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Dienstag, 26. April 2011

André Rankel holt den nächsten Titel

Eine Woche ist es nun her, seit dem die Eisbären den bereits fünften DEL-Titel gewonnen haben. Nach der Finalserie machte sich aber zu mindestens für kurze Zeit Enttäuschung bei den Fans der Berliner breit. Denn die DEL kürte keinen Play-Off MVP.

Dies holte Hockeyweb nun nach. Sie machten eine Umfrage und diese hat das Berliner "Play-Off-Monster" mit großem Abstand gewonnen und sich somit den Titel des wertvollsten Spielers (MVP) der Play-Offs 2011 gesichert.

Das Ergebnis in der Übersicht:

1. André Rankel (Eisbären Berlin) - 52,9 %
2. Stefan Ustorf (Eisbären Berlin) - 22,9 %
3. Ken Magowan (GA Wolfsburg) - 17,2 %
4. Rob Zepp (Eisbären Berlin) - 4,3 %
5. John Laliberte (GA Wolfsburg) - 2,3 %
6. Norm Milley (GA Wolfsburg) - 0,4 %

Vom eisbaerlin.de-Team an dieser Stelle einen herzlichen Glückwunsch an die Nummer #24 der Eisbären Berlin.

Freitag, 22. April 2011

Morgen Meisterfeier in Berlin

Die Mannschaft der Eisbären hat heute mal einen Tag zum Verschnaufen gebraucht. Dienstag Abend sind sie in Wolfsburg Meister geworden, haben den Triumph bis Mittwoch früh ausgiebig gefeiert und gestern Abend stand der Empfang bei der GASAG an. Klar, dass die Mannschaft auch mal einen Tag Ruhe brauchte.

Morgen dreht sich dann aber in Berlin wieder Alles um die Eishockey-Helden, welche zum fünften Mal DEL-Meister geworden sind. Um 11:00 Uhr treffen die Spieler an der Schaubühne am Lehniner Platz ein. Um 11:30 Uhr startet dann der traditionelle "Meiser-Autokorso".

Folgende Route ist geplant:

Schaubühne (Kurfürstendamm 153), Kurfürstendamm, Tauentzienstraße, Kleiststraße, An der Urania, Schillstraße, Lützowufer, Potsdamer Straße, Potsdamer Platz, Leipziger Straße, Friedrichstraße, Unter den Linden, Pariser Platz (Brandenburger Tor), Unter den Linden, Karl-Liebknecht-Straße, Spandauer Straße, Rathausstraße, Grunerstraße, Karl-Marx-Allee, Strausberger Platz, Strasse der Pariser Kommune, Mühlenstraße


Um ca. 12:30 Uhr ist Fototermin am Pariser Platz.

Nach dem Autokorso geht die Meisterfeier an der O2 World bzw. den Fanbögen weiter. Gegen 14:00 Uhr kommen die Spieler an der O2 World an und dann wird das ganze Team erst einmal einzeln begrüßt.
Danach folgt wie nach jeder Saison eine Autogrammstunde, die Trikotverlosung u.v.m. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt.

Die Meisterfeier musste in die Fanbögen verlegt werden, da am Abend die Basketballer von ALBA Berlin ein Heimspiel haben. Aber das ist egal, denn da das Wetter mitspielt feiern wir den Meister halt an den Fanbögen bzw. auf der Grünfläche davor.

Gegen 20:30 Uhr folgt noch ein Feuerwerk und dann ist die Saison 2010/2011 endgültig Geschichte. Eine Saison, in der die Eisbären "MEISTA" und European Trophy Sieger geworden sind.
An dieser Stelle kann man es getrost mal sagen:

"Wir sind stolz auf unser Team. Wir sind stolz, wir sind Fans vom EHC..."

Der 19. April 2005 und der 19. April 2011

So langsam aber sicher realisiert man als Eisbärenfan, dass die Berliner am Dienstag bereits den fünften DEL-Titel gewonnen haben. Unglaublich! Wenn mir das einer Anfang 2000 gesagt hätte, dass die Eisbären 2011 bereits fünf DEL-Meisterschaften feiern konnten, den hätte ich für verrückt gehalten. Doch es ist wirklich wahr geworden.

Und das der fünfte Titel dann auch noch am Dienstag, den 19. April 2011, gewonnen wurde, rundete die ganze Sache noch ab. Denn der 19. April ist längst ein Datum, welches jeder Eisbärenfan nie mehr vergessen wird und bei dem wohl jeder Gänsehaut bekommt.

Es war der 19. April 2005, als die Eisbären Berlin erstmals Deutscher Eishockey Meister wurden. Jene Mannschaft, die so lange der "Prügelknabe" und die Schießbude der Deutschen Eishockey Liga (DEL) war. An diesem Tag hatten es die Eisbären endgültig auf den Thron der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geschafft und damit allen Kritikern gezeigt, die es den Eisbären nie zugetraut hatten, dass sie irgendwann einmal einen gesamtdeutschen Titel feiern würden.
Doch nicht nur für die Spieler war es eine Genugtuung gewesen. Auch für die Fans war es ein tolles Gefühl damals gewesen, denn wie oft hatte man Gesänge gehört gehabt wie "Ihr werdet nie Deutscher Meister...".

