Freitag, 24. August 2012

European Trophy: Eisbären siegen auch in Salzburg

Die Eisbären Berlin haben im dritten European Trophy-Spiel den dritten Sieg gefeiert. Bei Red Bull Salzburg setzten sich die Hauptstädter mit 4:1 (1:0, 2:0, 1:1) durch und haben nach drei Spielen nun die Maximalpunktzahl von neun Punkten auf dem Konto. Damit sind die Berliner in der North Division Zweiter hinter Lulea (12 Punkte/4 Spiele).

Nach 20 Minuten gingen die Eisbären mit einer 1:0-Führung in die Kabine. Salzburg hatte zwar deutlich mehr Torschüsse abgegeben, doch die Berliner zeigten sich eiskalt in der Chancenverwertung. Nach 16 Minuten hatte T.J. Mulock in Überzahl abgezogen. Salzburgs Keeper Alex Auld konnte nur prallen lassen und Neuzugang Jamie Arniel traf gleich in seinem ersten Spiel für die Eisbären zum 1:0.

Im Mitteldrittel konnte Kapitän André Rankel relativ schnell auf 2:0 erhöhen. Nach klasse Pass von Mads Christensen versenkte Rankel den Puck im Salzburger Tor. In der 38. Minute legte Jimmy Sharrow sogar nach. Er zog kurz hinter der roten Linie einfach mal ab und der Puck ging völlig überraschend ins Tor - 3:0. Dabei blieb es und mit einer souveränen 3:0-Führung für die Eisbären ging es in die zweite Drittelpause.

Im Schlussdrittel dauerte es bis zur 59. Minute, ehe der erste Treffer fiel. Pallestrand war für den European Trophy Sieger von 2011 erfolgreich gewesen. Für den Schlusspunkt sorgte Jimmy Sharrow, der bei eigener Unterzahl zum 4:1 traf. Salzburgs Goalie Hunwick, der zu Beginn des letzten Drittels für Auld ins Spiel kam, hatte gerade sein Tor verlassen, da schnappte sich Sharrow den Puck an der eigenen blauen Linie und zog ab.

Die Eisbären feierten also auch im dritten Spiel der European Trophy 2012 einen Sieg. Damit zeigten die Berliner ein weiteres Mal, dass sie dieses Jahr auf jeden Fall das Finalturnier, das Red Bulls Salute, erreichen und dann natürlich auch den Titel holen wollen.

Als bester Spieler des Spiels wurde Eisbären-Goalie Rob Zepp geehrt. Zweitbester Spieler wurde Jamie Arniel und drittbester Spieler Salzburgs Justin Keller.

Donnerstag, 23. August 2012

European Trophy: Eisbären reisen nach Salzburg

Die Eisbären Berlin absolvieren morgen Abend ihr drittes Spiel in der European Trophy 2012. Um 19:15 Uhr tritt der DEL-Rekordmeister beim EC Red Bull Salzburg an. Es ist das Spiel des derzeit Gruppenfünften gegen den Gruppenzweitenn. Salzburg gewann zum Auftakt in Oulu mit 5:3, kassierte dann aber eine deftige 2:7-Niederlage in Lulea. Die Eisbären starteten mit einem 6:4-Sieg gegen Pilsen in die European Trophy. Im zweiten Gruppenspiel gewann man mit 6:1 gegen Brno.

In der Salzburger Eisarena werden die Eisbären auf einen alten Bekannten treffen - Trainer Pierre Pagé. Pagé führte die Berliner 2005 erstmals zur DEL-Meisterschaft. Bereits im vergangenen Jahr trafen diese beiden Teams aufeinander. In Berlin setzten sich die Mannen von Pagé deutlich mit 5:0 durch. Die Eisbären wollen nun die Revanche und sind bereit.

In Salzburg muss Eisbären-Chefcoach Don Jackson gleich auf vier Spieler verzichten. Constantin Braun und Darin Olver fallen schon eine ganze Weile aus. Frank Hördler bekam im Auftaktspiel gegen Pilsen einen Puck ins Gesicht und zog sich dabei einen Innenwangeneinriss zu. Zudem fehlt auch Vincent Schlenker, den eine Patella-Sehnen-Entzündung im Knie zum Zuschauen zwingt.

