Montag, 5. Juli 2010

Frankfurt Lions geben auf

Das Kapitel "DEL" ist für die Frankfurt Lions beendet. Der hessische Traditions-Eishockey-Klub gibt auf.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass der Deutsche Meister von 2004 die Lizenz für die kommende DEL-Saison nicht erhalten werde. Zwar hatte man noch ganz kleine Hoffnung gehabt, dass die DEL bei Ihrer Gesellschafterversammlung am Freitag etwas Anderes bekannt geben würde und Frankfurt weiter DEL-Eishockey spielen kann. Doch daraus wurde nichts. Sie bleiben ohne Lizenz für die Saison 2010/2011.

Man wird auch den Gang zum DEL-Schiedsgericht nicht mehr antreten. Lions-Boss Siggi Schneider gab heute auf einer Pressekonferenz bekannt, dass es für die Frankfurt Lions keine Zukunft mehr gebe.
Mit ca. 4,4 Millionen Euro ist Frankfurt verschuldet. Die Stadt sowie private Geldgeber leisten keine finanzielle Unterstützung mehr.

Für den Verein, aber vor allem für deren Fans, tut mir das Aus der Frankfurt Lions sehr Leid. Klar, die Lions waren einer unserer Rivalen, aber Spiele gegen Frankfurt waren ja auch gerade deswegen immer sehr sehenswert und emotional. Diese Spiele werden mir fehlen.
Ich hatte immer gehofft, dass man sich mal wieder in einem DEL-Finale gegenüber stehen würde und dann "Revanche" nehmen kann für das verlorene Finale von 2004. Damals hatte ich mir das letzte Spiel in Frankfurt angeschaut und war sehr enttäuscht gewesen über das verpasste Ziel "Meisterschaft".
Nun wird es also keine "Revanche" mehr geben. Schade.

Ich bin gespannt, wie es jetzt mit den Frankfurt Lions weiter gehen wird. Besser gesagt, wo es mit den Hessen weiter geht. Zudem wird jetzt bestimmt der große Run auf die Spieler der Lions losgehen.

Eine DEL ohne die Frankfurt Lions. Ich kann es mir nicht vorstellen, es ist aber nun LEIDER Realität!


Quelle

Interview mit Lions-Boss Siggi Schneider

Freitag, 2. Juli 2010

Nationalmannschaft: Uwe Krupp bleibt weiterhin Bundestrainer

Es gibt Sie doch noch in dieser schweren Zeit für das deutsche Eishockey. Gemeint sind gute Nachrichten. Uwe Krupp bleibt für ein weiteres Jahr Bundestrainer. Das berichtet Sport 1.

Ich finde die Vertragsverlängerung von Krupp sehr gut. Er ist der richtige Trainer fürs Nationalteam. Seit 2005 steht er nun hinter der Bande des DEB-Teams. Mit ihm als Trainer schaffte Deutschland bei der Heim-WM in diesem Jahr einen sensationellen vierten Platz.

Dieser vierte Platz war bei dem ganzen Sommertheater in der DEL schon wieder in Vergessenheit geraten.

München erhält Lizenz - Frankfurt und Kassel nicht!

Nun ist es also auch offiziell, was sich angedeutet hat: Der EHC München, Zweitliga-Meister 2010, erhält die DEL-Lizenz für die Saison 2010/2011.
Der EHC München bekommt bei uns im Blog ab sofort das neue Label MUC. Damit könnt ihr auf die Nachrichten über München auch über das Logo des EHC München in der DEL-Tabelle zugreifen. Ältere Nachrichten zum EHC München findet Ihr hier.


Dagegen erhalten die Frankfurt Lions und die Kassel Huskies keine Lizenz.

Der Ausschluss der beiden hessischen Teams wurde wie folgt begründet:

"Beide Clubs haben die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, welche in Zusammenarbeit mit einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft wurde, im Rahmen der Vorschriften der Lizenzordnung nicht
nachweisen können. Die Verweigerung der Lizenz im Fall Kassel erfolgte unabhängig von dem Ausschluss der EC Kassel Huskies Sportmanagement GmbH als Gesellschafter vom 27.5.2010 aufgrund Insolvenzeröffnung und beruht auf anderen rechtlichen Grundlagen, nämlich den in der Lizenzordnung der Liga festgelegten Kriterien für die Lizenzbestätigung."


Die Kassel Huskies, besser gesagt Geschäftsführer Dr. Fritz Westhelle, hatte bereits vor der Gesellschafterversammlung mal wieder für große Aufregung gesorgt. Er hatte erneut eine "Einstweilige Verfügung" vorgelegt, wonach die Kassel Huskies heute nicht ausgeschlossen werden dürfen.

