Freitag, 26. März 2010

Pre-Play-Offs: Heute Spiel Zwei - Ingolstadt und Mannheim unter Druck

Heute Abend gehen die Pre-Play-Offs in der DEL weiter. Bei dem Modus "Best of three" kann also heute Abend schon Schluss sein für zwei Teams. Daher stehen der ERC Ingolstadt und die Adler Mannheim heute besonders unter Druck. Wobei ich sagen würde, dass der ERCI es schwerer haben wird als Mannheim. Während Mannheim zu Hause antreten kann, muss Ingolstadt es Auswärts versuchen, ein drittes Spiel in eigener Halle zu erzwingen.
Doch egal wer es schwerer hat, Eins ist für beide gleich: Sie müssen gewinnen.



Bei den Adlern ist glaube ich das Problem, dass sie sich nach einer Führung schon sicher fühlen und denken, sie gewinnen jetzt sowieso. Das hat man am Mittwoch in Augsburg wieder gesehen. Starke 15 Minuten zu Beginn, doch nach dem 1:0 wollte wieder jeder sein eigenes Ding durch ziehen (u.a. Nathan Robinson). Gerade in den Play-Offs braucht man ein Team, was auch zusammen harmoniert und voneinander profitiert. Sollte das heute nicht der Fall sein, dann sehe ich für die Kurpfälzer das Saisonende kommen.
Augsburg muss einfach so auftreten wie in Spiel 1. Auf die Chancen warten und vor allem wieder so Disziplinvoll auftreten. Dann wird es was mit dem ersten Play-Off-Serien-Sieg seit 1996.



Ingolstadt muss seine zahlreichen Fehler vom Mittwoch abstellen, nur dann kann es was werden mit dem Serienausgleich. Und sie müssen versuchen im Powerplay jede Menge Druck aufzubauen und den Haien somit gar nicht erst die Chance geben zu kontern. Denn das Köln in Unterzahl brandgefährlich ist, haben sie in Spiel Eins wieder eindrucksvoll gezeigt, als man zwei Treffer bei nummerischer Unterlegenheit erzielte. Es waren bereits die Treffer 14 und 15 in der laufenden Saison in Unterzahl.
Ingolstadt muss wieder mehr Spaß am Spiel entwickeln. Schließlich waren sie in der Hauptrunde die zweitbeste Mannschaft im Angriff. Und die Kölner Abwehr ist nicht so sattelfest, wie es am Mittwoch den Anschein gemacht hat.

Mittwoch, 24. März 2010

Pre-Play-Offs/Spiel 1: Tyler Beechey schießt Mannheim ab - Heimdebakel für Ingolstadt

Die Pre-Play-Offs in der DEL haben begonnen und es waren gleich einmal zwei torreiche Spiele zum Auftakt. Ein zu erwartender Sieg und ein überraschender Sieg - so lässt sich Spieltag Eins der Pre-Play-Offs zusammenfassen.


