Montag, 27. Dezember 2010

Eishockey-Jahresrückblick 2010: März und April

März:

9. März: Die Kassel Huskies stehen aufgrund finanzieller Probleme vor dem Aus. Es sollte nicht die letzte Meldung über die Kassel Huskies im Eishockey-Jahr 2010 sein.

10. März: Mannheim gibt bekannt, dass Harold Kreis zur Saison 2010/2011 das Traineramt beim DEL-Rekordmeister übernehmen wird.

Die Eisbären verlängern den Vertrag mit Jeff Friesen.

11. März: Der Ablaufplan für das WM-Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und den USA wird bekannt gegeben.

17. März: Aufgrund vieler Verletzungen muss EHC-Coach Don Jackson seine Reihen umstellen. Er stellt Youngster Laurin Braun in die erste Reihe. Braun kann in den Spielen, wo er in der ersten Reihe agierte, voll und ganz überzeugen und wird zum neuen Fan-Liebling.

18. März: Die DEG Metro Stars entlassen kurz vor dem Ende der Hauptrunde ihren Trainer Harold Kreis. Manager Lance Nethery übernimmt das Team.

21. März: Die Eisbären stellen Stürmer Mads Christensen als ersten Neuzugang für die Saison 2010/2011 vor. Der Däne kommt von den Iserlohn Roosters in die Hauptstadt.

Die Kölner Haie stehen wahrscheinlich endgültig vorm dem Aus. Die ganzen Spendenaufrufe scheinen umsonst gewesen zu sein.

Die DEL-Hauptrunde der Saison 2009/2010 ist vorbei. In den Pre-Play-Offs stehen sich Ingolstadt und Köln sowie Augsburg und Mannheim gegenüber.

23. März: Die Kassel Huskies sind gerettet. Doch wenig später wird die Rettung bereits dementiert.

Denis Pederson verkündet sein Karriereende nach der Saison 2009/2010.

24. März: Augsburg gewinnt das erste Pre-Play-Off-Spiel gegen Mannheim mit 4:1. Köln siegt in Ingolstadt mit 6:1.

26. März: Augsburg schafft die Sensation und schmeißt Mannheim aus den Pre-Play-Offs. Durch einen 3:2-Sieg in Mannheim erreichen die Panther das Play-Off-Viertelfinale. Ingolstadt gleicht dagegen durch einen 3:2-Sieg n.V. zum 1:1 gegen Köln aus.

28. März: Ingolstadt siegt im dritten Pre-Play-Off-Spiel gegen Köln mit 6:3 und zieht damit als letztes Team ins Play-Off-Viertelfinale ein.

Im Viertelfinale kommt es zu den Duellen Eisbären vs. Augsburg, Frankfurt vs. Ingolstadt, Wolfsburg vs. Düsseldorf und Hannover vs. Nürnberg.

31. März: Zum Auftakt des Viertelfinales gewinnen die Eisbären, Frankfurt, Wolfsburg und Hannover Spiel Eins.


April:

1. April: Hannover und Wolfsburg gewinnen auch Spiel Zwei im Play-Off-Viertelfinale und stehen kurz vorm Einzug ins Halbfinale. Augsburg und Ingolstadt können dagegen ihre Serien ausgleichen.

3. April: Wolfsburg macht den Durchmarsch perfekt und steht nach dem dritten Sieg im Halbfinale. Nürnberg kann in der Serie gegen Hannover verkürzen. Ingolstadt und Augsburg gehen in ihren Serien in Führung.

5. April: Die Eisbären gewinnen das wichtigste Spiel der Saison in Augsburg und gleichen die Serie aus. Ingolstadt zieht als zweites Teams ins Halbfinale ein, während Nürnberg der Ausgleich in der Serie gegen Hannover gelingt.

7. April: Die Sensation ist perfekt. Augsburg gewinnt Spiel Fünf in Berlin und schmeißt den Titel-Favoriten aus den Play-Offs. Hannover komplettiert das Teilnehmerfeld für das Play-Off-Halbfinale.

Im Play-Off-Halbfinale treffen Hannover und Ingolstadt sowie Wolfsburg und Augsburg aufeinander.

9. April: Hannover und Augsburg gewinnen Spiel Eins im Play-Off-Halbfinale.

11. April: Hannover und Augsburg gewinnen auch Spiel Zwei und stehen kurz vorm Finaleinzug.

Bei den Eisbären findet die Saisonabschlussfeier statt. So früh, wie schon lange nicht mehr...

13. April: Hamburg ändert den Namen seiner Arena. Statt Color Line Arena heißt die Halle der Freezers zur neuen Saison O2 World.

Hannover macht den "Sweep" perfekt und zieht erstmals ins DEL-Finale ein.

15. April: Wolfsburg verkürzt die Halbfinal-Serie gegen Augsburg.

16. April: Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft gewinnt ein Testspiel gegen Norwegen mit 3:0. Die heiße Phase der Vorbereitung auf die Heim-WM im Mai läuft.

Augsburg gewinnt Spiel Vier gegen Wolfsburg und wird Finalgegner der Hannover Scorpions.

Die Krefeld Pinguine sind gerettet!


17. April: Das DEB-Team gewinnt auch den zweiten Test gegen Norwegen - diesmal mit 8:2.

18. April: Das Finale in der 2. Bundesliga steht fest: Schwenningen trifft auf München

20. April: Hannover gewinnt Spiel Eins des Play-Off-Final´s 2010 mit 3:1.

21. April: Die DEG Metro Stars stellen Jeff Tomlinson als neuen Trainer vor. Damit verlässt Tomlinson die Eisbären nach zehn langen Jahren als Spieler und Co-Trainer.

Das DEB-Team verliert ein Testspiel gegen die Schweiz knapp mit 1:2.

23. April: Hannover gewinnt auch Spiel Zwei. In Augsburg setzen sich die Mannen von Hans Zach mit 3:2 n.V. durch und stehen kurz vorm Gewinn der Meisterschaft.

Die Chancen, dass Eisbären-Kapitän Steve Walker auch in der Saison 2010/2011 für die Eisbären auflaufen wird, sinken. Dass sagt jedenfalls Ex-Eisbären-Co-Trainer Jeff Tomlinson.

