeindruckt, sie konnten ihr Spiel nicht wie gewünscht aufziehen. Dass hatten sie sich sicher ganz anders vorgestellt.
Erst nach acht Minuten hatte San José die erste nennenswerte Chance gehabt. Adler-Keeper Freddy Brathwaite hatte aber keine Probleme mit dem Schuss.
Es folgte eine Druckphase der Sharks, sie setzten sich im Drittel der Gastgeber fest und machten ordentlich Tempo. Aber Mannheim verteidigte defensiv sehr gut und machte es San José so schwer, zum Abschluss zu kommen.
Mit einer 1:0-Führung der Kurpfälzer ging es in die erste Pause. Die Mannheimer wurden mit viel Applaus in die Kabine verabschiedet.

San José kam mit viel Tempo aus der Pause und setzte sich im Adler-Drittel fest. Doch erneut fanden die Sharks kein Mittel gegen die wirklich starke Mannheimer Defensive.
22 Minuten waren nun im Spiel gespielt, da hatte Adler-Verteidiger Mario Scalzo eine gute Chance gehabt, doch er verzog knapp.
Fortan war fast nur noch San José am Drücker. Die NHL-Stars wollten unbedingt den Ausgleich und waren optisch überlegen. Aber sie kamen zu selten zum Abschluss. Wenn sie dann doch mal durchkamen, dann stand Brathwaite im Weg. Er machte ein Riesenspiel.
Nach 30 Minuten war dann Feierabend für Freddy Brathwaite, Lukas Lang kam für ihn ins Tor. Der Wechsel war vorher abgesprochen.
Und Lukas Lang sollte gleich Arbeit bekommen. David Cespiva musste wegen Hohen Stocks für vier Minuten in die Kühlbox.
San José drückte in diesem Powerplay, setzte sich lange im Adler-Drittel fest. Doch das Penaltykilling der Adler war grandios. Sie überstanden die vier Minuten in Unterzahl ohne Gegentor. Dass war beachtlich gewesen, hatte doch San José vor kurzem in einem Pre-Season Game vier mal in Überzahl getroffen (Endstand: 6:2).
Mannheim brachte das 1:0 in die zweite Pause.

Der letzte Abschnitt begann relativ ruhig. Beide hatten zu Beginn nacheinander jeweils ein Powerplay gehabt, doch es war nicht wirklich gefährlich gewesen.
San José war weiterhin die optisch überlegene Mannschaft, doch sie fanden einfach kein Mittel gegen Mannheims Defensivarbeit. Es war zum Verzweifeln für die NHL-Cracks.
Wenn San José es dann doch mal schaffte, zum Abschluss zu kommen, dann stand Lukas Lang im Weg. Auch der zweite Adler-Keeper spielte stark auf.
Sieben Minuten vor dem Ende die Riesenchance für Joe Thornton nach einem Scheibenverlust der Kurpfälzer. Doch Thornton scheiterte freistehend an Lukas Lang.
Kurz danach gab es eine Strafzeit gegen Mannheim - Scott King musste in die Kühlbox. Doch Mannheim hatte gleich einmal ein Unterzahlbreak, aber Manuel Klinge scheiterte denkbar knapp.
Im Gegenzug fiel dann doch noch der Ausgleich für San José. Zu dritt fuhren sie ins Drittel der Gastgeber herein, schossen schnell aufs Tor und Setoguchi netzte im Nachsetzen ein - 1:1 (54.).
Fünf Minuten vor dem Ende wurde es richtig eng für Mannheim. Innerhalb von nur wenigen Sekunden mussten zwei Adler auf die Strafbank - Polllock wegen Spielverzögerung und Arendt wegen Bandenchecks. San José nutzte die doppelte Überzahl natürlich aus. Setoguchi im zweiten Nachsetzen mit dem 2:1.
Sollten die Mannheimer für ihre tolle Leistung doch nicht belohnt werden? Es sah fast so aus. Doch Mannheim zeigte Moral und schlug zurück. Drei Minuten vor dem Ende glich Jame Pollock zum 2:2 aus. Zuvor hatte San José einen 2 auf 1-Konter gehabt, den aber vergeben. Mannheim fuhr im Gegenzug einen 3 auf 2-Angriff, Pollock auf Mac Donald, der auf Robinson, der scheiterte. Im Nachschuss war dann aber Pollock erfolgreich und die SAP-Arena stand Kopf.
Nun ging es hin und her, beide wollten den Sieg. Eine Minute vor dem Ende gab es noch eine schöne Kampfeinlage, die aber von den Schiris schnell beendet wurde.
Nach 60 Minuten stand es 2:2 zwischen dem DEL-Team Mannheim und dem NHL-Team San José. Für die Adler mehr als nur ein Achtungserfolg.