Wie die HNA berichtet, bleiben sowohl Frankfurt als auch Kassel Mitglied der DEL, allerdings dürfen Sie nicht spielen.
Dadurch steht auch noch nicht fest, wie der neue Spielplan aussehen wird. Denn es ist ja nach wie vor noch unklar, wie viele Teams denn nun im September an den Start gehen werden.

Die DEL hatte den Kassel Huskies vor Beginn der Versammlung folgendes angeboten:

"Die DEL hatte den Kassel Huskies im Vorfeld der heutigen Versammlung angeboten, alle strittigen Themenkomplexe zeitnah und damit insbesondere für alle Beteiligten rechtzeitig vor Saisonbeginn, von dem unabhängigen Schiedsgericht der Deutschen Eishockey Liga verbindlich klären zu lassen. Dies wurde von den Kassel Huskies abgelehnt."

Desweiteren wäre noch zu erwähnen, dass alle anderen DEL-Vereine Ihre Lizenz erhalten haben.
Wir können gespannt sein, wie das ganze Sommertheater jetzt weiter gehen wird. Oder hat es nun endlich ein Ende gefunden?


Quellen: Hockeyweb / Eishockey News

Donnerstag, 1. Juli 2010

Der Tag danach

Was war dass gestern für ein ereignisreicher Abend für das deutsche Eishockey. Zunächst wurde den Frankfurt Lions die Lizenz für die kommende Saison entzogen und kurze Zeit später auch den Kassel Huskies (siehe hier).

Die Frankfurt Lions hatten den Lizenzentzug sofort auf Ihrer Homepage verkündet. Das haben inzwischen auch die Kassel Huskies getan.
Doch beide Vereine gehen nun andere Wege, wie Hockeyweb berichtet. Laut denen werden sich die Huskies nicht mit dem Lizenzentzug zufrieden geben und das DEL-Schiedsgericht anrufen.
Derartiges haben die Frankfurt Lions aber wohl nicht vor (siehe hier).

Die Nachricht über das Aus der Frankfurt Lions für die kommende DEL-Saison machte gestern Abend schnell die Runde. Und diese Nachricht traf vor allem die Fans der Hessen ganz hart.
Die Jungs von Break-Away berichten darüber, dass es ein noch schlimmeres Gefühl sei, als der sportliche Abstieg 2003.

Man kann Ihre Trauer durchaus verstehen als selbst eingefleischter Eishockey-Fan. Ich möchte nicht wissen, wie es mir gehen würde, wenn den Eisbären derartiges passieren würde.

Ein anderer Lions-Fan hat heute bei Twitter folgendes gepostet:

"ich kann es immer noch nicht glauben :( mein Herz blutet immer noch & diese leere einfach schrecklich ...:"

Man sieht also, die Fans der Frankfurt Lions sind noch immer geschockt über das DEL-Aus des Deutschen Meisters von 2004. Sicherlich sind aber auch die Fans der Kassel Huskies entsetzt, aber deren Verein will sich ja wie bereits erwähnt mal wieder nicht damit zufrieden geben.

Derweil soll der Zweitliga-Meister und DEL-Aspirant EHC München die Lizenz für die kommende Saison erhalten. Aber man sollte lieber den morgigen Tag abwarten, denn dann will die DEL die Lizenzvergabe bekannt geben.

Was derzeit bleibt, ist der Schock darüber, nächste Saison eine DEL ohne die Franfurt Lions und die Kassel Huskies zu erleben. Man kann sich das noch gar nicht so richtig vorstellen, doch so wird es aber kommen. Wenn es morgen nicht noch irgendein Wunder gibt und wie aus heiterem Himmel doch alle DEL-Klubs die Lizenz erhalten.

Paukenschlag: Frankfurt Lions und Kassel Huskies erhalten keine Lizenz für die Saison 2010/2011!

Update:

Laut der Eishockey News wurde auch den Kassel Huskies die Lizenz für die kommende DEL-Saison entzogen. Ein trauriger Abend für das deutsche Eishockey. Und natürlich auch für das hessische Eishockey. Das Sommertheater hat seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Da kann man ja echt gespannt sein auf Freitag, wenn die DEL alle Entscheidungen in Sachen Lizenzen bekannt gibt. Mal sehen, was uns dann noch Alles erwartet.


Bericht vom 30.06.2010 um 21:47 Uhr:

Da hatte rp-online wohl falsche Informationen gehabt. Denn diese hatten in Ihrem Artikel darüber berichtet, dass sowohl München als auch Kassel und Frankfurt die DEL-Lizenz für die kommende Spielzeit erhalten.