4:1 (2:1,1:0,1:0) - Play-Off-Stand: 1:0



Die Augsburger Panther haben gegen die Adler Mannheim mit 4:1 gewonnen. Dabei sah es Anfangs überhaupt nicht nach einem Sieg der Gastgeber aus. Zu viel Respekt zeigten sie vor den Adlern. Die spielten in der ersten Viertelstunde stark. In den ersten zwei Minuten Dauerdruck der Mannheimer, die die Anfangsphase komplett im Drittel der Panther verbrachten.
Die erste Augsburger Chance war nach fünf Minuten ein Konter gewesen. Doch Darin Olver scheiterte an Frederick Brathwaite im Adler-Tor.
Im Gegenzug fiel dann das 0:1. Der DEL-Rekordmeister mit einem Klasse-Angriff. Michael Hackert wartete hinter dem Tor lange mit dem Pass, fuhr vor´s Tor und spielte den Puck rüber zu Ahren Spylo. Der schoss den Puck rein ins Tor und brachte die Gäste zum Jubeln. Eine verdiente Führung zu diesem Zeitpunkt (6.).
Fortan Mannheim mit optischer Überlegenheit, Augsburg weiter zu zaghaft in den Angriffsbemühungen. Mannheim fuhr konsequent jeden Check zu Ende, was die Augsburger wahrscheinlich zusätzlich beeindruckte.
In der 16. Minute hatte Colin Murphy eine gute Chance gehabt, doch er schoss knapp über´s Tor.
Eine Minute später fiel dann der überraschende Ausgleich. Nach einem Schuss der Augsburger wollte Brathwaite den Puck sicher fest halten, Kink wollte ihn heraus schiessen. Beide behinderten sich gegenseitig und Tyler Beechey war der Nutznießer - 1:1 (17.).
Dieses Tor löste irgendwie eine Blockade bei den Hausherren, die von nun an besser im Spiel drin waren. Sie setzten die Kurpfälzer unter Druck, suchten immer wieder den Abschluss.
80 Sekunden vor der ersten Pause ging der AEV tatsächlich in Führung. Brathwaite konnte einen Schuss nicht festhalten, ließ den Puck nur prallen. Erneut war Tyler Beechey zur Stelle, der schoss zum 2:1 ein (19.).
Dabei blieb es nach 20 Minuten.

Das zweite Drittel begannen beide Teams verhalten. In den ersten zehn Minuten gab es auf jeder Seite nur eine nennenswerte Chance. Trepanier scheiterte frei vor Endras an Selbigem. Und Jörg verpasste das Tor nur knapp bei einem guten AEV-Angriff.
Nach 31 Minuten hatten die Augsburger Fans wieder Grund zum Jubeln.Nach herausragender Vorarbeit von Connor James, der einen Verteidiger und zudem auch noch Brathwaite umkurvte, schoss Tyler Beechey den Puck ins verwaiste Adler-Gehäuse zum 3:1 ein. Ein starkes Zuspiel von Connor James.
Mannheim war nach diesem Tor geschockt, brachte kaum etwas zu Stande. Augsburg dagegen machte weiter Druck. James, Rochefort und Jörg vergaben gute Gelegenheiten.
Nach 40 Minuten blieb es beim 3:1.

Im Schlussdrittel zeigten sich die Mannheimer durchaus bemüht und engagiert. Doch wirklich gefährliche Chancen brachten sie nicht zu Stande.
Ganz anders der AEV. Aus dem Nichts machten die das 4:1. T.J. Kemp zog einfach mal von der blauen Linie ab, Darin Olver hielt die Kelle rein und der Puck schlug hinter Brathwaite ein (51.).
Fortan zogen die Gäste das Tempo noch einmal an, doch Dennis Endras entnervte die Adler-Spieler jetzt reihenweise. Die letzte Großchance vergab Ahren Spylo drei Minuten vor dem Ende.
Es blieb also nach 60 Minuten beim 4:1. Augsburg hat am Freitag in Mannheim Matchball und kann den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen.

Ich habe mir das Spiel auf Sky angeguckt. Und ich muss sagen, Anfangs waren die Mannheimer wirklich stark. Doch wie so oft in dieser Saison bringt ein Gegentor die Adler aus dem Takt und der Gegner nutzt dass dann in der Folge aus. Zwar hatten die Adler in der folgenden Spielzeit noch die ein oder andere Chance, doch im Abschluss waren sie entweder zu eigensinnig oder aber scheiterten an Endras. Am Freitag muss eine Leistungssteigerung her, denn Augsburg hat nach dem Ausgleich stark gespielt.




