Dienstag, 11. Januar 2011

DEL am Dienstag: Zwei Spiele

Am heutigen Dienstag finden zwei Spiele in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) statt. Zum Einen empfangen die Hamburg Freezers die Iserlohn Roosters. Zum Anderen kommt es zum Duell zwischen dem kriselnden Meister Hannover Scorpions und den Krefeld Pinguinen.

Die Hamburg Freezers sind zuletzt gut drauf gewesen. Drei der letzten vier Spiele konnten die Hanseaten gewinnen und punkteten dabei auch bei der einzigen Niederlage in diesem Zeitraum. Aber auch die Sauerländer zeigten sich zuletzt in guter Form. Die letzten beiden Spiele wurden gewonnen - darunter ein 2:1-Sieg gegen den ehemaligen Spitzenreiter Wolfsburg.
Die ersten beiden Duelle in dieser Saison gingen an Iserlohn. In Hamburg ist die Bilanz ausgeglichen - acht Siege für jedes Team bisher.
Die Partie wird von Roland Aumüller und Alfred Hascher geleitet.

In Hannover hofft der kriselnde Meister auf einen Sieg gegen die Krefeld Pinguine. Von den letzten elf Ligaspielen verloren die Niedersachsen zehn. Für einen Meister eine sehr schlechte Bilanz. Um der Krise ein Ende zu setzen, wurde am vergangenen Sonntag ein neuer Torwart verpflichtet - Ex-NHL-Goalie Tyler Moss, der heute sein Debüt geben soll.
Doch gegen die Seidenstädter stehen die Scorpions vor einer schwierigen Aufgabe. Die Pinguine haben sich in der Spitzengruppe der Liga fest gesetzt. Und die ersten beiden Duelle gingen an Krefeld.
Daniel Piechaczek ist der Schiedsrichter dieser Partie.

Laut Bild: Darin Olver wechselt zu den Eisbären

Gerüchte um einen Wechsel von DEL-Top-Scorer Darin Olver zu den Eisbären Berlin gab es schon lange. Nun scheint der Deal perfekt zusein. Wie die Bild berichtet, ist der Vertrag schon unterschrieben. Darin Olver soll in der nächsten Saison dann Eisbären-Urgestein Steve Walker ersetzen, der ja bekanntlich nach dieser Saison endgültig die Schlittschuhe an den berühmten Nagel hängen wird.

Wenn das wirklich stimmen sollte - und da gehe ich bei der Bild mal davon aus, denn die haben ja zu 99 % immer Recht, was solche Sachen an geht - dann finde ich das klasse. Einer wie Olver passt zu den Eisbären. Und das Beste: Er nimmt keine Ausländerlizenz weg, denn der Kanadier hat bereits die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten.

Joachim Ziesche beschreibt Olver so:

Schlittschuhläuferisch sehr gut ausgebildet und ein technisch perfekter Spieler, der gut zum Eisbären-System passt.“

In seiner Karriere ging es für
Darin Olver stets bergauf. 2003 begann er bei der Northern Michigan University. Dort blieb er bis 2007. In 158 Spielen erreichte Olver 144 Scorerpunkte. Im selben Jahr lief er noch sechsmal für die Hartford Wolf Pack auf (ein Scorerpunkt).
Zur Saison 2007/2008 kam Darin Olver nach Deutschland. Seine erste Station war der REV Bremerhaven in der 2. Bundesliga gewesen. In 52 Spielen erzielte er sensationelle 56 Scorerpunkte, was das Interesse der Straubing Tigers weckte.
Für die Tigers lief er in der Saison 2008/2009 auf. Dort kam er in 35 Spielen aber nur auf elf Scorerpunkte.
In der letzten Saison lief Olver dann für die Augsburger Panther auf. Er hatte maßgeblichen Anteil daran, dass der AEV am Ende einer sensationellen DEL-Saison den Vizemeistertitel holten. In 70 Spielen holte er 73 Scorerpunkte.