Denn bevor die Eisbären es geschafft hatten, Deutscher Meister zu werden, scheiterten sie zuvor zweimal im Finale. 1998 an Mannheim und 2004 an Frankfurt. Es waren bittere Niederlagen, doch aus denen hatte man gelernt.

Acht Spieler, die bereits 2005 Meister mit den Eisbären wurden, waren jetzt auch wieder mit dabei. Was eigentlich nicht normal ist, dass ein Team über Jahre hinweg seinen Kern zusammenhält. Viele andere Vereine wechseln teilweise nach einer Saison das komplette Personal, ohne dass es dann was genutzt hat.
Die Eisbären setzten dagegen auf Kontinuität und verstärkten ihre Mannschaft zu Saisonbeginn immer nur punktuell. Viele loben immer die Mannschaft und natürlich die einzelnen Führungsspieler.
Doch man darf nie vergessen, dass der Mann des Erfolges auch Manager Peter-John Lee ist. Er hat diese Mannschaft zusammengestellt und wie oft hatte man sich als Fan beschwert, warum er denn keine neuen Spieler verpflichte. Er machte immer alles richtig und ich denke auch, dass er alles richtig machen wird, wenn es demnächst den großen Umbruch im Team geben wird. Der wird kommen, denn viele Alt-Stars stehen vor ihrem Karriere-Ende. Für viele wird die kommende Saison die Letzte sein bzw. war die abgelaufene Saison schon die Letzte.

Um jetzt aber noch einmal auf die acht Spieler zurückzukommen, die alle fünf Titel mit dem Hauptstadtklub gewonnen haben. Diese acht Spieler sind Steve Walker, Stefan Ustorf, Sven Felski, Denis Pederson, Florian Busch, Frank Hördler, Jens Baxmann und André Rankel.
"Buschi", Hördler, Baxmann und Rankel waren damals noch Youngster gewesen, die irgendwann einmal in die Fußstapfen der "Großen" treten sollten. Das haben sie alle vier erfolgreich geschafft und haben ihren Anteil zum Gewinn der fünften Mannschaft beigesteuert.

Die damaligen Youngster werden also demnächst die Führungsspieler in einer Mannschaft sein, die dem Deutschen Eishockey in den letzten Jahren ihren Stempel aufgedrückt hat. Die Eisbären haben in der Vergangenheit das deutsche Eishockey bestens vertreten.
Denn man darf nicht vergessen, dass die Eisbären ja vor Saisonbeginn bei der sehr stark besetzten European Trophy sich durchgesetzt hatten und sich also auch noch "Europameister" nennen dürfen.

An dieser Mannschaft - auch wenn sich ihr Gesicht bald stark verändern wird - werden wir Fans noch lange Spaß haben. Und ehrlich gesagt ist mir eine Saison, in der es während der Hauptrunde mal nicht so gut läuft, man aber am Ende doch Meister wird, lieber, als eine Saison, in der man in der Hauptrunde so überlegen ist und man am Ende aber sang- und klanglos in den Play-Offs ausscheidet.

NUR DER EHC!!!

Donnerstag, 21. April 2011

Manager Peter-John Lee wünscht André Rankel die NHL

Die Eisbären Berlin haben ein neues "Play-Off-Monster" - André Rankel. Der 25-jährige Stürmer spielte überragende Play-Offs und hatte großen Anteil am fünften Meistertitel der Eisbären. Neun Tore erzielte "Ranks" selbst und acht weitere Tore bereitete er vor.

André Rankel tritt damit in die Fußstapfen von Mark Beaufait, welcher in seiner Zeit in Berlin (2002-2009) vor allem in den Play-Offs immer groß auftrumpfte. Prompt wurde er als "Play-Off-Monster" bezeichnet. Diese Ehre erhält nun also André Rankel, welcher diese aber nicht unbedingt annehmen will.

Doch wie lange werden wir André Rankel, der alle fünf DEL-Titel mit den Hauptstädtern gewonnen hat, noch in Berlin spielen sehen? Diese Frage muss man sich nach dieser so überragenden Saison von Rankel fragen. Denn
Gerüchten zu Folge sollen NHL-Teams Interesse an Rankel haben.
Einer wie Rankel würde sich bestimmt durchsetzen können in der stärksten Liga der Welt. Der Stürmer, der früher beim Lokalrivalen (Capitals) der Eisbären spielte, entwickelte sich bei den Eisbären vom Youngster zum Stammspieler, den man nur schwer ersetzen könnte.