Dem ist nicht ganz so, denn die Frankfurt Lions erhalten für die Saison 2010/2011 keine Lizenz. Das berichtet der Verein auf seiner Homepage. Darin wird dies wie folgt begründet:

"...da die Frankfurt Lions nach Auffassung der DEL zum Abschluss des Lizenzbestätigungsverfahrens ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gemäß der Lizenzordnung der DEL nicht innerhalb der am 23. Juni 2010 abgelaufenen Ausschlussfrist nachweisen konnten."

Das nenne ich mal einen Paukenschlag. Denn letzten Mittwoch hatten die Hessen gerade noch rechtzeitig Ihre fehlenden Unterlagen eingereicht und sich somit gerettet gehabt. Allerdings hieß es damals auch, dass nun noch die Bestätigung des DEL-Wirtschaftsprüfers aus steht.
Diese erfolgte nun wohl, aber nicht zur Freude der Frankfurt Lions.

Sobald es mehr Informationen zu diesem Thema gibt, erfahrt Ihr es hier im Blog.


Quelle

Dienstag, 29. Juni 2010

DEL ändert Strafmaß bei Spieldauerdisziplinarstrafen

Gestern hatte ich es in meinem Bericht bereits angedeutet, nun ist es auch offiziell bestätigt worden: Die Deutsche Eishockey Liga ändert das Strafmaß bei den Spieldauerdisziplinarstrafen.

Demnach wird ein Spieler nicht mehr automatisch für das nächste Spiel gesperrt, wenn er eine Spieldauer erhalten hat. Dass war allerdings bisher so gewesen. Jetzt soll dies erst der Fall sein nach der dritten Spieldauerstrafe.
DEL-Spielleiter Jörg von Ameln begründete dies wie folgt:

"Damit wollen wir die Auswirkungen der zuletzt gehäuft ausgesprochenen Strafen etwas abfedern."

Vielleicht ist dass der Anfang dafür, dass Wir endlich wieder einmal körperbetontes Eishockey sehen können in den Stadien der DEL.

Auch der Wolfsburger Manager Charly Fliegauf begrüßte diese Änderung:

"Ich denke, die DEL hat das einstige Image einer Rüpelliga längst abgelegt und so gesehen ist diese Modifizierung absolut sinnvoll."

Na dann lassen Wir uns doch einmal überraschen, wie das Ganze dann umgesetzt wird. Auf jeden Fall ist es mal eine Entscheidung der DEL-Verantwortlichen, die bei den Fans Anklang findet.

Quelle

Montag, 28. Juni 2010

Neues aus der DEL

Es ist mal wieder etwas Bewegung in die DEL gekommen. Dabei gibt es sogar eine etwas überraschende Nachricht.

Profi-Schiedsrichter Rick Looker beendet mit sofortiger Wirkung seine DEL-Karriere, er kehrt zurück nach Nordamerika. Dort wird er nun in der ECHL und der AHL pfeifen
Looker begründete dies wie folgt:

„Letztlich hat mich die räumliche Trennung von meiner in den USA lebenden Ehefrau Mary und meiner Familie zur Rückkehr bewogen. Ich hatte fünf schöne Jahre in Deutschland und möchte mich bei allen Verantwortlichen und den deutschen Eishockey-Fans bedanken.“

Das ist eine Meldung, die man so nicht erwarten konnte. Ich muss zugeben, dass ich Ihn Anfangs überhaupt nicht mochte. Für mich war er Einer, der oft zu kleinlich pfiff. Allerdings habe ich meine Meinung nach einer ganzen Zeit geändert. Zwar pfiff er kleinlich, aber man muss ihm zu Gute halten, dass er das meist konsequent in (fast) allen Spielen tat und nicht nur immer gelegentlich.
Was ich damit sagen will, andere Schiedsrichter pfeifen mal kleinlich und mal lassen Sie zu viel laufen.

Quelle


Die Augsburger Panther haben einen neuen Stürmer verpflichtet. Aus Prag kommt Noah Clarke zum deutschen Vizemeister. Er soll dort in der ersten Reihe die Postion des linken Flügelstürmers übernehmen.

Quelle

Eine weitere Meldung betrifft die ganze DEL. Wie rp-online erfahren haben will, nehmen nächste Saison 16 Mannschaften am Spielbetrieb der Deutschen Eishockey Liga teil (DEL). Das würde heißen, dass sowohl Zweitliga-Meister EHC München als auch die Krisen-Klubs Frankfurt Lions und Kassel Huskies die Lizenz bekommen würden.
Eine offizielle Bestätigung zu diesem Bericht steht noch aus.