In dieser Saison ist Darin Olver DEL-Topscorer. Er traf 17-mal und bereite weitere 36 Treffer vor. So einen Spieler kann man in der Hauptstadt sehr gut gebrauchen, wenn in der nächsten Saison ein weiterer Umbruch erfolgen soll.

Was jetzt noch fehlt, ist die offizielle Bestätigung seitens der Eisbären. Aber ich glaube, da müssen wir uns noch bis zum Saisonende gedulden.

Montag, 10. Januar 2011

Nathan Robinson verlässt Mannheim

DEL-Rekordmeister Adler Mannheim erlebt zur Zeit eine sportliche Krise in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Seit sechs Spielen warten die Kurpfälzer nun schon auf einen Sieg und auch auf einen Punktgewinn. Durch die sportliche Talfahrt sind die Adler auf Platz Neun in der Tabelle abgestürzt. Nur noch zwei Punkte trennen die Adler von Platz Elf, der nicht zur Teilnahme an den Pre-Play-Offs berechtigen würde. Selbst das Tabellenende ist für Mannheim nur fünf Punkte weit weg. Tabellenregionen, die man in Mannheim gar nicht gewöhnt ist.

Nun haben die Mannheimer den ersten Spieler entlassen. Und es trifft nicht irgendwen. Nathan Robinson und die Adler Mannheim gehen ab sofort getrennte Wege. Robinson hat in dieser Saison bislang stark enttäuscht mit nur 12 Scorerpunkten. Für Einen wie Robinson ist das viel zu wenig.

"Nathan Robinson verlässt die Adler mit sofortiger Wirkung. In einem gemeinsamen Gespräch zwischen dem Spieler, Trainer und Management einigten sich beide Seiten einvernehmlich auf die sofortige Trennung."


Mal sehen, wo hin es Robinson jetzt vertreibt. Anscheinend sollen mehrere Schweizer Klubs am Ex-Eisbären interessiert sein. So lange Robinson nicht zu den Eisbären zurückkehrt, bin ich zufrieden...

41. Spieltag: Eisbären nach Sieg neuer Erster - Hamburg besiegt Angstgegner


Saison 2010/2011: 41. Spieltag


Am 41. Spieltag hat es mal wieder einen Wechsel an der Tabellenspitze in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegeben. Die Eisbären Berlin sind nun neuer Spitzenreiter nach einem Sieg in München. Derweil haben die Hamburg Freezers ihren Angstgegner Ingolstadt besiegt und Straubing überraschte in Krefeld.


München vs. Eisbären 4:5 n.P. (1:2, 3:1, 0:1/0:0, 0:1)

Die Eisbären Berlin haben im zweiten Anlauf den ersten Sieg in München gefeiert. Mit 5:4 n.P. setzten sich die Hauptstädter durch und haben somit die Tabellenführung erobert.
In einer packenden DEL-Partie brachte André Rankel die Eisbären im ersten Drittel mit 1:0 in Führung. Mike Kompon gelang zwar im selben Drittel der 1:1-Ausgleich, doch André Rankel schlug erneut zu - 2:1 für Berlin. Im Mitteldrittel drehten die Hausherren mit einem Doppelschlag die Partie - Rene Kramer und Martin Buchwieser trafen - 3:2 für München. Den Ausgleich von Steve Walker konterte erneut Martin Buchwieser - 4:3 für die Gastgeber.
Im Schlussdrittel glich Denis Pederson ein weiteres Mal für die Berliner aus - 4:4.
Im Penaltyschießen verwandelte Steve Walker als einziger seinen Penalty und sicherte den Eisbären somit den Zusatzpunkt und die Tabellenführung.


Hamburg vs. Ingolstadt 3:2 (1:0, 1:1, 1:1)

Die Hamburg Freezers haben ausgerechnet gegen Angstgegner Ingolstadt einen wichtigen Sieg im Kampf um die Pre-Play-Offs gefeiert. Mit 3:2 wurde der ERCI besiegt.
Jerome Flaake brachte die Freezers in Führung, doch David Elsner glich aus. Michel Ouellet und Chad Bassen schossen Hamburg dann mit 3:1 in Front. Joe Motzko gelang nur noch der 3:2-Anschlusstreffer.