24. April: Das DEB-Team verliert auch den zweiten Test gegen die Schweiz - diesmal mit 0:1.

25. April: Die Hannover Scorpions gewinnen auch Finalspiel Nummer Drei. Mit 4:2 besiegen die Niedersachsen Augsburg und werden somit zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte Deutscher Eishockey-Meister.

Das DEB-Team kassiert in der Vorbereitung auf die Heim-WM die dritte Niederlage in Folge. Gegen die Slowakei unterliegt das Team von Bundestrainer Uwe Krupp mit 2:3.

27. April: Der EHC München wird Zweitliga-Meister und hat sich somit sportlich für den Aufsteig in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) qualifiziert.

29. April: Die Kassel Huskies eröffnen das Insolvenzverfahren. Damit droht den Schlittenhunden der Ausschluss aus der DEL.

35. Spieltag: Vier Teams siegen erst in der Verlängerung


Saison 2010/2011: 35. Spieltag



Am 35. Spieltag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gab es in sechs Spielen vier Siege erst nach Verlängerung. Nur Nürnberg und die Eisbären feierten Sieg in der regulären Spielzeit.


Ingolstadt vs. Straubing 2:1 n.V. (1:0, 0:0, 0:1/1:0)

Der ERC Ingolstadt hat am Sonntagabend sein Heimspiel gegen die Straubing Tigers knapp mit 2:1 n.V. gewonnen.
Matt Hussey brachte den ERCI in Führung, doch Laurent Meunier gelang der Ausgleich. In der Overtime schoss Thomas Greilinger die Hausherren zum Sieg.


Düsseldorf vs. Iserlohn 3:2 n.V. (1:0, 0:0, 1:2/1:0)

Die DEG Metro Stars haben sich zu einem 3:2-Sieg n.V. gegen die Iserlohn Roosters gequält.
Jason Holland schoss Düsseldorf früh mit 1:0 in Front. Doch per Doppelschlag glichen die Sauerländer aus und gingen sogar in Führung. Mark Ardelan und Shane Joseph machten aus einem 1:0 ein 1:2. Andy Roach sorgte mit seinem Treffer zum 2:2 dafür, dass es in die Overtime ging.
Und in dieser wurde Rob Collins zum Matchwinner, denn er schoss den 3:2-Siegtreffer für die DEG Metro Stars.


Nürnberg vs. Augsburg 4:2 (1:1, 1:1, 2:0)

Die Thomas Sabo Ice Tigers haben die Augsburger Panther mit 4:2 besiegt.
Ryan Bayda schoss Nürnberg in Führung, doch Justin Fletcher glich zum 1:1 aus. Nach der erneuten Führung der Franken durch Eric Chouinard glich Nathan Smith aus.
Die Vorlage zum Tor bekam er dabei von Schiri Willi Schimm. Nürnbergs Rob Leask wollte den Puck aus dem eigenen Drittel schießen, doch der Puck ging an Schimm seinen Schlittschuh und so stand Smith frei vorm Tor. Zum Glück war es keine spielentscheidende Szene gewesen.
Vitalij Aab und Dusan Frosch sorgten im Schlussdrittel dann dafür, dass die drei Punkte im Frankenland blieben.


Köln vs. Krefeld 3:2 n.V. (2:1, 0:1, 0:0/1:0)

Die Kölner Haie bleiben weiter in der Erfolgsspur. Gegen die Krefeld Pinguine siegten die Domstädter mit 3:2 n.V. und punkteten somit auch im neunten Spiel in Folge.
Richard Pavlikovsky hatte die Seidenstädter mit 1:0 in Führung gebracht. Aber die Haie drehten die Partie und gingen mit 2:1 in Führung. Daniel Sparre und Jason Jaspers trafen. Charlie Stephens glich in der regulären Spielzeit zum 2:2 aus.
In der Overtime erzielte Jason Jaspers den entscheidenden Treffer.


Hannover vs. Wolfsburg 2:3 n.V. (0:2, 1:0, 1:0/0:1)

Die Grizzly Adams Wolfsburg haben das Niedersachsen-Derby für sich entschieden. 3:2 n.V. hieß es am Ende für den Tabellenführer der DEL.
Sebastian Furchner und Jeff Hoggan hatten die Grizzlies im Auftaktdrittel mit 2:0 in Front geschossen. Doch Sascha Goc und Chris Herperger sicherten dem Meister wenigstens noch einen Punkt.
In der Overtime wurde Kai Hospelt zum Matchwinner, als er den 3:2-Siegtreffer für Wolfsburg erzielte.

Sonntag, 26. Dezember 2010

6:0 - Eisbären zerlegen Freezers


Hamburg Freezers vs. Eisbären Berlin 0:6 (0:2, 0:4, 0:0)

WalkersBärenNews#18:

Im dritten Anlauf hat es endlich geklappt. Nach zuvor zwei Pleiten gegen die Hamburg Freezers in dieser Saison setzten sich die Berliner Eisbären am zweiten Weihnachtsfeiertag in der Hansestadt mit 6:0 durch. Dabei mussten sich die Hauptstädter nicht mal anstrengen. Hamburg spielte verunsichert und leistete ab dem zweiten Drittel keine Gegenwehr mehr. Die Eisbären konnten somit problemlos die drei Spiele andauernde Pleitenserie beenden. Dagegen herrscht in Hamburg dicke Luft. Der Trainerwechsel (Benoit Laporte löste Stéphane Richer ab) scheint (bisher) nichts zu bringen.