Dagegen wird der erst am Montag verpflichtete neue Stürmer Jamie Arniel sein Debüt im Eisbären-Trikot geben. Ob auch Torhüter Sebastian Elwing zu seinem ersten Einsatz für die Eisbären kommen wird, ist noch nicht klar. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass Jackson auch morgen Abend wieder seinen Stammgoalie Rob Zepp spielen lässt.

Don Jackson erinnerte sich kurz vor dem morgigen Spiel noch einmal an die 0:5-Niederlage aus dem Vorjahr und sagte folgendes:

„Damals haben unsere schlechten Angewohnheiten gesiegt, wir haben nicht hart gespielt. Diesmal wollen wir das natürlich ändern und gewinnen.“

Wer morgen Abend nicht live dabei in Salzburg ist, der kann sich das Spiel via Livestream im Internet anschauen.

Mittwoch, 22. August 2012

Stefan Ustorf redet noch nicht vom Karriereende

Die Eisbären Berlin sind am vergangenen Wochenende mit zwei Siegen sehr erfolgreich in die European Trophy gestartet. Der ehemalige Kapitän der Berliner, Stefan Ustorf, war nicht mit dabei gewesen und es ist mehr als fraglich, ob der Publikumsliebling noch einmal auf das Eis zurückkehren wird. Im Interview mit Hockeyweb wollte Ustorf noch keine endgültige Antwort darauf geben, ob seine Karriere nun beendet sei.

Die Nummer 14 der Eisbären hatte am 6. Dezember 2011 sein letztes Spiel für den DEL-Rekordmeister absolviert. In der Partie gegen die Hannover Scorpions wurde Ustorf von Gegenspieler Gerrit Fauser so hart gecheckt, dass er sich für einige Momente nicht mehr bewegen konnte. Ustorf zog sich bei der Aktion eine Gehirnerschütterung zu und kämpft seitdem mit den Folgen dieser und früherer Gehirnerschütterungen.
Wirklich gut geht es dem 38-jährigen Stürmer nach wie vor nicht:

"Es geht mir noch immer nicht viel besser, ich kann immer noch nicht trainieren. Ich bin letzte Woche bei einem neuen Neurologen in Pittsburgh gewesen, der mir ein Reha-Programm zusammen gestellt hat, das mir hoffentlich weiter hilft."

Ob Ustorf seine Karriere fortsetzen wird, ist derzeit nicht klar. Das Wichtigste ist im Moment, dass Stefan Ustorf wieder gesund wird und ein halbwegs normales Leben führen kann. Der Sport ist da nebensächlich und meiner Meinung nach werden wir die Nummer 14 nie mehr auf dem Eis spielen sehen. Was sicherlich sehr schade wäre, doch muss man einfach einsehen, dass seine Gesundheit wichtiger ist und es wohl keinen Sinn machen würde, wenn er noch einmal auf das Eis zurückkehren würde. Das Risiko wäre einfach zu groß.

Ustorf selbst will noch keine Entscheidung treffen, was seine Karriere angeht:

"Was meine Karriere angeht will ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Entscheidung treffen. Ich will mich erst besser fühlen. Aber man muss auch realistisch sein was meine Gesundheit angeht und eine intelligente Entscheidung treffen. Das kann ich bis jetzt aber noch nicht."

Sollte Stefan Ustorf seine Karriere letztendlich doch beenden, wüsste er schon, dass er auf jeden Fall im Eishockeybereich bleiben würde:

"Ich werde mit Sicherheit im Eishockeybereich bleiben, ich habe noch nie etwas anderes gemacht und liebe diesen Sport viel zu sehr um etwas anderes zu tun."

Wir vom eisbaerlin.de-Team wünschen Stefan Ustorf nach wie vor gute Besserung und hoffen, dass er bald wieder ein halbwegs normales Leben führen kann. Über eine Rückkehr auf die Eisfläche würden wir uns sehr freuen, denken aber nicht, dass es nochmal zu einem Comeback kommen wird. Was schade für die Fans, aber definitiv besser für seine Gesundheit wäre.