Augsburg vs. Nürnberg 4:1 (0:1, 2:0, 2:0)

Die Augsburger Panther haben sich gut erholt von der 1:7-Klatsche am Freitag in Berlin. Mit 4:1 wurden die Thomas Sabo Ice Tigers besiegt.
Dabei erwischten die Franken den besseren Start und gingen bereits in Drittel Eins mit 1:0 in Führung - Sean Blanchard traf. Doch danach trafen nur noch die Panther. Sean O´Connor, Florian Kettemer, Nathan Smith sowie Barry Tallackson waren für den AEV erfolgreich gewesen.


Krefeld vs. Straubing 2:3 n.P. (2:1, 0:1, 0:0/0:0, 0:1)

Die Krefeld Pinguine haben eine überraschende 2:3-Niederlage n.P. gegen die Straubing Tigers kassiert.
Richard Pavlokovsky mit dem 100. Krefelder Saisontor und Daniel Pietta hatten die Seidenstädter früh mit 2:0 in Führung geschossen. Doch Calvin Elfring und Laurent Meunier glich aus.
Im Penaltyschießen verwandelte Dustin Whitecotton den entscheidenden Penalty.

Sonntag, 9. Januar 2011

2:1 - Kölner Haie feiern wichtigen Sieg


Köln vs. Hannover 2:1 (1:0, 0:1, 1:0)


Die Kölner Haie haben einen wichtigen Sieg im Kampf um die Pre-Play-Off-Teilnahme eingefahren. Gegen Meister Hannover setzten sich die Domstädter mit 2:1 durch. Durch den Sieg verließen die Haie das Tabellenende und machten einen Sprung auf Platz Elf. Der Rückstand auf Platz Zehn beträgt vier Punkte.
Jason Jaspers hatte die Haie in der 18. Minute mit 1:0 in Führung geschossen. Ryan Maki gelang in der 23. Minute der 1:1-Ausgleich. Der Siegtreffer fiel 16 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit. Matt Pettinger hatte für die Domstädter getroffen.

41. Spieltag: München empfängt Berlin und vier weitere Spiele


Saison 2010/2011: 41 Spieltag - Sonntag, 09. Januar 2011


Heute geht der 41. Spieltag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) weiter. Zum Auftakt hatte Iserlohn Wolfsburg mit 2:1 geschlagen. Heute stehen weitere fünf Spiele auf dem Programm.

Der EHC München empfängt die Eisbären Berlin. Der Aufsteiger spielt weiterhin eine starke Saison und steht auf Platz Sechs in der Tabelle. Auch wenn es in letzter Zeit nicht ganz so gut lief, sind die Münchener immer noch auf Kurs direkte Play-Off-Teilnahme.
Mit den Eisbären kommt heute ein zuletzt sehr starker Gegner. Fünf der letzten sechs Spiele gewannen die Hauptstädter. Zudem sind die Eisbären die beste Auswärtsmannschaft der Liga.
Bisher trafen beide Teams zweimal aufeinander. In Berlin gewannen die Eisbären mit 4:2, in München setzte es dagegen eine 2:5-Niederlage für den Titelanwärter.
Diese Partie kann man heute ab 18:15 Uhr im Eisbären-Liveradio verfolgen.

Die Sky-Livepartie des 41. Spieltages ist die Begegnung zwischen den Hamburg Freezers und dem ERC Ingolstadt. Beide Mannschaften kämpfen um die Pre-Play-Off-Teilnahme. Die Freezers stehen derzeit auf dem 13. Platz (41 Punkte), Ingolstadt ist Achter (47 Punkte).
Hamburg gewann am Freitag bei den kriselnden Mannheimern mit 3:1, während Ingolstadt zuletzt nacheinander zu Hause die Eisbären (4:1) und Düsseldorf (7:3) besiegte.
Der ERC Ingolstadt ist ein Angstgegner der Freezers. Acht der letzten neun Spiele wurden gegen die Panther verloren. Den einzigen Sieg in diesem Zeitraum feierten die Hamburger aber auf eigenem Eis - 4:2.