Nach gefühlten zehn Minuten Intro-Show ging es dann endlich um kurz nach halb Drei los mit dem Bruderduell zwischen den Hamburg Freezers und den Eisbären Berlin. Von Beginn an merkte man den Hauptstädtern den unbedingten Willen an, dieses Spiel zu gewinnen. Sie setzten die Gastgeber sofort unter Druck und suchten den Weg zum Tor der Hanseaten, was von Daniel Taylor gehütet wurde.
Nach fünf Minuten flogen die Fäuste. Nach einem Angriff der Freezers sicherte EHC-Keeper Rob Zepp den Puck. Doch Hamburgs Verteidiger Jean-Philippe Cote setzte gegen Zepp nach und löste somit die Schlägerei aus. Sofort waren die Eisbären da, um ihren Goalie zu schützen. Denis Pederson lieferte sich einen schönen Fight mit Cote. Aus diesem dürfte "Pidi" als Sieger hervor gegangen sein. Hätte man Cote vielleicht vorher sagen sollen, sich nicht auf einen Fight mit Pederson einzulassen. Hat auch schon der ehemalige Hamburger Benoit Gratton zu spüren bekommen. Beide bekamen für ihre Kampfeinlage eine 2+2+10 Minuten Strafe aufgebrummt. Cote bekam allerdings noch zwei Minuten extra, denn er hatte ja die Schlägerei durch sein Nachsetzen gegen Zepp erst ausgelöst.
Die Eisbären hatten also zum ersten Man in diesem Spiel ein Powerplay. Bisher war das Überzahlspiel der Eisbären ja ausbaufähig. So wirklich Gefahr erzeugten sie in dieser Saison eher selten, auch wenn man in den letzten Spielen desöfteren mal in Überzahl traf. Auch heute sollte das Powerplay zum Erfolg führen. Florian Busch war der Torschütze gewesen und die ca. 600 mitgereisten Eisbären-Fans konnten erstmals jubeln (7.).
Das Tor gab den Berlinern noch mehr Ruhe und sie dominierten die Partie nach Belieben. Hamburg fand überhaupt nicht in die Partie und schoss ganze Viermal im ersten Drittel aufs Tor. Die Eisbären nutzten ihre Überlegenheit aus und erhöhten auf 2:0. Zuvor vergaben die Hausherren eine dicke Chance und die Eisbären fuhren einen 2-gegen-1-Konter. Dominik Bielke spielte die Scheibe zu Jens Baxmann vors Tor und der spitzelte den Puck über die Linie - 2:0 (14.).
Dabei blieb es bis zur Drittelpause. Die Eisbären gingen also mit einer souveränen 2:0-Führung in die Kabine.

Im zweiten Drittel weiterhin das selbe Bild. Spielbestimmende Eisbären, verunsicherte Freezers. Die Verunsicherung der Gastgeber nutzten die Eisbären in diesem Drittel eiskalt aus. Von zehn Schüssen im Mitteldrittel gingen vier ins Tor - eine stolze Quote.
In der 27. Minute erhöhte André Rankel auf 3:0. Er störte die Freezers im Spielaufbau und eroberte die Scheibe. Rankel rannte alleine auf Taylor zu und ließ ihm keine Chance. Das Besondere an diesem Tor: Hamburg hatte Powerplay gehabt, die Eisbären also mit einem Shorthander (Unterzahltor)!
Spätestens nach diesem Gegentor ergaben sich die Hamburger komplett ihrem Schicksal. Fast jeder Schuss der Eisbären fand jetzt den Weg ins Freezers-Tor. T.J. Mulock erhöhte in der 34. Minute auf 4:0. André Rankel legte knapp zwei Minuten später per Direktabnahme das 5:0 nach.
Die Hamburger waren jetzt so gefrustet gewesen, dass es direkt nach dem Bully zur nächsten Schlägerei kam. Daniel Weiß (Eisbären) und Garrett Festerling (Hamburg) gerieten aneinander und lieferten sich den nächsten schönen Fight. Auch hier ging der Eisbär als Sieger hervor. Was Festerling noch mehr rasend machte. Die Linesmen hatten es schwer, Festerling zu beruhigen. Beide bekamen für die Schlägerei zwei Minuten. Daniel Weiß erhielt noch eine weitere Zwei-Minuten-Strafe wegen illegaler Ausrüstung. Die hatte aber auch der Hamburger, insofern hätte Schiri Marcus Brill auch ihm eine weitere Zwei-Minuten-Strafe geben müssen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich zuvor noch nichts von der Strafe wegen "illegaler Ausrüstung" gehört habe. Aber man lernt ja nie aus.
Die Eisbären legten im Mitteldrittel noch das 6:0 nach. Eineinhalb Minuten vor der zweiten Drittelpause traf Frank Hördler per Schlenzer ins Tor. Heute durfte wirklich jeder mal ein Tor erzielen. Sehr zum Leidwesen der arg gebeutelten Hamburger Fans, die ihr Team nach dem zweiten Drittel mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine verabschiedeten. Eine für mich verständliche Reaktion angesichts der Leistung der Hanseaten, die wirklich erschreckend schwach spielten.

Zu Beginn des letzten Drittels erlöste Freezers-Coach Benoit Laporte seinen Goalie Daniel Taylor. Er brachte für Taylor Sinisa Martinovic. Im letzten Drittel zeigten die Hamburger zu mindestens Kampfgeist. Sie wollten den Fans wenigstens einen Ehrentreffer bieten. Doch der sollte ihnen nicht gelingen. Pech hatte die Freezers, als der Puck Mitte des letzten Drittels nur an die Latte ging.
Die Eisbären taten im Schlussdrittel nicht mehr als nötig. Sie konnten sich ja auf einer beruhigenden 6:0-Führung ausruhen. Ganze drei Torschüsse gaben die Eisbären in diesem Drittel ab.
Am Ende blieb es beim 6:0 für die Eisbären.

Fazit:

Wie soll man diesen Sieg jetzt einordnen? Hamburg war einfach zu schwach, um aus diesem Spiel Schlüsse zu ziehen. Auf jeden Fall war eine Leistungssteigerung bei den Eisbären zuerkennen. Allerdings waren auch wieder jede Menge Fehler im Spielaufbau dabei und im Powerplay will man den Puck immer noch rein tragen. Dort sollte man schnell zum einfachen Spiel zurückkehren und statt zu passen lieber mal öfters schießen.
Man darf jetzt bei den Berlinern nicht den Fehler machen und den Sieg falsch einstufen. Es war sicher schön, so hoch zu gewinnen. Aber die Hanseaten leisteten halt auch keine Gegenwehr. Am Dienstag erwartet die Eisbären da schon ein wesentlich schwereres Spiel, wenn es zu den Thomas Sabo Ice Tigres geht.

Leistung vom Schiedsrichter mit Note:

Hauptschiedsrichter war Marcus Brill. Er war ein sehr guter Spielleiter, pfiff alles konsequent ab. Einzig bei der Zwei-Minuten-Strafe gegen Daniel Weiß wegen "illegaler Ausrüstung" lag er meiner Meinung nach daneben, denn diese Strafe hätte er dann auch Festerling geben müssen. Aber es war ja keine spielentscheidende Entscheidung gewesen.
Note 1-.