In der Overtime war Mannheim das bessere Team und hatte drei gute Chancen, scheiterte aber an Niemi. Es folgte das Penaltyschiessen.

Auf beiden Seiten vergab der erste Schütze. Try-Out Spieler Mike Glumac verwandelte seinen Penalty eiskalt - 1:0 für Mannheim.
Die nächsten beiden Schützen vergaben. Der nächste Schütze von San José musste nun treffen, sonst wäre das Spiel zu Ende gewesen. Und er traf - 1:1.
Nathan Robinson vergab als vierter Schütze für Mannheim. Nun hatte Boyle die Chance zum Siegtreffer für die Sharks. Und Boyle machte das ganz eiskalt und traf zum 2:1 für das NHL-Team.

Mannheim machte tolle Werbung für das deutsche Eishockey. Sie spielten starkes Eishockey, zeigten eine geschlossene Mannschaftsleistung und arbeiteten in der Defensive hart für den Erfolg. Lange Zeit verzweifelten die NHL-Stars an der Defensive oder aber an den Torhütern der Mannheimer. Die beiden Gegentreffer waren unhaltbar.
Am Ende verlor Mannheim zwar unglücklich, darf sich aber dennoch als Sieger fühlen. San José dürfte wenige Tage vor dem Saisonstart in der NHL mit dem Spiel nicht zufrieden sein.

Wie geht es mit den Hannover Scorpions weiter?

Im April war die Stimmung bei den Hannover Scorpions noch Super gewesen. Klar, hatte man doch erstmals die Deutsche Meisterschaft gewonnen. Doch die Zukunft der Niedersachsen scheint unklar.

Dass der Klub finanzielle Probleme hat, ist längst bekannt. Bereits in der letzten Saison mussten die Spieler auf 15 % ihrer Bezüge verzichten. Auch in dieser Saison sollen die Spieler wieder auf genauso viel verzichten.
Dabei ist die Meinung innerhalb der Mannschaft wohl geteilt. Ein Teil der Mannschaft soll bereits sein, auf 15 % ihrer Bezüge zu verzichten, während sich der andere Teil weitere Bedenkzeit erbat.

Und die ersten Spieler verlassen aufgrund der finanziellen Situation den Deutschen Meister. Unter der Woche wechselte völlig überraschend Verteidiger Nikolai Goc nach Mannheim. Da verdient er jede Menge mehr als es in Hannover der Fall ist.
Und gestern wurde bekannt, dass Torhüter Travis Scott um die Freigabe für einen Wechsel bat und diese auch bekam. Scott ist beim Tabellenletzten Iserlohn im Gespräch.

Man kann gespannt sein, wie es in Hannover weiter geht. Kommt es zu einer Einigung oder geht es mit den Hannover Scorpions den Bach herunter.
Ich hoffe, dass in Hannover nicht die Lichter ausgehen.

Einen weiteren interessanten Bericht findet ihr beim Eishockey-Bog.

9. Spieltag: Nürnberg bleibt Erster - Iserlohn weiter in der Krise


Saison 2010/2011: 9. Spieltag


Am 9. Spieltag der DEL haben die Thomas Sabo Ice Tigers ihre Tabellenführung verteidigt. Düsseldorf blamierte sich zu Hause gegen Aufsteiger München. Und die Krise in Iserlohn wird immer schlimmer.


4:2 (1:0, 2:2, 1:0)



Die Thomas Sabo Ice Tigers überraschen weiter. Im Derby gegen den ERC Ingolstadt siegten die Franken mit 4:2 und verteidigten somit ihre Tabellenführung. Ingolstadt ist dagegen nur noch Zehnter.
Überragend auf Nürnberger Seite war Brad Leeb gewesen, dem drei Tore gelangen. In der achten Minute erzielte er das 1:0, in der 29. Minute das 2:1 und in der Schlussminute das 4:2 ins leere Tor. Fredrik Eriksson war der andere Ice Tigers-Torschütze (32./3:1.). Bob Wren (22.) und Tim Hambly (34.) trafen für Ingolstadt.


0:3 (0:1, 0:2, 0:0)



Die DEG Metro Stars stecken weiter in der Krise. Gegen den DEL-Aufsteiger EHC München verlor Düsseldorf mit 0:3 und bleibt Zwölfter in der Tabelle, während München sich auf Platz Drei vorschob.
Bei der DEG stand Nachwuchs-Goalie Matthias Niederberger im Tor. Doch auch er konnte die Krise der Rheinländer nicht beenden.
David Wrigley traf nach acht Minuten zum 1:0. Martin Buchwieser (24.) und Eric Schneider (29.) legten im Mitteldrittel nach und erhöhten auf 3:0.
Mark Murphy (DEG) erhielt eine Matchstrafe.