Alle Spiele des 41. Spieltages im Überblick:

Köln vs. Hannover - 14:30 Uhr - HSR: Brüggemann

Krefeld vs. Straubing - 18:30 Uhr - HSR: Jablukov, Zehetleitner

Augsburg vs. Nürnberg - 18:30 Uhr - HSR: Rochette/SUI

München vs. Eisbären - 18:30 Uhr - HSR: Bauer

Hamburg vs. Ingolstadt - 19:05 Uhr - HSR: Schimm

2:1 - Iserlohn schlägt Wolfsburg


Iserlohn vs. Wolfsburg 2:1 (0:1, 0:0, 2:0)


Die Iserlohn Roosters haben am Samstagabend einen überraschenden 2:1-Sieg gegen Tabellenführer Wolfsburg gefeiert. Damit haben die Roosters den letzten Platz verlassen und sind nun Tabellenzwölfter.

Die Niedersachsen gingen bereits in der elften Minute mit 1:0 in Führung. Verteidiger Christopher Fischer hatte getroffen. Danach passierte nicht viel. Bis zehn Minuten vor Schluss stand es 0:1. Doch dann bestraften die Sauerländer den Tabellenführer, der kaum noch etwas fürs Spiel tat und im gesamten letzten Drittel nur einen (!) Schuss ab gab.
Michael Wolf glich in der 50. Minute zum 1:1 aus. Vier Minuten später brachte Robert Hock die Hausherren mit 2:1 in Führung.
Dabei blieb es bis zur Schlusssirene und die Roosters glichen die Bilanz in dieser Saison somit aus (2:2-Siege).

Wolfsburg verpasste den vierten Sieg in Serie im Sauerland und muss zudem am heutigen Sonntag um die Tabellenführung bangen.

Samstag, 8. Januar 2011

DEL am Samstag: Letzter gegen Erster

Am heutigen Samstag beginnt in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bereits der 41. Spieltag. Dabei kommt es zum Duell der Gegensätze. Tabellenschlusslicht Iserlohn hat Spitzenreiter Wolfsburg zu Gast am Seilersee.

Doch die bisherigen drei Duelle in dieser Saison waren alle hart umkämpft. Zweimal gewannen dabei die Niedersachsen, einmal die Sauerländer. Wolfsburg gewann am Seilersee mit 3:2 und zu Hause mit 1:0. Iserlohn gewann 2:1 n.P. in Wolfsburg.
Im Stadion am Seilersee setzten sich die Grizzlies zuletzt dreimal in Folge durch.

Wolfsburgs Trainer Pavel Gross warnt trotz der Ausgangssituation vor den Roosters:

„In der Offensive ist Iserlohn stark. Sie haben viel Speed und viel Talent, das hat man zuletzt in Straubing sehen können.“

In Straubing gewannen die Roosters deutlich mit 7:2. Einmal mehr war Michael Wolf der Matchwinner gewesen. Wolf hatte dreimal getroffen.

In dieser Saison hat Wolf schon 24-mal eingenetzt. Alleine fünf Treffer gelangen ihm dabei in den beiden letzten Auftritten der Roosters in Berlin und Straubing.

IEC-Coach Doug Mason will nach dem Sieg in Straubing, dass sein Team nun nachlegt. Denn für die Roosters sind die Pre-Play-Offs trotz dem letzten Tabellenplatz noch in Reichweite.

„Der Sieg in Straubing reicht nicht, wir brauchen eine Serie.“


Auf jeden Fall merkt man bei den Sauerländern, dass der Trainerwechsel etwas gebracht hat - auch wenn man derzeit die "Rote Laterne" besitzt. Mit Mason als Coach spielen die Roosters deutlich offensiver und schießen auch Tore.

40. Spieltag: Mannheim verliert erneut - Ingolstadt fegt Düsseldorf vom Eis


Saison 2010/2011: 40. Spieltag



Am 40. Spieltag haben die Adler Mannheim die sechste Niederlage in Folge kassiert. Düsseldorf verpasste hingegen durch ein Debakel in Ingolstadt den Sprung auf Platz Eins.