Fanstimmung:

Wie es Auswärts so üblich ist: Die Stimmung war fantastisch. Was natürlich auch am Ergebnis lag. In letzter Zeit wurden wir ja nicht so oft verwöhnt mit solchen Ergebnissen.

Besten drei Spieler des Spiels.

1. André Rankel (Eisbären/Stürmer)
2. Stefan Ustorf (Eisbären/Stürmer)
3. T.J. Mulock (Eisbären/Stürmer)

PS: Bilder folgen...

Eishockey-Jahresrückblick 2010: Januar und Februar

Januar:

5. Januar: Die Kölner Haie holen Torhüter Norm Maracle in die DEL zurück, er wird Back-up hinter Stammkeeper Lars Weibel.

8. Januar: Die Hamburg Freezers geben bekannt, dass Stéphane Richer Sportdirektor bei den Hanseaten ab der Saison 2010/2011 wird.

Die Eisbären Berlin müssen erstmals in der laufenden Saison (2009/2010) zwei Pleiten in Folge einstecken.

10. Januar: Die Eisbären verlieren gegen Hannover mit 3:4 in der O2 World. Die Berliner lagen bereits mit 0:4 hinten, ehe sie eine beeindruckende Aufholjagd starteten, die am Ende nicht belohnt wurde. Für viele EHC-Fans war es das beste Heimspiel im Jahr 2010 gewesen - sowohl vom Einsatz des Teams als auch von der Stimmung auf den Rängen.

12. Januar: In der russischen KHL wird die Partie zwischen Tschekow und Omsk nach vier Minuten abgebrochen. Grund: Beide Teams lieferten sich eine Massenschlägerei, es gab 637 Strafminuten, beide Teams verfügten danach nicht mehr über die Mindestanzahl an Spielern.

Doug Mason wird bei den Adlern aus Mannheim entlassen. Die Adler hatten zuvor acht der letzten neun Spiele verloren und es droht das Verpassen der Play-Offs.

20. Januar: Für Florian Busch platzt der Traum von der Olympia-Teilnahme in Vancouver.

28. Januar: Der Kult-Keeper Jimmy Waite kehrt überraschend in die DEL zurück. Waite hatte nach der vergangenen Saison eigentlich seine Karriere beendet, kehrt nun aber als Back-up in Nürnberg zurück in die DEL.

Die Eisbären stellen Kevin Nastiuk als Back-up von Rob Zepp vor.


Februar:

2. Februar: Eisbären-Urgestein Sven Felski bestreitet beim Spiel in Krefeld sein 800. DEL-Spiel.

4. Februar: In Bulgarien wird ein Schiri von einem Spieler von ZSKA Sofia verprügelt. Dieser war mit einer Strafzeit gegen seinen Mitspieler nicht einverstanden und ging danach auf den Schiri los. ZSKA Sofia wird kurze Zeit später vom Spielbetrieb ausgeschlossen.

8. Februar: Trainer Bob Manno wird in Ingolstadt entlassen. Der ERCI hatte am Wochenende in zwei DEL-Spielen kein Tor erzielt.

10. Februar: Die Krefeld Pinguine stehen aufgrund finanzieller Probleme vor dem Aus.

12. Februar: Eine neue Internetseite für Berliner Sportarten geht an den Start. Auf der Seite "Berlin-Sportmetropole.de" kann man sich in Zukunft über die Berliner Vereine Eisbären, Hertha, ALBA, Füchse und den SCC Berlin informieren.

15. Februar: Es geht das Gerücht herum, das Eisbären-Co-Trainer Jeff Tomlinson in der Saison 2010/2011 als Co-Trainer nach Hamburg wechselt.

18. Februar: Deutschland verliert zum Auftakt bei den Olympischen Spielen gegen Schweden mit 0:2, zeigt aber eine tolle Leistung.

20. Februar: Deutschland wird im zweiten Gruppenspiel bei Olympia von Finnland mit 0:5 gedemütigt. Über weite Strecken wird das DEB-Team sogar vorgeführt.

21. Februar: Deutschland kassiert im letzten Gruppenspiel gegen Weißrussland eine bittere 3:5-Niederlage.

22. Februar: Die Kölner Haie stehen kurz vor der Insolvenz, müssen schnellstmöglich 500 000 Euro aufbringen, um nach der Olympia-Pause weiter in der DEL spielen zu können.

23. Februar: Die Nachricht von der drohenden Insolvenz der Kölner Haie hat viele geschockt. Dem Verein wird von vielen Seiten Hilfe angeboten - von der Stadt Köln, dem Oberbürgermeister und auch vom Rivalen aus Düsseldorf.

24. Februar: Deutschland kommt im Play-Off-Spiel bei den Olympischen Spielen gegen Gastgeber Kanada mit 1:8 unter die Räder und scheidet aus dem Turnier aus.

26. Februar: Auch die Fans wollen den Kölner Haien helfen. Sie richten die Internetseite "Rettet-den-KEC.de" ein. Dort sollen Spenden für den KEC gesammelt werden. Innerhalb kurzer Zeit füllt sich das Spenendekonto.

28. Februar: Kanada holt bei den Olympischen Spielen die Goldmedaille. In einem spektakulären und hochklassigen Finale setzen sich die "Ahornblätter" mit 3:2 n.V. gegen die USA durch. Sidney Crosby schießt den entscheidenden Treffer.

Samstag, 25. Dezember 2010

35. Spieltag: Bruderduell in Hamburg - Wolfsburg reist nach Hannover


Saison 2010/2011: 35. Spieltag - Sonntag, 26.12.2010


Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) kennt keine Gnade - auch nicht an den Weihnachtsfeiertagen. Denn am zweiten Weihnachtsfeiertag steht morgen der 35. Spieltag an. Dabei kommt es zu sechs Partien.

In der Hamburger O2 World steht das Bruderduell zwischen den Freezers und den Eisbären aus Berlin an. Beide treffen bereits zum dritten Mal in dieser Saison aufeinander. Hamburg hat bisher beide Spiele für sich entschieden - 4:2 in Berlin und 3:2 n.P. in Hamburg. Das ist schon sehr überraschend, denn eigentlich sind die Berliner der Angstgegner der Hanseaten. Doch in diesem Jahr läuft ja bei den Hauptstädtern eh nicht viel zusammen. Die letzten drei Ligaspiele wurden zudem verloren und man steht nun unter Zugzwang. Hamburg ist zwar Tabellenletzter, hat aber Platz Zehn bei zwei Punkten Rückstand in Reichweite.
Mal sehen, wer morgen in der Hansestadt triumphieren wird.
Von diesem Spiel wird es einen ausführlichen Bericht plus Bilder geben, denn ich fahre morgen mit in die Hansestadt.