1:6 (0:0,1:4,0:2) - Play-Off-Stand: 0:1



Der ERC Ingolstadt hat eine bittere 1:6-Heimniederlage in Spiel Eins gegen die Kölner Haie einstecken müssen und steht nun am Freitag in Köln bereits mit dem Rücken zur Wand.
Nach torlosem ersten Drittel sorgten die Haie im Mitteldrittel für die Entscheidung. Girard brachte den ERCI zwar in Führung, doch Ciernik, Adams, Jaspers und Melischko drehten die Partie zu Gunsten der Domstädter und schossen Köln mit 4:1 in Front. Adams und Jaspers trafen jeweils in Unterzahl (die Kölner Spezialität, jetzt sind es schon 15 Unterzahltore in dieser Saison!).
Rudslätt und Ullmann bauten den Haie-Sieg im letzten Drittel noch aus.

Hinweis an alle Tipper

Update 24.03.10 18:15
Jetzt sind alle Spiele in der Datenbank und können getippt werden.
Alle Tipps die uns per Mail erreichten, fügen wir morgen im Laufe
des Tages ein...

Update:

Wie ihr sicher schon mitbekommen habt, sind die Pre-Play-Off-Spiele noch nicht im Tippspiel zum Tippen drin. Daher würde ich alle Tipper bitten, mir ihre Tipps per E-Mail zu schicken. Die Tipps werden dann, sobald die Spiele im Tippspiel frei geschalten sind, nachgetragen und natürlich ausgewertet. Wir wollen ja in der heißen Phase der DEL-Saison nicht ohne Tippspiel bleiben.

Meine E-Mail-Adresse: walkersbaerennews@eisbaerlin.de

Vergesst nicht euren Tippspiel-Namen mit anzugeben, damit wir die Tipps auch zu ordnen können.
Die Tipps werden hier im Blog veröffentlicht. Natürlich erst um 19:30 Uhr. Damit keiner beim Anderen abgucken kann (grins). Das dient natürlich auch der Sicherheit, damit an den Tipps nichts mehr geändert wird nach Beginn.

Sorry für die Umständlichkeit.

Bericht vom Sonntag, den 21.03.2010:


Die DEL-Hauptrunde ist vorbei, ab Mittwoch beginnt endlich die heiße Phase einer jeden DEL-Saison. Das eisbaerlin-Tippspiel ist noch nicht zu Ende. Wir werden auch die Play-Offs (und auch die Pre-Play-Offs) tippen. Die Spiele werden noch in die Datenbank eingetragen und dann sind sie rechtzeitig im Tippspiel-Kalender zu finden.

Der aktuelle Stand nach 60 Spieltagen sieht wie folgt aus:

1. Walker27 289
2. klekse77 280
3. orti73 276
4. Buschi 274
5. Goofy 269
6. Jillson 250
7. face-off 243
8. DiPiETRO 240
9. Pittiplatsch 223
10. willaetc 189


Wer jetzt zu den Play-Offs noch schnell einsteigen und mittippen möchte, dem sei gesagt. Auch wenn diejenigen, die jetzt erst einsteigen, nichts mehr mit dem Gesamtsieg zu tun haben werden. Man kann auch noch ein Preis mit dem besten "Punkte-pro-Tipp"-Durchschnitt gewinnen. Dazu muss man "nur" 20 Tipps abgegeben haben.

Wir freuen uns über jeden neuen Tipper.

Der erste Abgang bei den Eisbären nach der Saison trägt den Namen Denis Pederson

Nach der Meldung des ersten Neuzuganges haben die Eisbären heute auch den ersten Abgang zu vermelden.

Denis Pederson hat sich entschlossen nach dieser Saison aus familiären Gründen seine Karriere als Eishockeyspieler zu beenden.

Ich finde es sehr schade, denn ich hätte mir schon gewünscht, dass er sich ein Beispiel an unser "Monster" Mark Beaufait nimmt und noch ein paar Jahre bei uns spielt. Ich hoffe nur das er sein Versprechen wahr macht und der O2 und damit den Eisbären hin und wieder einen Besuch abstattet.

Ich wünsche ihm viel Glück für deine Zukunft und ein baldiges Wiedersehen als Gast in der O2 World.