Mannheim vs. Hamburg 1:3 (0:1, 1:1, 0:1)

DEL-Rekordmeister Mannheim befindet sich weiter im Sturzflug. Gegen die Hamburg Freezers verloren die Kurpfälzer trotz Chancenübergewicht mit 1:3. Es war Mannheims sechste Niederlage in Folge. Alle Niederlage kassierte der MERC in regulärer Zeit. Mannheim rutschte durch diese Niederlage auf Platz Zehn, fünf Punkte beträgt der Vorsprung nur noch auf Platz Elf. Michel Ouellet schoss die Freezers mit 1:0 in Führung. Manuel Klinge glich zwischenzeitlich aus. Alex Polaczek und Christoph Schubert erzielten die weiteren Treffer für die Hanseaten, die durch den Sieg das Tabellenende verließen.


Ingolstadt vs. Düsseldorf 7:3 (3:2, 2:0, 2:1)

Der ERC Ingolstadt hat den Zweitplatzierten Düsseldorf mit 7:3 vom Eis gefegt.
Jason Holland hatte die DEG noch in Führung gebracht, doch dann drehten die Hausherren die Partie. Colin Forbes und zweimal Bob Wren machten aus einem 0:1 ein 3:1. Simon Danner gelang noch einmal der Anschlusstreffer im Auftaktdrittel.
Joe Motzko, Matt Hussey und Petr Fical erhöhten dann auf 6:2. Daniel Kreutzer verkürzte noch einmal, ehe Matt Hussey zum Endstand traf.


Straubing vs. Köln 4:3 (1:1, 1:0, 2:2)



Die Straubing Tigers haben sich für die 2:7-Pleite gegen Iserlohn rehabilitiert und das Heimspiel gegen die Kölner Haie mit 4:3 gewonnen.
Greg Claaßen brachte den KEC früh in Führung. Bill Trew und Andy Canzanello drehten die Partie zu Gunsten der Tigers - 2:1. Aber auch die Haie bewiesen, dass sie ein Spiel drehen können. Moritz Müller und Daniel Sparre schossen die Domstädter erneut in Front - 3:2.
Justin Mapletoft und Derek Hahn drehten dann das Spiel ein weiteres Mal und die Tigers fuhren drei wichtige Punkte im Kampf um die Play-Offs ein.


Nürnberg vs. München 3:2 (1:0, 1:1, 1:1)

Die Thomas Sabo Ice Tigers haben ihr Heimspiel gegen den EHC München knapp mit 3:2 gewonnen.
Eric Chouinard, Dusan Frosch und Rob Leask trafen für die Franken, Ryan Ready und Eric Schneider für den DEL-Aufsteiger.

7:1 - Eishockey-Gala gegen Vizemeister Augsburg

EHC Eisbären Berlin vs. Augsburger Panther 7:1 (3:0, 1:0, 3:1)


WalkersBärenNews#21:

Am Freitagabend haben die Eisbären Berlin ihr Heimspiel gegen de Augsburger Panther souverän mit 7:1 gewonnen. Im dritten Aufeinandertreffen gegen den Vizemeister war es damit der dritte Sieg.
Dabei boten die Berliner gestern Abend den 13 700 Zuschauern in der nicht ausverkauften O2 World eine Eishockey-Gala vom Feinsten. Dass waren wieder einmal die Eisbären, die in den vergangenen Jahren so gefürchtet wurden von der Konkurrenz. Offensiv-Eishockey, sensationelles Passspiel und sehr starke Special Teams.

Bei den Eisbären gab es eine Veränderung auf der Torhüterposition. Kevin Nastiuk spielte, Rob Zepp bekam eine Pause verordnet.