Quelle

Und der EHC München gab heute gleich einmal einen Neuzugang bekannt. Vom deutschen Vizemeister Augsburg kommt Stürmer Uli Maurer. In der DEL spielte er neben Augsburg auch schon für Nürnberg.

Quelle

Und etwas Anderes habe ich im Eisbären-Fanboard gelesen. Dazu fehlt aber noch die Quelle und es soll wohl zunächst nur geplant sein. Nur so viel: Der, der dass im Board geschrieben hat, ist Mitarbeiter der Eishockey News.


"Die DEL ist dabei, für die kommende Saison einige Veränderung in ihrer Spielordnung vorzunehmen.

So laufen jetzt auch auf dem Videowürfel die Uhren in der DEL rückwärts.

Viel wichtiger ist allerdings aus meiner Sicht, dass eine Spieldauer nicht mehr automatisch ein Spiel sperre nach sich zieht, sondern dies erst nach dem dritten Spielausschluss der Fall sein soll.


In Kraft treten wird in der neuen Saison auch, dass bei einem Strafschuss der gefoulte Spieler antreten muss, es sei denn, er wurde beim Foul derart verletzt, dass ihm das nicht möglich ist. "


Ob das jetzt letztendlich auch so eintrifft, warten wir es ab. Auf jeden Fall wäre dass mit der Spieldauer sehr verwirrend.

Quelle (Beitrag von Saku vom 28.06.2010 um 13:29 Uhr)

Samstag, 26. Juni 2010

WBN-Serie/Teil 15: Grizzly Adams Wolfsburg

Heute endet meine WBN-Serie mit den Grizzly Adams Wolfsburg.

Das Ziel für die Saison 2009/2010 war bei den Niedersachsen Platz Zehn gewesen. Dieses Ziel hatte man deutlich übertroffen. Man war am Ende der Hauptrunde auf Platz Drei, fiel erst am letzten Spieltag auf den diesen Platz zurück.
Schon dieser dritte Platz war ein Riesenerfolg für die Grizzly´s. Damit toppten Sie noch einmal ihre Vorsaison, in der man völlig überraschend den Deutschen Eishockey-Pokal gewann.

Der Saisonstart verlief mäßig. Es war ein stetiges Auf und Ab - am 2. Spieltag war man noch Zwölfter, am 10. Spieltag bereits 2.
Fortan zeigten die Grizzly´s konstante Leistungen. Am 13. Spieltag standen die Wolfsburger das letzte Mal auf Platz Sieben - einem Pre-Play-Off-Rang. Danach halten Sie sich unter den Top-6 und fielen wie bereits erwähnt erst am letzten Spieltag vom zweiten auf den dritten Platz herunter.
Die Saison wurde in den Play-Offs noch einmal gekrönt. Im Viertelfinale wurde die DEG in drei Spielen ausgeschaltet. Aber im Halbfinale war Augsburg zu stark gewesen. Dennoch war die erste Halbfinal-Teilnahme in der Vereinsgeschichte als Erfolg zu verzeichnen.

Die Grizzly Adams Wolfsburg werden auch in der kommenden Saison um die Play-Offs mitspielen. Der Kader bleibt ohne große Veränderungen.
Sechs Spieler haben den Verein verlassen - allerdings kein Weggang, der wirklich schmerzt.
Verpflichtet wurde bisher nur Verteidiger Robbie Bina (Stavanger/Norwegen).
Gesucht werden nun noch vier Spieler: ein Verteidiger (ein Deutscher) und drei Stürmer (zwei Deutsche und ein Ausländer).

Freitag, 25. Juni 2010

WBN-Serie/Teil 14: Straubing Tigers

Heute geht meine WBN-Serie mit den Straubing Tigers weiter -dem vorletzten DEL-Team meiner Serie.

Viele Experten sahen in den Straubing Tigers den Tabellenletzten nach der Hauptrunde 2009/2010. Zu schwach sah man den Kader im Vergleich mit den anderen Konkurrenten im unteren Tabellenbereich.