Tabellenführer Wolfsburg reist morgen zu den kriselnden Hannover Scorpions. Der Meister ist in den letzten Wochen gar nicht gut drauf und ist von Platz Eins bis auf Platz Acht abgestürzt. Am Donnerstag folgte dann der Tiefpunkt, als man beim Vizemeister in Augsburg mit 2:7 (zwischenzeitlich stand es bereits 0:7) unter die Räder kam. Der Frust der vergangenen Wochen entlud sich dann bei diesem Spiel und es gab eine Massenschlägerei.
Ob Hannover nun ausgerechnet gegen Spitzenreiter Wolfsburg zurück in die Erfolgsspur finden wird, ist sehr fraglich. Denn die Grizzlies sind momentan die überragende Mannschaft in der DEL. Am Donnerstag setzte man sich im Spitzenspiel bei den DEG Metro Stars sehr eindrucksvoll mit 2:0 durch. Vor allem die Defensive ist der große Trumpf bei den Grizzlies.
Beide Teams gewannen in dieser Saison ihre Heimspiele - Hannover mit 3:1 und Wolfsburg mit 9:3.
In Hannover gewann Wolfsburg drei der letzten vier Spiele. Es sieht derzeit alles danach aus, dass morgen der vierte Sieg dazu kommt.

Alle Spiele des 35. Spieltages im Überblick:

Köln vs. Krefeld - 14:30 Uhr - HSR: Piechaczek

Hannover vs. Wolfsburg - 14:30 Uhr - HSR: Schütz

Hamburg vs. Eisbären - 14:30 Uhr - HSR: Brill

Ingolstadt vs. Straubing - 18:30 Uhr - HSR: Hascher

Düsseldorf vs. Iserlohn - 18:30 Uhr - HSR: Aumüller

Nürnberg vs. Augsburg - 19:05 Uhr - HSR: Klau, Schimm

Der Eishockey-Jahresrückblick von eisbaerlin.de

Mal wieder neigt sich ein Jahr dem Ende entgegen. Ein Jahr, was voller Ereignisse war. In den letzten Wochen gab es im Fernsehen und verschiedenen Zeitschriften jede Menge Jahresrückblicke. Da dachte ich mir, man könnte ja mal einen Eishockey-Jahresrückblick machen.
In diesem blicke ich u.a. noch einmal auf die Ereignisse in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zurück. Und natürlich auch auf die sensationelle Heim-WM, bei der das DEB-Team überraschend Vierter wurde.

Lasst Euch einfach überraschen. Man wird sicherlich staunen, was man Alles schon wieder vergessen hat. Ein Jahr ist nun mal sehr lang.
Von Sonntag, 26.12.2010 bis Freitag, 31.12.2010, werde ich an jedem Tag noch einmal zwei Monate Revue passieren lassen.

Freitag, 24. Dezember 2010

Frohe Weihnachten!

Das eisbaerlin.de-Team wünscht allen Besuchern ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest sowie erholsame Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Vielen Dank für eure Treue. Wir hoffen, euch auch im neuen Jahr als Besucher begrüßen zu dürfen.

34. Spieltag: Wolfsburg stoppt Düsseldorf - Köln weiter im Aufwind


Saison 2010/2011: 34. Spieltag



Am 34. Spieltag ist die Siegesserie der DEG Metro Stars gerissen. Nach zuvor neun Siegen in Folge kassierte Düsseldorf am Donnerstagabend eine 0:2-Niederlage im Spitzenspiel gegen Wolfsburg. Weiter im Aufwind befinden sich die Kölner Haie, die mit 4:2 gegen die Straubing Tigers gewannen. Und richtig ruppig ging es bei der Final-Neuauflage zwischen Augsburg und Hannover zu.


Düsseldorf vs. Wolfsburg 0:2 (0:0, 0:1, 0:1)

Die Grizzly Adams Wolfsburg haben das Spitzenspiel des 34. Spieltages für sich entschieden. Mit 2:0 setzten sich die Niedersachsen bei den DEG Metro Stars durch und übernahmen damit auch die Tabellenführung.
Jason Ulmer und John Laliberte trafen für Wolfsburg.


Köln vs. Straubing 4:2 (1:1, 1:1, 2:0)


Die Kölner Haie setzen ihre Erfolgsserie fort. Mit 4:2 gewannen die Domstädter am Donnerstagabend gegen Straubing und zogen damit nach Punkten mit dem Zehntplatzierten Augsburg gleich. Es ist schon erstaunlich mit den Haien, denn seit der Verpflichtung von Goalie Danny Aus den Birken läuft es bei den Kölnern sportlich super. Wer weiß, wo Köln in der Tabelle stehen würde, wenn Aus den Birken von Saisonbeginn an in Köln gespielt hätte.
Gegen die Tigers stand es nach 40 Minuten allerdings noch 2:2-Unentschieden. Matt Pettinger und Daniel Sparre hatten für die Hausherren getroffen, Tobias Draxinger und Sandro Schönberger für die Gäste. Ivan Ciernik und Philip Gogulla schossen den KEC im letzten Drittel zum Sieg.


Augsburg vs. Hannover 7:2 (2:0, 4:0, 1:2)

Die Augsburger Panther haben die Hannover Scorpions vom Eis gefegt. Mit 7:2 siegte der Vizemeister gegen den Meister. Die Partie war sehr ruppig gewesen und musste nach einer Massenschlägerei für 15 Minuten unterbrochen werden.
Barry Tallackson (2), Jeffrey Szwez, Darin Olver, Benedikt Kohl, John D´Aversa und Sean Bentivoglio schossen die Panther mit 7:0 in Front. Niki Mondt und Chris Herperger ließen das Ergebnis für Hannover etwas freundlicher aussehen.
Hannovers David Wolf kassierte eine doppelte (!) Spieldauer.