3:0 (0:0, 2:0, 1:0)



Die Adler Mannheim haben gegen die Iserlohn Roosters mit 3:0 gewonnen und sich auf Platz Zwei in der Tabelle verbessert. Die Sauerländer bleiben Letzter.
Robert Dietrich (23.), Yannic Seidenberg (29.) und Scott King (54.) trafen für die Kurpfälzer.
Mannheim tritt bereits heute Abend in der SAP-Arena wieder an.. Gegner sind dann die San Jose Sharks aus der NHL (Eurosport überträgt ab 19:15 Uhr live).
Mannheim freut sich also auf ein Eishockey-Highlight, Iserlohn evtl. auf einen neuen Goalie. Wie am Rande der Partie in Mannheim gestern bekannt wurde, stehen die Roosters in Verhandlung mit Scorpions-Goalie Travis Scott. Scott will wohl nicht die geplante Gehaltskürzung beim Meister hinnehmen und bat um die Freigabe für einen Wechsel, die er auch erhielt.


6:2 (2:1, 2:0, 2:1)



Die Hannover Scorpions haben einen souveränen 6:2-Sieg gegen Köln eingefahren und sich auf Platz Fünf in der Tabelle verbessert. Köln bleibt Vorletzter.
Bei Köln gab Torwart Wade Dubielewicz sein Debüt, welches aber ordentlich daneben ging.
Dabei begann für den KEC alles nach Maß. Christoph Ullmann mit dem 1:0 nach fünf Minuten. Doch je zweimal Chris Herperger (9./41.) und Klaus Kathan 18./33.) sowie Nikolaus Mondt (38.) drehten die Partie und brachten Hannover mit 5:1 in Front. Jason Jaspers verkürzte noch einmal (44.). Klaus Kathan setzte mit seinem dritten Treffer den Schlusspunkt (58.).


5:3 (2:0, 1:2, 2:1)



Die Grizzly Adams Wolfsburg haben den Höhenflug der Krefeld Pinguine vorerst beendet. Die Grizzly´s siegten mit 5:3 und verbesserten sich auf Rang Neun. Krefeld rutschte auf Rang Vier ab.
Armin Wurm (8.) und Ken Magowan (16.) schossen Wolfsburg mit 2:0 in Führung. Daniel Pietta gelang per Doppelschlag der Ausgleich (30./32.). Kai Hospelt (36.) und Paul Traynor (50.) stellten den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her - 4:2. Ken Magowan erhöhte in der 52. Minute sogar auf 5:2. Daniel Pietta sorgte mit seinem dritten Treffer in der 59. Minute für den 5:3-Endstand.

Freitag, 1. Oktober 2010

3:4 - Straubing nimmt völlig verdient drei Punkte aus Berlin mit


3:4 (1:1, 1:2, 1:1)


WalkersBärenNews#8:

Die Eisbären Berlin haben am Freitagabend mit 3:4 gegen die Straubing Tigers verloren und damit die erste Heimniederlage der Saison und auch gegen Straubing überhaupt kassiert. Es war eine verdienter Sieg der Tigers, der sich allerdings zu Beginn nicht andeutete. Doch spätestens ab dem zweiten Drittel waren die Gäste die bessere Mannschaft.

Bei den Eisbären gab Sebastian Albrecht sein Saison-Startdebüt. Er vertrat Stammkeeper Rob Zepp, der von Chefcoach Don Jackson eine Pause verordnet bekam. Es fehlten weiterhin die Verletzten Kevin Nastiuk und T.J. Mulock sowie der gesperrte André Rankel.

Von Beginn an setzten die Hausherren die Gäste gehörig unter Druck und drängten mit aller Macht auf das frühe Tor. Das fiel dann auch bereits in der zweiten Minute. Allerdings war es ein klarer Torwartfehler von Dimitri Pätzold gewesen, der einen eigentlich harmlosen Schuss von Florian Busch durchrutschen ließ.
Fortan machten die Eisbären weiter Tempo und ließen Straubing kaum ins Spiel kommen. Sebastian Albrecht hatte zu Beginn einen ruhigen Arbeitstag, denn Straubing kam nicht vors Tor der Eisbären.
Doch noch im ersten Drittel fing das Spiel an zu kippen. Die Eisbären dachten sich anscheinend, dass es heute ein Spaziergang wird, denn die Tigers waren sehr harmlos zu Beginn. Man schraubte sein eigenes Spiel zurück und überließ den Gästen mehr und mehr die Eisfläche.
Diese "bedankten" sich dafür mit dem Ausgleichstreffer. In Überzahl war Ex-Eisbär René Röthke erfolgreich gewesen.
Dabei blieb es bis zur ersten Pause.