Eisbären

Interview mit "Pidi"

Dienstag, 23. März 2010

Kassel Huskies sind gerettet!

Update:

Anscheinend sind die Kassel Huskies noch nicht ganz gerettet. Das ist jedenfalls der Pressekonferenz zu entnehmen. Mehr Infos gibt es hier.


Bericht von 13:48 Uhr:


Endlich einmal gute Nachrichten aus der DEL. Die Kassel Huskies sind gerettet und nehmen somit auch am Spielbetrieb in der kommenden Saison teil.

Die Entscheidung fiel gestern Abend. Lange war spekuliert worden, ob der Unternehmer Dennis Rossing die Kassel Huskies - und damit auch sämtliche Schulden - übernehmen würde oder nicht. Gestern Abend gab Rossing das OK.

Zwar müssen wohl noch einige Details geklärt werden, aber die Aussage von Rainer Lippe macht Hoffnung:

"Ich bin froh, dass es mit Dennis Rossing und den Kassel Huskies weitergeht."

So, dann fehlen ja nur noch die guten Nachrichten aus Köln und Krefeld. Beide Teams kämpfen auch noch ums Überleben. Sollte es da neuen Informationen geben, erfahrt ihr sie wieder hier im Blog.



Skandal in der DEL verhindert

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) ist gerade noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Was ist passiert?

Am Sonntag, den 14. März 2010, gewannen die Kassel Huskies mit 3:2. Nichts besonderes werdet ihr jetzt denken. Aber die Kassel Huskies setzten Verteidiger Jean-Philippe Coté ein. Der hatte aber beim Spiel zuvor in Mannheim eine Disziplinarstrafe erhalten. Da es sein dritte in der laufenden Saison war, war er für das Spiel gegen die DEG eigentlich gesperrt gewesen.

Wenn Düsseldorf innerhalb von 24 Stunden Protest gegen die Spielwertung eingelegt hätte, wäre die Partie 5:0 für die Metro Stars gewertet worden. Taten sie aber nicht, weil sie es nicht mitbekommen haben.

Erst ein Leser der Eishockey News hatte den Hinweis gegeben. Wenn die DEG im Nachhinein noch protestiert hätte, wäre der Skandal perfekt gewesen.
Und wer hätte es der DEG verübeln können, wenn sie tatsächlich noch protestiert hätte. Denn mit den drei Punkten hätten die Rheinländer Nürnberg von Platz Fünf verdrängt. So wären also auch die Play-Off-Ansetzungen für´s Viertelfinale noch einmal anders geworden.

Doch alle betroffenen DEL-Teams (Düsseldorf, Nürnberg, Wolfsburg und Hannover) waren einsichtig und so wird an dem Spielausgang nichts mehr geändert. Und der DEL bleibt eine Peinlichkeit erspart.


Quelle

DEL-Hauptrunden-Bilanz 2009/2010

Seit Sonntagnachmittag ist die Hauptrunde der Deutschen Eishockey Liga zu Ende. Viele werden gesagt haben, "endlich". In der Tat ist die Vorrunde einer jeden DEL-Saison viel zu lang, für manch einen sogar eine ohne wirklichen Stellenwert. Denn nach der Hauptrunde geht es mit den Play-Offs wieder von vorne los. Da können sich dann selbst die Eisbären von ihrer Rekord-Hauptrunde nichts "kaufen".

Doch wie hat die Vorrunde 2009/2010 im Vergleich zu der Vorrunde von 2008/2009 abgeschnitten? Hier und da gab es Verbesserungen, aber auch Verschlechterungen. Ich werde euch nun mal einen Überblick über die Bilanz der bisherigen Saison geben.

Erst einmal fällt sofort auf, dass im Vergleich zur letzten Hautrunde mehr Tore gefallen sind - 2650 mal klingelte es bisher im Tor (2527 mal waren es in der letzten Saison). Trotz nur vier Spielen mehr ist das ein erheblicher Anstieg. Der Schnitt ist von 6,07 auf 6,31 Tore pro Spiel angestiegen.