Hamburg vs. Nürnberg 1:3 (0:0, 0:2, 1:1)

Das Trainer-Debüt von Benoit Laoprte bei den Hamburg Freezers ging in die Hose. Mit 1:3 unterlagen die Freezers den Thomas Sabo Ice Tigers.
Den Grundstein zum Sieg legten die Franken im Mitteldrittel, als Eric Chouinard und Greg Leeb Nürnberg mit 2:0 in Führung schossen. Brett Engelhardt konnte zwar verkürzen, doch Fredrik Eriksson traf zum 3:1-Endstand.


Mannheim vs. Ingolstadt 0:3 (0:0, 0:1, 0:2)

Eine überraschende Heimniederlage haben die Adler Mannheim kassiert. Mit 0:3 verloren die Kurpfälzer gegen den ERC Ingolstadt.
Petr Fical, Bruno St. Jacques und Joe Motzko waren erfolgreich gewesen.


Iserlohn vs. München 1:6 (0:3, 0:1, 1:2)


Ein Heimdebakel erlebten die Iserlohn Roosters. Die Sauerländer kamen mit 1:6 gegen München unter die Räder.
Martin Schymainski (2), Bryan Adams, Dylan Gyori, Kevin Lavallee und Dave Reid trafen für den Aufsteiger. Pat Kavanagh ließ die heimischen Fans wenigstens einmal an diesem Abend jubeln.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

2:3 n.P. - Eisbären unterliegen in einer sehr harten Partie

EHC Eisbären Berlin vs. Krefeld Pinguine 2:3 n.P. (0:1, 1:1, 1:0/0:0, 0:1)


WalkersBärenNews#17:

So, nun folgt wie versprochen noch mein Bericht zum Spiel der Eisbären gegen Krefeld am Dienstagabend. Zwar wurde schon ein Bericht heute morgen von einer anderen Person geschrieben, dennoch möchte ich meine "WalkersBärenNews"-Reihe fortführen. Und so sieht man mal zwei verschiedene Sichten zu einem Spiel. Hat ja auch mal etwas.

Die Eisbären Berlin haben am Dienstagabend die dritte Niederlage in Folge kassiert. Mit 2:3 n.P. waren die Berliner den Krefeld Pinguinen unterlegen. 13 700 Zuschauer sahen ein von vielen Emotionen geprägtes DEL-Spiel. Die Eisbären zeigten sich zwar leicht verbessert im Gegensatz zum Köln-Spiel, dennoch hatte man sich die Niederlage mal wieder selbst zuzuschreiben.

Das erste Drittel bot wenige Höhepunkte. Beide Teams gingen zwar ein hohes Tempo, aber an Chancen mangelte es. Daher war es für die Zuschauer in der Arena am Ostbahnhof ein eher langweiliges erstes Drittel gewesen.
Etwas überraschend fiel im ersten Abschnitt aber dennoch ein Tor. Und zwar für die Gäste aus der Seidenstadt. Patrick Hager überwand Rob Zepp - 0:1 (12.). Beim Gegentor sah EHC-Goalie Rob Zepp nicht wirklich gut aus, ihm rutschte die Scheibe durch die Schoner. Nicht der erste Fehler von Rob Zepp, der in den letzten Spielen sich desöfteren Patzer leistete. Vielleicht sollte er sich mal voll und ganz auf die DEL und die Eisbären konzentrieren anstatt von der NHL zu träumen.
Mit einem 0:1 ging es in die erste Drittelpause.

Auch im Mitteldrittel boten beide Teams kein Spitzenspiel. Trotzdem wurde es jetzt etwas "lebendiger" auf dem Eis. Beide Mannschaften suchten nun vermehrt den Weg zum Tor, auch wenn sie im Abschluss nicht das nötige Glück hatten.
Es dauerte bis zur 28. Minute, ehe die 13 700 Zuschauer in der O2 World erstmals jubeln konnten. Derrick Walser glich für die Hausherren mit einem satten Schlagschuss von der blauen Linie zum 1:1 aus. Es war ein Tor in Überzahl gewesen - eher eine Seltenheit im bisherigen Saisonverlauf.
Ab Mitte des Drittels kochten dann erstmal die Emotionen an diesem Abend hoch. Bis dahin war es eigentlich eine sehr faire Partie gewesen. Doch nach einem üblen Kniecheck von Daniel Pietta gegen Denis Pederson hinter dem Krefelder Tor war es vorbei mit dem "Frieden". Sofort nach dem Kniecheck bildete sich eine Spielertraube mit Spielern beider Mannschaften. Und dabei hat Eisbär Derrick Walser wohl mit dem Stock zugelangt und einem Krefelder einen Stockstich versetzt. Sowohl Pietta als auch Walser bekamen eine Spieldauer. Dass beide eine Spieldauer bekamen, finde ich zu hart. Der Kniecheck von Pietta war wirklich sehr übel und wenn ein Pederson liegen bleibt, dann ist da wirklich etwas passiert. Und der Stockstich war meiner Meinung nach schwer zu erkennen. Ob den die Schiris da wirklich gesehen haben (denn sonst haben sie ja vieles nicht gesehen und zwar auf beiden Seiten), ist fragwürdig. Von daher hätte ich Walser eher eine 2+10-Minuten Strafe gegeben an Stelle der Spieldauer. Zudem hätte der Schiri bei dieser Auseinandersetzung mehr Strafen verhängen müssen. Da er dies nicht tat, dachten sich die Spieler wohl, mit ihm kann man es ja machen. Ein Fehler, wie sich später herausstellen sollte.
Denn fortan kam es immer wieder zu kleinen Rangelein und unnötigen Stockschlägen auf dem Eis. Die meisten Sachen blieben von Richard Schütz ungeahndet. Mit einer konsequenteren Regelauslegung hätte Schütz die Emotionen aus dem Spiel nehmen können. Doch diese kochten immer weiter hoch - sowohl auf dem Eis als auch auf den Rängen.
Es wurde aber auch noch Eishockey in diesem Drittel gespielt. Richard Pavlikovsky schoss den KEV mit 2:1 in Front (38.).
Mit dem Stand von 2:1 für die Gäste ging es in die zweite Pause.