Das zweite Drittel plätscherte Anfangs nur so vor sich hin. Dem setzte Tigers-Coach Jürgen Rumrich dann ein Ende. Er nahm in der 26. Minute überraschend eine Auszeit. Mit der hatte er aber Erfolg. Denn er stellte die Spielweise seiner Mannen um und diese waren fortan die spielbestimmende Mannschaft, profitierten aber auch von eklatanten Fehlern der Eisbären.
Aufregung gab es in der 29. Minute. Gegen die Eisbären war eine Strafzeit angezeigt und Straubing hatte Puckbesitz. Meiner Meinung nach war ein Eisbär dann auch am Puck dran gewesen und der Schiri hätte das Spiel folgerichtig unterbrechen und die Strafzeit aussprechen müssen. Er tat es aber nicht und es kam zum Torerfolg für Straubing, welcher von einem gellenden Pfeifkonzert von den Rängen begleitet wurde. Nahezu alle Fans hatten die Puckberührung gesehen, halt nur nicht der Schiri. Derek Hahn schoss die Scheibe ins Netz, wobei Sebastian Albrecht dabei nicht gerade gut aus sah, denn der Schuss war haltbar gewesen. Straubing lag also nun durch ein irreguläres Tor vorne. Dass es aber verdient war, bestreite ich nicht.
Die Eisbären waren jetzt völlig von der Rolle und patzten desöfteren in der Defensive und im Spielaufbau. Straubing hatte dadurch jede Menge Konterchancen, ging damit aber zu fahrlässig um.
Fünf Minuten vor der zweiten Pause glichen die Eisbären überraschend aus. In Überzahl packte Richie Regehr mal wieder seinen "Hammer" aus und traf zum 2:2.
Aber die Freude über den Ausgleich währte nicht lange. Eine Minute vor der zweiten Pause brachte Lee Goren die Tigers mit 3:2 in Führung. Dabei blieb es dann bis zur Pause.

Der Schlussabschnitt begann gleich mit einem Dämpfer für den EHC. Derek Hahn netzte drei Minuten nach Wiederbeginn zum 4:2 ein.
Die Eisbären waren fortan zwar bemüht, doch sie fanden kein Mittel gegen die starke Defensive der Gäste, die zudem in Torwart Dimitri Pätzold einen starken Rückhalt hatten.
Pätzold wurde erst 20 Sekunden vor dem Ende ein drittes Mal bezwungen - Denis Pederson war erfolgreich gewesen. Don Jackson hatte zuvor Sebastian Albrecht aus seinem Tor genommen.
Mehr ließen die Straubing Tigers nicht zu und somit gewannen sie ihr erstes Spiel in Berlin.

Fazit:

Straubing hat verdient gewonnen. Zwar begannen die Eisbären stark, doch genauso stark ließen sie auch nach. Zudem produzierten sie ungewohnt viele Fehler und die Defensive war heute sehr enttäuschend.

Straubing war stets gefährlich und setzte viele Konter. Außerdem zeigten die Tigers eine starke Defensiv-Leistung.

Leistung vom Schiedsrichter mit Note:


Hauptschiedsrichter war Ulpi Sicorschi gewesen. Er pfiff ziemlich kleinlich. Dabei gab er auch Strafen, die man nicht so wirklich nachvollziehen konnte - und zwar auf beiden Seiten.
Eine mit entscheidende Szene war sicher der gegebene Treffer zum 2:1 gewesen, bei angezeigter Strafe gegen die Eisbären.
Im Schlussdrittel regte sich EHC-Stürmer Florian Busch kurz über seine Strafe auf und bekam prompt eine Disziplinarstrafe aufgebrummt. Manchmal dauert es ewig, bis die Schiri´s bei Meckern Disziplinarstrafen geben, hier gab er sie relativ schnell. Da fehlte ihm das nötige Fingerspitzengefühl.
Note: 4-

Fanstimmung:

Der Fan-Support war heute in Ordnung gewesen. Als das Team hinten lag, wurde es bedingungslos angefeuert.
Dennoch ging mir der "Sebastian Albrecht-Gesang" der Fanatics mit der Dauer auf die Nerven. So überragend hatte er nun wirklich nicht gespielt.
Und dann noch das Pöbeln im letzten Drittel gegen Stadionsprecher Uwe Schumann, als dieser was ansagte, war auch nicht gerade die "feine englische Art". Manchmal schlagen die Fanatics über die Strenge, nur merken tun sie es nicht.