Thomas Greilinger (Ingolstadt) hat mit seinen 38 Toren mehr geschossen, als der letztjährige Top-Torschütze Ken Magowan (Wolfsburg/29 Tore).
Auch in der Rubrik "Top-Scorer" hat es eine Verbesserung gegeben. Und das gleich um ganze 10 Punkte. Letztes Jahr "teilten" sich Jason Ulmer (Wolfsburg) und Robert Hock (Iserlohn) mit je 64 Punkten Platz Eins.
Und dieses Jahr ist schon wieder ein Ulmer vorne - diesmal Jeff Ulmer von den Frankfurt Lions. Er sammelte in der Hauptrunde 74 Punkte.
Bei den Vorlagengebern konnte Tore Vikingstad (Hannover/50 Vorlagen) eine Torvorlage mehr geben als der Erste vom letzten Jahr - Robert Hock (Iserlohn/49 Vorlagen).
Bei den Shut-outs der Torhüter hatte letztes Jahr Frederick Brathwaite (Mannheim) mit sechs "Zu-Null-Spielen" die meisten gehabt. Dieses Jahr schaffte Rob Zepp (Eisbären) fünf "Zu-Null-Spiele".

Die meisten Siege und die meisten Tore errungen bzw. erzielten die Heimteams. 251 Heimsiege (59,8 %) gab es in der Hauptrunde 2009/2010. Das ist eine Steigerung von 0,4 % gegenüber dem Vorjahr (254 Heimsiege).
1438 Tore (54,3 %) erzielten die Heimteams. Es waren 0,3 % weniger als in der vergangenen Saison.

In der Verlängerung wurde weniger Spiele gewonnen als letztes Jahr. Waren es in der vergangenen Hauptrunde noch 81 Siege nach Overtime (19,5 %), so waren es diesmal "nur" 75 Siege (17,9 %).Und der Trend, dass die Heimteams mehr Verlängerungen gewinnen, hat sich auch gewendet. Letztes Jahr siegten die Heimteams noch 45-mal, dieses Jahr waren es plötzlich "nur" noch 36-mal.

Im Vergleich zur letzten Hauptrunde gab es in dieser weniger Strafminuten - 2008/2009 im Schnitt 18,8 Minuten, 2009/2010 im Schnitt 17,4 %.

Der Zuschauerschnitt - wen wundert es - ist zurückgegangen. Viel zu oft waren die Hallen nicht einmal zur Hälfte gefüllt. Besonders fällt so was natürlich auf bei den Arenen von Köln oder Düsseldorf. Aber auch die "kleinen" Teams haben erhebliche Zuschauerrückgänge zu verkraften gehabt. Letzte Saison waren es noch im Schnitt 5867 Zuschauer gewesen, dieses Jahr nur noch 5807 Zuschauer.
Nur vier Teams konnten ihren Schnitt im Gegensatz zum Vorjahr noch einmal verbessern. Ingolstadt um 394 Zuschauer, die Eisbären um 315 Zuschauer, Wolfsburg um 139 Zuschauer und Straubing um 96 Zuschauer.

Wenn es darum geht zu sagen, welche Teams in dieser Saison bisher am meisten überrascht haben, würde ich sagen Wolfsburg, Frankfurt und Augsburg.
Wolfsburg, weil sie sich zu einem Top-Team entwickelt und den Sprung nach oben geschafft haben. Frankfurt, weil sie die gesamte Saison über mit erheblichen Verletzungsproblemen zu kämpfen hatten und sich trotzdem im Schlussspurt noch Platz Zwei gesichert haben. Und Augsburg, weil sie nahezu problemlos die Pre-Play-Offs erreicht haben und sich zu einer absoluten Heimmacht entwickelt haben.