Montag, 20. August 2012

Matt Foy: Nach zwei Spielen schon Publikumsliebling

Neuzugang Matt Foy hat gerade einmal zwei Spiele für die Eisbären Berlin bestritten, doch schon jetzt ist der 29-jährige Stürmer der neue Publikumsliebling bei den EHC-Fans. Gegen Brünn traf Foy gleich dreimal und bereitete zudem noch einen weiteren Treffer vor. Gegen Pilsen gelang ihm bei seinem Debüt für die Eisbären auch schon eine Torvorlage.
Foy sagte zu seiner bisherigen Leistung gegenüber dem Berliner Kurier folgendes:

„Bei dem einen oder anderen Tor hatte ich Glück. Aber wenn es läuft, dann läuft es.“

Matt Foy zeigte bereits in seinen ersten beiden Spielen, wie wichtige er für den DEL-Rekordmeister sein kann. Er ist definitiv eine Verstärkung für die Berliner. An Foy werden die Eisbären noch jede Menge Freude haben.
Chefcoach Don Jackson ist schon jetzt sehr erfreut über die Leistung von Matt Foy. Foy selbst ist „stolz, Teil dieses Teams zu sein.“

Am Ende des Spiels gegen Brünn war der 29-jährige Angreifer aber erst einmal sprachlos. Nach seiner "Drei-Tore-Gala" skandierten die Fans seinen Namen und forderten ihn auf, in Richtung Fankurve zu kommen, um mit ihm die "Laola" zu machen (siehe Foto):

„Als die Fans meinen Namen riefen, wusste ich erst nicht, was ich tun sollte. So etwas habe ich noch nie erlebt.“

Am Ende fuhr Foy schließlich zu den Fans und machte mit dem Eisbären-Anhang die "Laola".

Eisbären verpflichten Jamie Arniel

Die Eisbären Berlin haben am Montag überraschend einen neuen Stürmer verpflichtet. Aus der Organisation der Boston Bruins wechselt der 22-jährige Kanadier Jamie Arniel zu den Hauptstädtern. Zuletzt spielte Arniel in der AHL beim Farmteam der Bruins in Providence. In der NHL absolvierte er bisher erst ein Spiel.

Warum die Eisbären nun ausgerechnet einen neuen Stürmer verpflichtet haben, ist nicht klar. Denn eigentlich war man auf der Suche nach einem neuen Verteidiger gewesen, da nach dem überraschenden Abgang von Nick Angell in der Defensive noch Handlungsbedarf besteht.
Ob die Berliner nun noch einen Verteidiger verpflichten, ist nicht bekannt.

Jamie Arniel wird in Berlin die Trikotnummer 9 erhalten. Manager Peter John Lee sagte über den Kanadier folgendes:

Jamie ist ein sehr guter Schlittschuhläufer. Er ist von Natur aus Mittelstürmer, ein Spielmacher, der auch noch Tore schießen kann. Er ist ein junger Spieler mit viel Potential. Wir sind froh ihn davon überzeugt zu haben, dass er sich auch bei uns weiterentwickeln kann.“

Arniel befindet sich bereits in der Hauptstadt und wird morgen erstmals zusammen mit seinen neuen Teamkollegen trainieren. Ob er am Wochenende bei den beiden Auswärtsspielen in der European Trophy schon mitspielen wird, ist noch nicht klar.

Sonntag, 19. August 2012

Eisbären Berlin: Wochenend-Fazit

Die Eisbären Berlin sind am Wochenende mit zwei Siegen in die European Trophy 2012 gestartet. Am Freitagabend gelang zum Auftakt ein 6:4-Sieg gegen HC Plzen 1929. Heute folgte im zweiten Heimspiel ein deutlicher 6:1-Sieg gegen den tschechischen Vizemeister HC Kometa Brno. Nach zwei Spielen haben die Berliner damit die Maximalpunktzahl von sechs Punkten und stehen auf Platz Zwei hinter Lulea Hockey.

Die Eisbären präsentierten sich dabei in beachtlicher Frühform. In beiden Spielen schoss man eine 6:0-Führung heraus. Am Freitag ließ man danach aber deutlich nach und war längst nicht mehr so konzentriert gewesen. Die Strafe folge prompt - man kassierte vier Gegentreffer.
Heute kassierte man nach dem 6:0 nur noch einen Gegentreffer. Heute war die Defensive über die gesamte Spielzeit hoch konzentriert und ließ wenig zu.