Besten drei Spieler des Spiels:

1. Derek Hahn (Straubing/Stürmer)
2. Dimitri Pätzold (Straubing/Torwart)
3. René Röthke (Straubing/Stürmer)

Vorschau auf das nächste Heimspiel mit Tipp von mir:

Am kommenden Freitag treffen die Eisbären im Bruderduell auf die Hamburg Freezers. Gegen die Hanseaten spielten die Berliner zuletzt sehr gerne, doch das war ja auch gegen Straubing der Fall und der Ausgang des Spiels ist ja bekannt.
Ich bin gespannt, ob die Eisbären es diesmal schaffen, mal über 60 Minuten gutes Eishockey zu spielen und nicht immer nur maximal ein Drittel lang. Wenn das klappt, dann dürfte ein Sieg drin sein.
Mein Tipp: 4:2

Köln verpflichtet neuen Torwart

Die Kölner Haie sind noch einmal auf dem Transfermarkt tätig geworden. Die Domstädter, derzeit nur Tabellendreizehnter, haben Torwart Wade Dubielewicz verpflichtet. Er soll den zuletzt enttäuschenden Adam Dennis ersetzen.

Adam Dennis hatte die Saison mit einem Shut-out in Hamburg begonnen (3:0), seit dem aber in den sechs darauf folgenden Spielen stolze 25 Gegentore kassiert. Dadurch war sein "Kredit" bei den Fans der Haie schnell aufgebraucht.

Dubielewicz spielte in der letzten Saison für die Houston Aeros (AHL) und die Minnesota Wild (NHL). In seiner Karriere war er auch schon in der russischen KHL aktiv.
Dubielewicz erhält in Kölnn die Nummer "34" und wird evtl. schon heute Abend in Hannover sein Debüt geben.


Quelle

9. Spieltag: Eisbären gegen Straubing - Tabellenführer Nürnberg gegen Ingolstadt

Saison 2010/2011: 9. Spieltag - Freitag, 01. Oktober 2010


Heute findet in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) der 9. Spieltag statt. Dabei stehen sechs Spiele auf dem Programm.

Die zu Hause noch ungeschlagenen Eisbären empfangen die Straubing Tigers. Es ist das Duell des Dritten gegen den Zehnten. Beide verfügen über eine sehr gute Defensive, was evtl. heute zu nicht vielen Toren führt. Beide haben bisher sechs Saisonspiele absolviert, Berlin hat 15, Straubing 14 Gegentore kassiert.
Der Sieger dürfte bereits fest stehen - wenn man nach der Bilanz geht. Sieben Spiele gab es bisher zwischen beiden Teams in Berlin -immer gewannen die Eisbären. Straubing holte in diesen Spielen nur einen Punkt und schoss nie mehr als drei Tore. Die Eisbären schiessen nie weniger als drei Tore in Duellen mit den Tigers.
Also könnte die gute Abwehr der Straubing Tigers heute doch etwas mehr Gegentore kassieren, als im bisherigen Saisonverlauf.
Bei den Eisbären steht heute Sebastian Albrecht im Tor, Rob Zepp bekommt eine Pause.

Der Tabellenführer Thomas Sabo Ice Tigers empfängt den Erzrivalen ERC Ingolstadt. Die Panther sind derzeit Siebenter in der Tabelle.
19-mal gab es diese Paarung in Nürnberg bisher - neunmal siegten die Ingolstädter. Von den letzten sieben Spielen gewann der ERCI aber nur ein Spiel bei den Franken.
Am 1. Spieltag dieser Saison trafen beide Klubs bereits in Ingolstadt aufeinander. Nürnberg gewann mit 2:1.
Diese Partie wird von Sky live übertragen.

Alle Spiele des 9. Spieltages im Überblick:

Eisbären vs. Straubing - 19:30 Uhr - HSR: Sicorschi

Düsseldorf vs. München - 19:30 Uhr - HSR: Dahle

Hannover vs. Köln - 19:30 Uhr - HSR: Jablukov

Mannheim vs. Iserlohn - 19:30 Uhr - HSR: Schütz

Wolfsburg vs. Krefeld - 19:30 Uhr - HSR: Schimm

Nürnberg vs. Ingolstadt - 20:20 Uhr - HSR: Klau, Piechaczek