In der Kabine schienen sich die Gemüter beider Mannschaften beruhigt zu haben. Denn es wurde wieder Eishockey gespielt.
Und das sogar mit Erfolg. Einen tollen Spielzug über Stefan Ustorf und T.J. Mulock schloss Frank Hördler klasse ab - 2:2 (43.).
Fortan entwickelte sich ein muntere Schlagabtausch. Beide suchten nun endlich auch mal den Abschluss, doch wirklich Gefahr konnte keiner erzeugen.
Interessant wurde es erst wieder mit der Schlusssirene. André Rankel und Boris Blank gerieten an der Bande aneinander. Und beide lösten damit prompt die nächste Schlägerei aus. Die Folge bei dieser Schlägerei war gewesen, dass bei den Eisbären Stefan Ustorf eine Spieldauer und André Rankel eine 2+2+10-Minuten Strafe bekamen. Bei Krefeld bekam nur Boris Blank eine Strafe (2+10+5+Spieldauer). Dass brachte die Fans wieder auf die Palme. Dass nur ein Krefelder, aber zwei Eisbären Strafzeiten kassierten, war sehr merkwürdig gewesen. Klar, Stefan Ustorf hat auf den Krefelder eingeprügelt und dafür zu Recht die Spieldauer kassiert. Die Strafen gegen Rankel und Pietta waren auch in Ordnung. Aber da hätte man durchaus mehr Strafen verteilen können, ja sogar müssen. Dass die Eisbären die Overtime in Unterzahl beginnen mussten, war meiner Meinung nach nicht in Ordnung.

Doch die Berliner überstanden diese Unterzahl schadlos. Florian Busch hätte während der Unterzahl beinahe den Siegtreffer erzielt, doch er vergab seinen Konter kläglich. In der Verlängerung fiel kein Treffer, somit musste wie bereits am Sonntag gegen Köln das Penaltyschießen die Entscheidung bringen.

Und in diesem verwandelte Richard Pavlikovsky den entscheidenden Penalty und sicherte dem KEV somit den Zusatzpunkt.

Fazit:

Ein Spiel, was eigentlich keinen Sieger verdient hat. Beide taten sich in der Offensive schwer. Beim Prügeln waren sie dafür beide hellwach, aber dafür gibt es ja in der DEL keine Punkte sondern nur Strafen.
Die Eisbären zeigten sich in Unterzahl verbessert, überstanden alle vier Unterzahlspiele schadlos. In Überzahl bleibt trotz des Treffers von Walser noch Luft nach oben. Im Spielaufbau machen die Berliner noch zu viele Fehler und die wenigen Chancen, die sie hatten, wurden teilweise kläglich vergeben.
Krefeld zeigte nicht viel, gewann aber trotzdem das Spiel. Dass sind die kleinen aber feinen Unterschiede.

Leistung vom Schiedsrichter mit Note:

Hauptschiedsricher war Richard Schütz gewesen. Ich habe, als er auf das Eis kam, applaudiert. Denn Herr Schütz ist für mich bis dato einer der wenigen Schiris in der DEL gewesen, die ich persönlich sehr gut fand. Dass hat sich aber mit dem Spiel am Dienstag grundlegend geändert.
Ihm war es zu verdanken, dass es zu den vielen kleinen Rangelein und zu der großen Schlägerei zum Schluss kam. Hätte er früher konsequent durchgegriffen und mehr Strafen verhängt, dann wäre das Spiel vielleicht nicht so aus dem Ruder gelaufen.
Für mich hatte Herr Schütz das Spiel nur im ersten Drittel im Griff gehabt. Ab dem zweiten Drittel übersah er die vielen versteckten Fouls auf beiden Seiten und erteilte den Spielern somit einen "Freifahrtschein".
Ich sehe es anders als "Bully". Für mich hat er beide Teams benachteiligt. Am Spielausgang ist er nicht schuld, dass haben sich die Eisbären selbst zuzuschreiben. Was ich Herrn Schütz und seinen beiden Linesmen aber ankreide, ist der Punkt, dass sie dafür gesorgt haben, dass das Spiel am Ende so unsauber und ruppig wurde.
Note 5-. (5-, aufgrund des ersten Drittels)

Fanstimmung:

Die Stimmung war erneut nur durchwachsen. Da bleibt noch viel Luft nach oben. Einzig die Emotionen auf dem Eis hatten sich auf die Ränge übertragen. So wie die meisten da abgegangen sind, so wünscht man sich es auch mal beim Mitsingen und Klatschen.

Besten 3 Spieler des Spiels:

1. Richard Pavlikovsky (Krefeld/Verteidiger)
2. Tyson Mulock (Eisbären/Stürmer)
3. Justin Kelly (Krefeld/Stürmer)

Vorschau auf das nächste Heimspiel mit Tipp von mir:

Am kommenden Donnerstag, also einen Tag vor Silvester, empfangen die Eisbären den ewigen Rivalen aus Mannheim. Bei Spielen zwischen diesen beiden Mannschaften geht es immer hoch her und zudem wird es da auch immer ruppig auf dem Eis. Ich denke, die Eisbären werden noch einmal alles geben, um wenigstens einen versöhnlichen Jahresabschluss mit den eigenen Fans zu feiern.
Mein Tipp: 4:3 n.V.

Eisbären Berlin - Krefeld Pinguine

Berlin – Krefeld ein Topspiel sollte es werden und auch endlich mal wieder ein Spiel, welches den Bären drei Punkte bringt. Doch dies war leider nicht der Fall und so endete auch dieses Spiel 2:3 n.P. zugunsten der Pinguine.

Die ersten 5 Minuten des Spiels waren recht ausgeglichen. Beide Mannschaften zeigten sich stark in der Offensive und so wurde es ein ebenbürtiger Schlagabtausch. Ab der 6. Minuten wurde das Spiel immer langsamer und war von wenig entscheidenden Situationen geprägt. Diese Phase des Spieles wurde mehr als passend von Eishockey.net beschrieben „Mit Eishockey hat das hier nur begrenzt was zu tun.“ Beide Teams spielten sehr defensiv. Die erste bewegende Situation des Spieles ergab sich für die Gäste aus Krefeld in der 13. Minute, als Patrick Hager die Pinguine durch einen Konter in Führung brachte. Zepp sehr unglücklich in dieser Szene und so krachte die Hartgummischeibe über seiner Schulter in den Kasten der Berliner. Das erste Drittel der Partie war ansonsten weiterhin von eher wenigen Aktionen auf beiden Seiten geprägt. Lediglich kurz vor dem Abpfiff des Drittels ergab sich eine Chance für die Hausherren durch Pederson und Walker, welche beide in einem 2-auf-1 Kontor auf Langkow zu liefen. Pederson passte den Puck zu Walker, dem die Scheibe unglücklich versprang und am Tor vorbei ging. Ein Riesenglück für die Gäste aus Krefeld. Mit dieser verpassten Chance endete das erste Drittel mit 0:1 für die Pinguine.