In beiden Spielen ließen die Berliner ihr spielerisches Können schon einmal aufblitzen und zeigten teilweise sehr schöne Spielzüge. Das Powerplay funktioniert derzeit auch sehr gut. Fünf Treffer erzielten die Eisbären in Überzahl, zudem noch einen weiteren Treffer in Unterzahl.
Für den Zeitpunkt der Saisonvorbereitung ist das schon sehr stark, was die Eisbären am Wochenende gezeigt haben.

Die beiden Neuzugänge Mark Katic und Matt Foy zeigten in ihren ersten beiden Spielen für die Berliner schon einmal, was sie so alles können. Beide passen sehr gut ins Team der Eisbären. An Katic und Foy werden die Eisbären in dieser Saison noch sehr viel Freude haben.
Matt Foy erzielte gleich einmal drei Tore und bereitete zudem noch zwei weitere Treffer vor. Damit ist er Top-Scorer bei den Eisbären nach den ersten beiden Spielen. Mark Katic konnte sich auch schon über sein erstes Pflichtspieltor im Trikot der Eisbären freuen. Katic bereitete außerdem noch zwei weitere Treffer vor.

T.J. Mulock und Jimmy Sharrow zeigten sich ebenfalls in blendender Frühform. Beide erzielten je ein Tor und bereiteten zudem noch je drei Treffer vor.
Die zwölf Tore in den ersten beiden Spielen wurden von neun verschiedenen Spielern erzielt. Das zeigt, dass die Eisbären einen sehr starken Kader haben. Da ist jeder für ein Tor gut.

Am kommenden Wochenende geht es für die Eisbären mit Spielen in Salzburg (24.08./19:15 Uhr) und beim HC Mountfield 26.08./17:00 Uhr) weiter.

European Trophy: Hamburg siegt erneut - Ingolstadt verliert knapp

Die Hamburg Freezers sind weiterhin gut in Form: Zwei Tage nach dem 7:3-Auftktsieg gegen Brno feierten die Hanseaten beim 3:2 gegen Pilsen bereits den zweiten Sieg im zweiten Spiel. Für Hamburg also ein perfekter Start in die European Trophy.
Den Grundstein zum Sieg legten die Freezers bereits im ersten Drittel, als Duvie Westcott (7./PP), Thomas Oppenheimer (20./PP) und Colin Murphy (20.) eine beruhigende 3:0-Führung heraus schossen. Nick Johnson (32.) und Jiri Hanzlik (41./SH) brachten Pilsen zwar noch mal auf 3:2 heran, doch zu mehr reichte es am Ende nicht.


Einen Tag nach dem Überraschungs-Coup (5:3-Sieg bei IFK-Helsinki) kassierte der ERC Ingolstadt eine knappe 1:2-Niederlage bei Jokerit Helsinki.
Joe Motzko brachte den ERCI zwar mit 1:0 in Führung (33.), doch Jarkko Ruutu (41.) und Nichlas Hardt (58.) drehten das Spiel für Jokerit.

Impressionen vom Spiel Eisbären vs. Brno - (6:1 - 19.08.2012)


Der heutige Gegner HC Kometa Brno vor dem Spiel.



Martin Falter muss sich mächtig lang machen, um den Puck zu bekommen.



Manchmal wurde es auch etwas ruppiger.



Wieder einmal war ein Schuss von Brno sichere Beute von Rob Zepp.



Kampf um den Puck.



Ordentlich Verkehr vor Rob Zepp seinem Tor.



Eisbären-Torjubel nach dem Treffer zum 6:0.



Julian Talbot beim Bully.



Brno-Keeper Martin Falter hat den Puck.



Die kleine, sehr lustige Fangruppe aus Brno.



Shake-Hands nach dem Spiel.



Matt Foy bei der "Laola" mit den Fans.

6:1 - Matt Foy schießt Kometa Brno ab

WalkersBärenNews 2012/2013 - #2:

Die Eisbären Berlin haben auch ihr zweites Spiel bei der diesjährigen European Trophy gewonnen. Vor 6 200 Zuschauern setzte sich der Deutsche Meister gegen den tschechischen Vizemeister HC Kometa Brno verdient mit 6:1 (1:0, 4:0, 1:1) durch. Die Hauptstädter zeigten wie bereits am Freitagabend eine starke Vorstellung und konnten zudem diesmal auch über volle 60 Minuten in der Defensive überzeugen.