Schaut man mal, welche Teams im Vergleich zur letzten Hauptrunde die meisten Platzsprünge gemacht haben, dann fallen einem Frankfurt und Ingolstadt ins Auge. Frankfurt schloss die Hauptrunde 08/09 als Neunter ab, dieses Jahr sind sie plötzlich Zweiter. Ingolstadt war letztes Jahr nach der Punkterunde nur Zwölfter, dieses Jahr sind sie Siebenter.

Zu den Enttäuschungen im Vergleich zur letztjährigen Tabelle kann man Hamburg und Krefeld zählen. Hamburg, letztes Jahr noch Achter, ist diese Saison bis auf den vorletzten Platz zurückgefallen. Krefeld, letztes Jahr noch Sechster und sicherer Viertelfinal-Teilnehmer, schloss diese Saison als Zwölfter ab.

Aber mal abgesehen vom Tabellenvergleich zählen natürlich auch Mannheim und Köln zu den großen Verlierern (bisher jedenfalls) der Saison. Mannheim galt vor der Saison als Herausforderer Nummer Eins für Berlin. Nur durch einen starken Schlussspurt wurden die Pre-Play-Offs noch erreicht. Das wird keinen in Mannheim zufrieden gestellt haben.
Köln wollte die verkorkste letzte Saison vergessen machen, doch man erreichte gerade so noch die Pre-Play-Offs. Köln hat sich vom Spitzenteam zu einem mittelmäßigen Team entwickelt, dessen Ziel derzeit nicht die Spitze sein kann.


Quelle: aktuelle Ausgabe der Eishockey News (Ausgabe 12 vom 23.03.2010)

Sonntag, 21. März 2010

Pre-Play-Off Vorschau/Teil 2


Die zweite Paarung der diesjährigen Pre-Play-Offs ist die zwischen den Augsburger Panthern und den Adlern aus Mannheim. Die Einen, Augsburg, haben ihr erstes Saisonziel erreicht. Die Anderen, Mannheim, haben ihr erstes Saisonziel klar verpasst. So kann man die Voraussetzungen für diese Serie beschreiben.

Wie bei der ersten Serie kann auch hier die Heimstärke den Ausschlag geben. Die Augsburger Panther zeigten vor allem im heimischen Curt-Frenzel-Stadion überragende Leistungen. 19 Siege fuhren die Panther zu Hause ein. Nur zwei davon wurden in der Extra-Spielzeit eingefahren. Selbst Hauptrundensieger Eisbären Berlin kassierte zwei Pleiten beim AEV. Alle neun Niederlagen setzte es nach 60 Minuten.
Mannheim gewann auswärts nur zehn von 28 Spielen - zwei davon in der Extra-Spielzeit.

In der Hauptrunde gewannen die Augsburger drei Partien. Zu Hause setzte sich der AEV mit 4:3 n.V. und 3:2 n.P. durch. In Mannheim setzten sie sich mit 3:2 n.P. durch. Mannheim gewann sein einziges Spiel gegen die Panther daheim mit 4:2.
Man sieht also, Augsburg hat schon in der Punkterunde beide Spiele zu Hause gewonnen. Allerdings waren es zwei enge Spiele, die erst in der Verlängerung bzw. im Penaltyschiessen entschieden wurden.

Im Vergleich der beiden Keeper sehe ich die Adler im Vorteil. Dennis Endras (AEV) schloss die Hauptrunde mit einer Fangquote von 90,5 % ab. Zwei Shut-outs gelangen ihm.
Frederick Brathwaite (MERC) kam auf eine Fangquote von 91,4 %. Ihm gelangen vier Shut-outs.
Einen Vorteil hat Endras aber im Penaltyschiessen. Er gewann alle fünf Penaltyschiessen in der Hauptrunde. Brathwaite gewann zwei, verlor drei.

Überraschend finde ich, dass gleich fünf Augsburger unter den Top-25 bei den Top-Scorern zu finden sind, aber kein Mannheimer. Darin Olver (60 Punkte), Tyler Beechey, Colin Murphy (je 57 Punkte), Brett Engelhardt (54 Punkte) und Connor James (53 Punkte) sind die besten Panther-Punktesammler der Vorrunde. Selbst der sechstbeste Scorer der Augsburger, Chris Collins, ist mit 46 Punkten besser als Mannheim´s bester Scorer.