Der Beginn des zweiten Drittels versprach interessantere 20 Minuten Eishockey zu liefern, als es bis dahin der Fall war. Beide Mannschaften mit Chancen, doch konnten diese auf beiden Seiten nicht in Tore verwandelt werden. Dann sollte eine Szene aus der 27. Minute Auslöser für den weiteren Verlauf des Spiels sein. Pascal Trepanier von den Krefeld Pinguinen handelte sich eine 2 Minuten Strafe nach Behinderung ein, was den Eisbären das erste Powerplay dieses Matches verschaffte. Derrick Walser war es, der die Eisbären in der 29. Minute zurück ins Spiel brachte, indem er den Puck von der blauen Linie in den Kasten der Krefelder hämmerte. Langkow war die Sicht versperrt und so landete der Treffer in der oberen rechten Ecke des Krefelder Kastens. Das Spiel wurde immer temporeicher und sollte sich zu einem Eishockeyspiel entwickeln, welches man aus der DEL gewohnt ist. In der 31. Minute durfte dann Denis Pederson in der Kühlbox für 2 Minuten wegen eines Stockchecks Platz nehmen. Die Eisbären sehr aufmerksam und deutlich wacher als im ersten Drittel und überstanden dadurch diese Unterzahl ohne einen Gegentreffer der Gäste zu kassieren. Das Match wurde zunehmend ruppiger und so durfte Andre Rankel Denis Pederson auf der Strafbank für weitere 2 Minuten wegen eines Stockschlages in der ablösen. 35 Minuten sind gespielt und die Eisbären mit einem weiteren erfolgreichen Unterzahlspiel wieder komplett. Als in der 36. Spielminute Daniel Pietta einen unsauberen Kniecheck gegen Constantin Braun fuhr, heizte die Stimmung in der O2 World auf. Derrick Walser mischte sich in das Geschehen ein und so mussten die 13.700 Zuschauer des gestrigen Abends mit ansehen wie sowohl Pietta als auch Walser ein 5-minütige Strafe plus Spieldauer bekamen. Richard Schütz bekam die Partie nicht unter Kontrolle und so wurden bereits in der 37. Minute wieder Strafen für beide Teams ausgesprochen. Diesmal jedoch nur 2 Minuten für Daniel Weiß von den Eisbären und Roland Verwey auf Seiten der Gäste. Beide erhielten die Strafe für einen Stockschlag. Krefeld zeigte sich durch diese letzte Phase des zweiten Drittels recht unbeeindruckt und so erzielte Richard Pavlikovsky (38.) die erneute Führung für die Pinguine mit einem Nachschuss. Mit diesem Spielstand gingen beide Teams in die zweite Pause.

Der dritte Spielabschnitt beginnt genauso, wie der Zweite endete. Schütz schickte Justin Kelly in der 42. Minute wegen eines Stockschlags auf die Bank. Doch das Powerplay der Eisbären währte nicht lange, denn eine Minute später durfte Tyson Mulock wegen eines weiteren Stockschlags auf der Strafbank der Bären einsitzen. Dennoch zeigten sich die Berliner unbeeindruckt und so netzte Frank Hördler in der 43. Minuten ein und glich das Spiel wieder aus. Bis zu Minute 49 blieb das Spiel ein Schlagabtausch zwischen beiden Mannschaften und so gab es einige chancenreiche Situationen auf beiden Seiten. Dann musste Patrick Hager für zwei Minuten auf der Strafbank wegen Hakens Platz nehmen. Das Powerplay der Eisbären sehr vielversprechend, doch die Schüsse von Ustorf und Buschi zeigten keinen Erfolg und so hielt Langkow seinen Kasten in dieser Situation sauber und seine Mannschaft im Spiel. Die Stimmung heizte sich weiterhin auf, sowohl bei den Spielern als auch bei den Fans. Einige Chancen auf beiden Seiten bevor das Spiel nach 60 Minuten unterbrochen werden sollte. Doch kurz vor dem Ende dieses Drittels ging es noch mal ordentlich zur Sache, als die Faustschläge von Stefan Ustorf auf Boris Blank einrasselten. Auslöser für diese Boxeinlage war Boris Blank von den Krefeld Pinguinen, der einen mit der Schlusssirene einen Check gegen den Kopf von André Rankel fuhr. André Rankel kassierte eine 2+2 Strafe wegen übertriebener Härte, nachdem er sich gegen Blank wehrte. Boris Blank und Stefan Ustorf brauchten sich dann nicht für die kommende Overtime bereitmachen, da beide eine 2+10 Spieldauer von Schütz aufgebrummt bekamen. Blank wegen übertriebener Härte, Ustorf wegen Faustschläge.

Die Overtime war von wenig interessanten Spielsituationen geprägt. Lediglich in der 65. Minute schickte Schütz den Krefelder Sinan Akdag nochmals auf die Strafbank. Es geht ins Penaltyschiessen.

Im Penaltyschiessen treten auf Seiten der Bären Steve Walker, T.J. Mulock sowie Tyson Mulock an. Die Berliner konnten Steve Langkow nicht überwinden. Krefeld hält mit Herberts Vasiljevs und Richard Pavlikovsky dagegen. Letzterer überwindet Zepp und erzielt das Game-Winning-Goal des gestrigen Spieltages zwischen den Eisbären Berlin und den Krefeld Pinguinen.

Ein paar Worte muss ich noch loswerden. Die Leistung von Richard Schütz und seinen Linesmen war wirklich miserabel. Viele Sticheleien hat er einfach "übersehen", aber natürlich nur dann, wenn die Krefelder dadurch einen Vorteil hatten. Es ist immer wieder schade, wie oft doch die Spiele in der DEL doch von den Schiedsrichtern entschieden werden. Man könnte denken, dass der Schütz einer der korrektesten Schiris der Liga sein sollte, gerade wenn man so viel internationale Erfahrung mitbringt. Was die Fans am Dienstag Abend in der O2 World sehen mussten, war teilweise extrem grenzwertig. Man kann nur hoffen, dass die Zukunft Besseres bringt.