Von Beginn an war kein Abtasten zu spüren. Beide Teams spielten druckvolles Eishockey und suchten immer wieder den Weg zum Tor. Die neutrale Zone wurde dabei schnell überbrückt.
Nach vier Minuten fiel der erste Treffer in diesem Spiel. André Rankel zieht von der Seite vors Tor, AEV-Goalie Dennis Endras bekam den Puck nicht zu fassen und Stefan Ustorf schoss im Gewühl vorm Tor ein zum 1:0.
Durch das Tor waren die Gäste aber keinesfalls geschockt. Sie suchten weiter den Weg nach vorne. In der siebenten Minuten gab es dann bei einem 2 auf 1-Konter die Riesenchance zum Ausgleich, doch O´Connor machte es alleine und scheiterte an Nastiuk.
Nur eine Minute später die nächste Chance für Augsburg. Noah Clarke zog ab, EHC-Goalie Kevin Nastiuk ließ den Puck nur prallen, doch ein EHC-Verteidiger konnte den Puck aus der Gefahrenzone bringen.
Doch dass sollte es dann mit der Augsburger Torgefahr gewesen sein, denn fortan spielten nur noch die Hausherren - und wie!
André Rankel versuchte es wie beim 1:0, wurde aber hinters Tor gedrängt. Rankel behauptete die Scheibe, sah seinen Team-Kollegen Mads Christensen, passte die Scheibe zu ihm und der hämmerte den Puck ins Tor - 2:0 (12.).
Drei Minuten später die nächste Chance der Eisbären. Steve Walker zu Derrick Walser, doch der scheiterte knapp an Dennis Endras.
In der 16. Minute erhöhten die Berliner auf 3:0. Derrick Walser schnappte sich die Scheibe vor der blauen Linie, marschierte dann durch das Angriffsdrittel und schloss sein Solo-Lauf mit dem Treffer zum 3:0 ab. Allerdings hatten die Augsburger dabei Pech gehabt, denn zwei AEV-Verteidiger waren unglücklich weggerutscht auf dem Eis.
Wenige Sekunden nach dem Tor entlud sich der erste Frust der Augsburger. Jeffrey Szwez löste mit einem bösen Kniecheck gegen Dominik Bielke eine Keilerei vor der Spielerbank der Eisbären aus. Doch die Referees hatten diese Keilerei schnell im Griff gehabt. Für die Augsburger Sean O´Connor und Jeffrey Szwez sowie für die Eisbären Daniel Weiß und Dominik Bielke gab es jeweils 2+2+10 Minuten. O´Connor bekam sogar noch eine weitere Zwei-Minuten-Strafe, weshalb die Eisbären nun also Powerplay hatten.
Doch das Powerplay brachte außer einem Schuss von Frank Hördler wenig Gefahr. Mit einer beruhigenden 3:0-Führung ging es in die erste Drittelpause.

Schwungvoll kamen die Gäste aus der Kabine. Die ersten zehn Minuten gehörten klar den Augsburgern. Die besten Chancen vergaben Justin Fletcher, Barry Tallackson und Paul Flache.
Ab der 30. Minute übernahmen die Eisbären wieder das Kommando. Neun Minuten vor der zweiten Pause die Riesenchance für die Berliner, doch Dennis Endras mit einem Wahnsinns-Save. Endras lag schon geschlagen am Boden, doch irgendwie bekam er seine Fanghand noch hoch und verhinderte somit das 4:0.
Doch drei Minuten vor der Sirene war auch Endras machtlos gewesen. Frank Hördler setzte sich an der Bande klasse durch und passte die Scheibe zu Steve Walker. Der hatte keine Mühe gehabt, den Puck ins freie Tor einzuschieben - 4:0 (37.).
Mit einer 4:0-Führung ging es in die zweite Drittelpause.