Bei den Eisbären fehlte heute Verteidiger Frank Hördler, der sich beim Spiel gegen Pilsen am Freitag verletzt hatte. Dagegen waren die beiden Spieler vom Kooperationspartner FASS Berlin, Henry Haase und Max Faber, wieder mit dabei. Im Tor vertraute Chefcoach Don Jackson erneut Stammkeeper Rob Zepp.

Hinein ins Spiel, welches mit vorsichtigem Abtasten begann. Beide Mannschaften versuchten erst einmal langsam ins Spiel zu kommen. Die erste große Torchance ließ knapp sieben Minuten auf sich warten. Doch sowohl André Rankel als auch Jens Baxmann verfehlten das Tor nur knapp.
Besser machte es wenig später Neuzugang Matt Foy. Die Hausherren hatten ein Überzahlspiel und Foy sorgte für die 1:0-Führung der Eisbären. Er ließ dem Keeper von Brno, Martin Falter, bei seinem Schuss frei vorm Tor keine Chance.
Wie bereits am Freitag gab es auch heute wieder eine sehr unschöne Szene. Hinter dem Tor von Rob Zepp checkte Brno-Verteidiger Boris Valabik Eisbären-Verteidiger Domin Bielke hart in die Bande. Bielke musste daraufhin verletzt in die Kabine. Aber auch Valabik durfte in die Kabine - er kassierte nämlich eine Spieldauerdisziplinarstrafe.
Doch die Eisbären brachten in den fünf Minuten Überzahl nicht viel zu Stande. Mehr passierte dann auch nicht mehr in diesem Auftaktdrittel und somit ging es beim Stand von 1:0 für die Eisbären in die erste Drittelpause.

Im Mitteldrittel nahmen die Eisbären dann so richtig Fahrt auf. Nur 46 Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt, da erhöhte Jimmy Sharrow auf 2:0.
68 Sekunden später legte Tyson Mulock nach klasse Zuspiel vom heute überragend spielenden Matt Foy das 3:0 nach.
Brno war zu Beginn des zweiten Drittels völlig überfordert und musste nur wenig später sogar das 4:0 schlucken. 23 Minuten waren gespielt und die Eisbären hatten erneut ein Powerplay. Neuzugang Mark Katic kam nach Zuspiel der Mulock-Brüder zu seinem ersten Pflichtspieltor für die Eisbären - 4:0.
Nun schraubten die Eisbären deutlich ein paar Gänge zurück. Brno versuchte nun wieder am Spiel teilzunehmen, doch die Eisbären standen heute in der Defensive einfach zu gut. Wenn doch mal ein Schuss durch kam, dann war er eine sichere Beute von Torhüter Rob Zepp.
Die Eisbären kamen nur noch gelegentlich vor das Tor der Gäste, aber dennoch konnten die Hausherren ein weiteres Mal jubeln. In der 36. Minute erhöhte Matt Foy mit seinem zweiten Treffer und dem dritten Powerplaytor an diesem Nachmittag auf 5:0.
Dabei blieb es dann und mit einer beruhigenden 5:0-Führung und Standing-Ovations der Eisbären-Fans ging es die Kabinen.

Im letzten Drittel weiter das selbe Bild. Die Eisbären die dominierende Mannschaft, aber längst nicht mehr mit so viel Zug zum Tor wie noch in den ersten 30 Minuten. Der tschechische Vizemeister zeigte durchaus, dass man Eishockey spielen kann. Doch gegen die Eisbären brachte das heute nicht viel, denn der Deutsche Meister war letztendlich eine Nummer zu groß.
In der 48. Minute waren die Berliner mal wieder in Überzahl und erneut gelang ein Treffer bei nummerischer Überlegenheit. Zum dritten Mal war Neuzugang Matt Foy der Torschütze gewesen. Foy ließ heute schon einmal sein Können aufblitzen. An ihm werden die Eisbären in dieser Saison noch sehr viel Spaß haben.
Für Torhüter Robb Zepp reichte es am Ende leider nicht zum Shut-out. Denn Brno gelang in der 50. Minute in Unterzahl (!) der Ehrentreffer. Miroslav Holec schloss einen Konter stark ab und ließ Zepp dabei keine Chance - 6:1.
Mehr passierte dann nicht mehr und somit feierten die Eisbären einen souveränen 6:1-Sieg gegen Brno.