Bei Mannheim sind drei Spieler ziemlich eng beisammen in der internen Scorer-Liste. Scott King (45 Punkte), Justin Papineau (44 Punkte) und Nathan Robinson (42 Punkte) führen die Liste der Adler an.

Bei den Special-Teams (Über-/Unterzahl) haben die Kurpfälzer die Nase leicht vorn. Mannheim kam in der Hauptrunde auf eine Powerplayquote von 17,9 %, Augsburg auf 17,21 %. In Unterzahl weisen die Mannheimer eine Quote von 81,13 % auf, Augsburg von 78,52 %.

Mein Tipp:

Die Augsburger Panther werden sich gegen den DEL-Rekordmeister durchsetzen. Ausschlaggebend ist die Heimstärke der Panther. Mannheim konnte in dieser Saison auswärts zu selten überzeugen.
2:1 für den AEV.

Pre-Play-Off-Vorschau/Teil 1



Die erste Paarung der Pre-Play-Offs ist die zwischen dem ERC Ingolstadt und den Kölner Haien. Bei beiden Teams hätte man wohl meinen können, sie qualifizieren sich direkt für´s Viertelfinale. Nun müssen aber beide den Umweg gehen.

Die Heimstärke der Panther könnte der Schlüssel zum Gewinn dieser Serie sein. In der Hauptrunde gewann der ERCI 18 Heimspiele (zwei davon in der Extra-Spielzeit) und kassierte nur zehn Niederlagen (alle in regulärer Spielzeit).
Köln ist in dieser Saison auswärts nicht so stark. Nur sieben Mal fuhren die Haie als Sieger zurück. Ein Sieg davon gelang erst in der Extra-Spielzeit.

In der Hauptrunde gelangen beiden Teams jeweils zwei Siege. Jeder gewann dabei einmal zu Hause und einmal Auswärts. Ingolstadt siegte daheim 5:4 und in Köln 4:3 n.V. Köln gewann zu Hause 4:3 n.V. und beim ERCI 8:5.
Ausgeglichene Bilanz also.

Beide Keeper sind ungefähr gleich stark. Ingolstadt´s Dimitri Pätzold hatte in der Hauptrunde eine Fangquote von 90,3 %, Köln´s Lars Weibel hatte etwas mehr - 90,6 %. Beide schafften jeweils zwei Shut-Out´s.

Die Domstädter müssen besonders auf Thomas Greilinger aufpassen. Der Ingolstädter spielt bisher eine überragende Saison, schloss die Punkterunde mit 73 Punkten (38 Tore/35 Vorlagen) ab.
Auch Ingolstadt´s zweitbester Scorer, Bob Wren (58 Punkte), weist mehr Punkte als Köln´s bester Scorer auf. Auch wenn es nur ein Punkt ist.

Bei Köln ragten in dieser Saison bisher Ivan Ciernik (57 Punkte) und Marcel Müller (56 Punkte) heraus. Vor allem Müller seine Leistung ist überraschend. Er hat in dieser Saison den endgültigen Durchbruch geschafft.

Auch die Special-Teams (Über-/Unterzahl) könnten entscheidend für den Ausgang dieser Serie sein. Da ist Ingolstadt in der Punkterunde besser gewesen. In Überzahl weisen die Panther eine Quote von 18,64 % auf, in Unterzahl 82,64 %.
Köln war in Überzahl etwas schlechter. 16,10 % war die Erfolgsquote der Haie.
Knackpunkt kann das Unterzahlspiel der Kölner sein. In der Vorrunde hatten sie mit 79,18 % die drittschlechteste Unterzahlquote. Allerdings trafen sie auch so oft wie kein anderes Team mit einem Mann weniger auf dem Eis - 13 Tore.