Doch während der Saison überraschten die Tigers mit ihrem Auftreten, so chancenlos, wie gedacht, waren Sie nämlich gar nicht. Am Ende der Hauptrunde fehlten lediglich vier Punkte bis zu Platz 10 - dem letzten Pre-Play-Off-Platz.
Dabei ging der Saisonstart erst einmal in die Hose. Am ersten Spieltag kam man mit 0:6 in Hamburg unter die Räder. Man stand erst einmal bis zum 10. Spieltag am Tabellenende. Die Experten sahen sich in Ihrer Prognose bestätigt. Aber Straubing gab nicht auf und kämpfte sich nach oben.
Die nächsten zehn Spieltage verliefen wesentlich besser, am 20. Spieltag stehen die Tigers bereits auf dem achten Platz. Eine Serie von fünf Siegen in sechs Spielen lässt die Fans und auch den Verein von mehr Träumen.
Doch am Ende verpasste man mal wieder die Pre-Play-Offs. Zwar war es diesmal knapper als sonst. Aber zu doll schwankten die Leistungen der Straubing Tigers in der entscheidenden Saisonphase. Überraschungssiegen folgten nicht erwartete Niederlagen.

Für die neue Saison dürfte man sich in Straubing vielleicht das Ziel Pre-Play-Offs setzten. Dass Sie gut Eishockey spielen können, haben Sie ja in der abgelaufenen Saison bewiesen.

Und dass Straubing jetzt angreifen will, lassen schon die ersten Neuverpflichtungen erahnen. Mit Dimitri Pätzold (Tor), Michael Bakos (Abwehr) und Carl Corazzini (Sturm) verpflichtete man gleich drei Top-Spieler aus Ingolstadt.
Zudem wurden Jan Guryca (Tor/Bremerhaven), Florian Ondruschka (Abwehr/Nürnberg), Benedikt Brückner (Abwehr/Heilbronn), Maximilian Forster (Sturm/Landshut) und Bernhard Keil (Sturm/Jungadler Mannheim) verpflichtet.

Abgänge hat man Zwölf zu verzeichnen, wobei so richtig wohl nur die Abgänge von Top-Scorer Ryan Ramsay und Torwart-Idol Mike Bales schmerzen dürften.
Gesucht werden nun noch drei Ausländer für den Sturm - u.a. zwei für die erste Sturmreihe.

Mittwoch, 23. Juni 2010

WBN-Serie/Teil 13: Thomas Sabo Ice Tigers

Weiter geht meine WBN-Serie heute mit den Thomas Sabo Ice Tigers.

Die Nürnberger haben Ihr vor der Saison 2009/2010 gesetztes Ziel souverän erreicht. Man hatte vor der Saison gesagt, dass man in die Pre-Play-Offs will.
Man erreichte am Ende der Hauptrunde nicht die Pre-Play-Offs, sondern direkt die Play-Offs.

Die Franken starteten ordentlich in die Saison, standen nach sechs Spieltagen auf Platz Vier. Hatte man sein Saisonziel vielleicht doch zu niedrig angesetzt? Nein!
Es folgte eine neun Spiele andauernde Niederlagenserie, Nürnberg stürzte auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Im ganzen Oktober gewannen die Ice Tigers kein einziges Spiel.
Doch Nürnberg rappelte sich wieder auf, gewann im November sieben von acht Spielen. Plötzlich stand man schon wieder auf Platz Sieben.
Fortan rutschten die Franken nur noch einmal aus den Pre-Play-Off-Rängen. Man hielt sich bis zum Saisonende konstant im oberen Tabellendrittel. Zwar fielen Sie am vorletzten Spieltag noch einmal aus den Top-6-Rängen heraus, doch mit einem Sieg am letzten Spieltag sicherte man sich die direkte Play-Off-Teilnahme.
Dort schied man dann aber bereits im Viertelfinale gegen den späteren Deutschen Meister Hannover Scorpions aus.

Für die neue Saison werden die Thomas Sabo Ice Tigers ihr Saisonziel sicher ein klein wenig korrigieren. Die Play-Off-Teilnahme werden sie wohl anstreben wollen. Bis dahin muss man aber noch am Kader arbeiten, denn dort sind noch einige Plätze frei.

16 Spieler verließen den Verein am Saisonende. Den Abgängen stehen bisher acht Neuzugänge gegenüber.
Als zweiter Torwart wurde Sebastian Stefaniszin von den Iserlohn Roosters verpflichtet.
In der Abwehr verstärkt man sich mit Fredrik Eriksson (Malmö), Jeff Likens (Augsburg) und Tim Schüle (Freiburg).
Für den Sturm wurden Vitalij Aab (Hamburg), Dusan Frosch (Köln), Alexander Oblinger (Dresden) und Colin Beardsmore (Mannheim) verpflichtet.

Gesucht werden nun noch sechs Spieler - fünf Ausländer und ein Deutscher. Drei Spieler für die Verteidigung und genauso viele für den Angriff.