Fazit:

Die Eisbären waren wie bereits am Freitag die spielerisch bessere Mannschaft. Anders als am Freitag hielt man die Konzentration heute über die volle Spielzeit und leistete sich in der Defensive kaum Fehler. Zudem war das Powerplay heute enorm stark - vier Treffer gelangen in Überzahl. Brno agierte zwar stärker als Pilsen am Freitag, dennoch reichte es nicht für die Eisbären. Die Berliner befinden sich dagegen schon in beachtlicher Frühform.

Leistung vom Hauptschiedsrichter mit Note:

Hauptschiedsrichter waren Gordon Schukies und Markus Krahwinkel. Beide zeigten eine gute Leistung. Es gab lediglich Kleinigkeiten, die man hätte anders entscheiden können, aber sie waren nicht spielentscheidend gewesen.
Note 2.

Fanstimmung:


Die Stimmung war deutlich besser als am Freitag gewesen. Die Abstimmung klappte auch viel besser als noch am Freitag beim Spiel gegen Pilsen. Einige neue Texte wurden getestet und kamen relativ gut an. Zudem sorgte die kleine Fangruppe aus Brno (ca. zehn Leute) für jede Menge Spaß. So machten wir z.B. einen "Kometa-Wechselgesang" mit den Brno-Fans, welches denen so gut gefallen hatte, dass wir es gleich noch einmal wiederholten. Und den Ehrentreffer ihrer Mannschaft feierten sie dann auch ausgelassen...
Angesichts der Hitze draußen war es in der O2 World heute recht angenehm gewesen und brachte allen Fans eine Abkühlung.

Besten drei Spieler des Spiels:

1. Matt Foy (Eisbären Berlin/Stürmer)

2. Tyson Mulock (Eisbären Berlin/Stürmer)

3. Jimmy Sharrow (Eisbären Berlin/Verteidiger)

European Trophy: Eisbären empfangen Brno

Seit Freitagabend ist auch für die Eisbären Berlin die Sommerpause endlich vorbei. Mit 6:4 setzten sich die Berliner zum Auftakt der European Trophy gegen HC Plzen 1929 durch und feierten somit einen gelungenen Saisonauftakt. Heute Nachmittag steht bereits das zweite Heimspiel der diesjährigen European Trophy auf dem Programm. Um 16:30 Uhr gastiert der tschechische Vizemeister HC Kometa Brno in der Berliner O2 World. Die Tschechen kassierten am Freitag bei den Hamburg Freezers eine derbe 3:7-Niederlage.

Im Auftaktspiel gegen Pilsen zeigten die Hauptstädter bereits wieder einige gute Spielzüge. Es war schon erstaunlich gewesen, wie gut die Berliner im ersten Saisonspiel drauf waren. Zwischenzeitlich hatten die Eisbären mit 6:0 geführt, doch danach ließ die Konzentration nach und man offenbarte in der Defensive einige Schwächen. So konnte man den Saisonauftakt nicht als voll gelungen bezeichnen. Vor allem die drei Gegentreffer in drei Minuten im Mitteldrittel dürften Chefcoach Don Jackson verärgert haben.

Die Eisbären hatten nach der 6:0-Führung deutlich ein paar Gänge zurückgeschaltet und waren auch nicht mehr so konzentriert gewesen. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Spieler aus Pilsen teilweise alleine auf Goalie Rob Zepp zulaufen konnten. Zepp sah zwar beim ersten Gegentreffer unglücklich aus, konnte aber letztendlich die vier Gegentore auch nicht verhindern.


Mal sehen, ob Trainer Don Jackson mit seinen Spielern an den Fehlern gearbeitet hat und ob diese die Fehler nun auch abstellen. Los geht es in der O2 World um 16:30 Uhr. Wobei so richtig ist einem bei diesem Wetter nicht nach Eishockey, aber wenigstens kann man sich in der Arena am Ostbahnhof gut abkühlen...