Mein Tipp:
Der ERC Ingolstadt wird dank seiner Heimstärke das Viertelfinale erreichen. Sie gewinnen ihre beiden Heimspiele, verlieren aber ihr Auswärtsspiel in Köln.
2:1 für den ERCI.

60. Spieltag: Letzte Entscheidungen sind gefallen

Man war das nochmal ein spannender letzter Spieltag in der DEL. Da wurde selbst das Live-Ticker gucken zur reinen Nervensache. An diesem letzten Spieltag sind die letzten Entscheidungen gefallen. Eins vorne weg: Das "Wunder von Iserlohn" ist ausgeblieben.

Die Frankfurt Lions haben in der letzten Minute noch Platz Zwei erreicht. Im direkten Duell gegen den bisherigen Zweiten Wolfsburg schoss Jeff Ulmer 75 Sekunden vor dem Ende das 2:1 und damit Wolfsburg auf Rang Drei.
Die Leistung der Hessen ist gar nicht hoch genug anzurechnen. Seit Wochen spielen sie mit einer Rumpftruppe aufgrund einer nie da gewesenen Verletztenmisere. Für mich sind die Lions ein ernst zunehmender Titelkandidat - ein Geheimfavorit.

Die Hannover Scorpions verteidigten durch einen 3:1-Auswärtssieg Platz Vier und damit Heimrecht im Viertelfinale. Bouck brachte den ERCI zwar in Führung, doch Vikingstad, Dolak und Herperger (Empty-Net-Goal) drehten die Partie für die Niedersachsen.
Ingolstadt rutschte durch diese Pleite auf Platz Sieben in die Pre-Play-Off-Ränge ab.

Auf Platz Fünf haben sich die Thomas Sabo Ice Tigers noch vorgekämpft. Die Franken standen vor Beginn des letzten Spieltages noch auf Platz Sieben. In Hamburg gewannen die Ice Tigers mit 5:3. Dabei verspielten die Nürnberger beinahe noch eine 2:0-Führung. Hamburg drehte nämlich das Spiel und ging mit 3:2 in Front. Doch Björn Barta, Eric Chouinard und Peacock drehten das Spiel dann wieder für die Gäste.

Die DEG Metro Stars verloren in Augsburg mit 3:6 und schließen die Hauptrunde als Sechster ab. Den Grundstein zum Sieg legten die Panther im Mitteldrittel, als man aus einem 2:1 ein 5:1 machte. Die DEG ist trotz der Niederlage gerade so noch einer Pre-Play-Off-Serie gegen Köln aus dem Weg gegangen. Dank Ingolstadt...

Die Iserlohn Roosters haben das "Wunder vom Seilersee" verpasst. Gegen Mannheim hätten die Roosters mit acht Toren Unterschied gewinnen müssen, um noch Zehnter zu werden. Das hatte sich aber schon nach 20 Minuten erledigt gehabt, denn der MERC führte bereits mit 3:0. Erst danach fingen die Gastgeber zu spielen an, doch es reichte nicht mehr für das Wunder.

In den beiden Partien, wo es nur noch um die Ehre ging, gab es zwei Heimsiege. Die Straubing Tigers beenden ihre Saison mit einem Achtungserfolg. Sie gewannen gegen den Tabellenführer Berlin mit 4:3. Der EHC wird es verschmerzen können.
Und Krefeld fegte zum Saisonende Kassel mit 7:1 vom Eis.

Damit stehen jetzt die beiden Pre-Play-Off-Paarungen fest:

ERC Ingolstadt vs. Kölner Haie

Augsburger Panther vs. Adler Mannheim

Und auch die ersten beiden Viertelfinalserien stehen fest:

Grizzly Adams Wolfsburg vs. DEG Metro Stars

Hannover Scorpions vs. Thomas Sabo Ice Tigers

Zu den Pre-Play-Offs folgt noch eine ausführliche Vorschau von mir.