44 Minuten waren gespielt gewesen, da hinderte André Rankel den Augsburger Riley Armstrong am Schuss - es gab folgerichtig Penalty. Den verwandelte Armstrong sicher durch die Beine von Nastiuk - 4:1.
Drei Minuten später die nächste Chance für Augsburg. Florian Kettemer zog ab, Nastiuk ließ nur prallen und Noah Clarke scheiterte im Nachschuss knapp.
Die Augsburger hatten nun eine Drangphase gehabt. Doch mitten in die Drangphase herein, erhöhte T.J. Mulock mit einer klasse Einzelleistung auf 5:1 (50.).
Das brach nun endgültig den Widerstand der Panther. Vier Minuten vor dem Ende erhöhte Denis Pederson auf 6:1. Ein tolles Zuspiel von Steve Walker, "Pidi" nahm die Scheibe an, drehte sich kurz und versenkte den Puck im Tor - 6:1.
Zweieinhalb Minuten vor dem Ende des Spiels gab es dann noch eine unschöne Szene von Eisbären-Urgestein Sven Felski, der einen Augsburger Spieler per Stockstich nieder streckte. Völlig unnötig diese Aktion, die allerdings von den Schiedsrichtern nicht gesehen wurde. Aber AEV-Coach Larry Mitchell hatte den Stockstich gesehen und war dementsprechend sauer gewesen auf die Referees. Es kann durchaus sein, dass "Felle" noch nachträglich gesperrt wird. Was ich persönlich richtig finden würde, denn bei dem Spielstand einen völlig unnötigen Stockstich zu machen, ist einfach nur dumm.
25 Sekunden vor dem Ende des Spiels erhöhten die Berliner noch auf 7:1. Über Jimmy Sharrow, Sven Felski und Alex Weiß kam der Puck zu Dominik Bielke. Der schloss diese traumhafte Kombination ab und schoss den Puck ins leere Tor ein. Bielke freute sich wie ein "kleiner Junge" über sein erstes DEL-Tor. Selbst Coach Don Jackson konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Immerhin hatte er den jungen Spielern in diesem Powerplay den Vortritt gelassen und die Alt-Stars auf der Bank gelassen.
Beim 7:1 blieb es dann aber.

Fazit:

Die Eisbären haben hochverdient mit 7:1 gewonnen. Dass war eine starke Vorstellung des ganzen Teams. Endlich zeigten die Eisbären wieder ihr so gefürchtetes Power-Eishockey. Es ist lange her, dass die Eisbären in einem DEL-Spiel komplett fehlerfrei blieben. Anscheinend haben die Berliner ihr Tief überwunden und die 1:4-Niederlage in Ingolstadt am Mittwoch war nur ein Ausrutscher gewesen. Fünf der letzten sechs Spiele haben die Hauptstädter nun gewonnen.
Es ist zwar noch ein bißchen hin bis zu den Play-Offs, aber so spielt ein Titelanwärter.

Leistung vom Schiedsrichter mit Note:

Hauptschiedsrichter waren Marcus Brill und Steffen Klau gewesen. Beide zeigten eine nahezu fehlerfreie Vorstellung. Einzig der ungeahndete Stockstich von Sven Felski trübte die Leistung der beiden Referees. Dass man diese Szene im "Vier-Mann-System" übersieht, ist schon etwas merkwürdig.
Note 2.

Fanstimmung:

Wie die Fanstimmung war, kann ich ehrlich gesagt nicht sagen. Da ich aus gesundheitlichen Gründen nicht zum Spiel gehen konnte und mir das Spiel statt dessen nur auf Sky ansehen konnte, fällt mir da ein Urteil schwer. Denn live vor Ort ist die Stimmung doch anders als im TV.

Besten vier Spieler des Spiels:

1. André Rankel (Eisbären/Stürmer)
2. Steve Walker (Eisbären/Stürmer)
3. Derrick Walser (Eisbären/Verteidiger)
4. Kevin Nastiuk (Eisbären/Torwart)

Vorschau auf das nächste Heimspiel mit Tipp von mir:

Am kommenden Freitag empfangen die Eisbären zum Spitzenspiel den derzeitigen Tabellenführer aus Wolfsburg. Diese Spiele sind immer sehr spannend. Die Grizzlies spielen eine sehr starke Saison, auch wenn sie zur Zeit einen kleines Tief haben. Aber ich rechne mit einem starken Gegner, der es den Eisbären nicht leicht machen wird.
Mein Tipp: 4:3 n.P.