Allerdings würde EHC-Manager Peter-John Lee dem 25-jährigen den Sprung in die NHL wünschen:

„Er hat eine gute Chance. Ich würde es ihm wünschen, denn es wäre auch gut für uns.“


Mal sehen, wie sich das Thema über die Sommerpause weiter entwickeln wird. Bleibt Rankel oder geht er? Wir halten Euch natürlich auf dem Laufenden.

Presseschau nach dem Gewinn der Meisterschaft

So nach und nach kommt man als Fan der Eisbären auch wieder in den normalen Alltag zurück. Der Tag, an dem Spiel Drei statt fand, da verspürte man eine gewisse Anspannung. Am Tag nach dem Titelgewinn war man einfach nur müde und versuchte sich krampfhaft über den Arbeitstag zu schleppen. Und heute geht es einigermaßen wieder bergauf. Aber was nimmt man als Fan nicht Alles in Kauf. Und wenn man dann noch den Meistertitel bejubeln kann, dann macht man den (schönen) Stress doch gerne mit...

Natürlich haben auch die Zeitungen mehr oder weniger groß berichtet über den Titelgewinn der Eisbären Berlin. Vor allem in Berlin wird man derzeit mit Artikeln über den Hauptstadtklub gerade so "zugeschüttet". Ich will Euch mal einen kleinen Überblick über ein paar Artikel aus der Berliner Presse geben:

Anfangen wollen wir natürlich noch einmal mit dem Spiel der Eisbären. Im Kurier gab es dazu einen tollen Bericht mit ebenso tollen Fotos.

Ebenfalls im Kurier stand der Text, den die meisten EHC-Fans wohl mit Freude gelesen haben. Denn "Felle" würde gerne noch ein Jahr weiter machen.

Heute konnte man im Kurier lesen, dass Don Jackson (Trainer der Eisbären) gerne weiter machen würde, denn er "habe einen tollen Job".
Ich hoffe, dass die Eisbären nun mit Don Jackson verlängern. Denn er hat das Team in einer Saison mit Höhen und Tiefen zum Titel geführt. Mehr kann man von ihm nicht erwarten.

Im Kurier kann man auch noch einmal "Die irre Nacht der Feierbären" nachlesen.
Beim lesen bekommt man einfach nur Gänsehaut und man merkt spätestens jetzt, dass der Pott wieder da ist, wo er nach Meinung vieler Eisbärenfans auch hingehört - in die Hauptstadt.

Der Pokal ist aber bereits kaputt, was man schon bei der Sky-Übertragung sehen konnte. Die Berliner haben es also Hannover nach gemacht. Denn auch den Niedersachsen ist der Pokal letztes Jahr kaputt gegangen...

Ein paar Feierbilder kann man sich in der Fotostrecke des Berliner Kurier´s angucken.

Weitere Bilder kann man sich bei der Berliner Morgenpost ansehen.

Die Morgenpost spricht zudem von einem "Sieg des Charakters".

Wie Eisbären-Legende Hartmut Nickel die Saison sah, kann man ebenfalls bei der Morgenpost nachlesen.
Ich hoffe doch stark, das Nickel weiter macht. Denn die Eisbären ohne Hartmut Nickel kann ich mir nicht vorstellen.

Einen tollen Artikel von einem sehr bekannten Eisbärenfan lest Ihr im Berliner Tagesspiegel. Die Überschrift passt dabei wie die "Faust aufs Auge" - "Leben mit und für die Eisbären".

Der Tagesspiegel blickt zudem noch einmal auf die letzten acht Jahre kurz zurück.
Vor acht Jahren habe ich jedenfalls nicht damit gerechnet, dass die Eisbären 2011 zum fünften Mal DEL-Meister werden und damit DEL-Rekordmeister (zusammen mit Mannheim) sind. Die letzten Jahre waren mit dieser Mannschaft einfach unglaublich schön. Zeiten, die man nie vergessen wird - also ich jedenfalls nicht.

Zu guter Letzt lege ich Euch noch den Artikel "Zwischen Dienst und Kater" ans Herz - ebenfalls aus dem Tagesspiegel.

Das soll dann aber das Ende meiner kleinen Presseschau sein. Ich könnte noch stundenlang weiter nach tollen Berichten suchen. Aber ich denke, die Auswahl ist in Ordnung und sie zeigt, wie stolz die Hauptstadt auf die Eisbären ist.

Zum Abschluss dieses Berichtes noch folgender Text:

"Deutscher Meister, Deutscher Meister, Deutscher Meister - EHC!!!"

Der Play-Off MVP wird gesucht

Die DEL-Saison 2010/2011 ist seit Dienstagabend beendet. Die Eisbären Berlin haben sich am Ende der wohl spannendsten Saison aller Zeiten den Titel gesichert.
Normalerweise wird nach den Play-Offs auch immer der wertvollste Spieler (MVP) von der DEL gekürt. Doch in diesem Jahr verzichtete der Sponsor der DEL darauf, einen MVP zu küren. Eine für mich nicht nachvollziehbare Entscheidung, denn auch in den letzten Jahren wurde immer wieder ein MVP gewählt. Warum nun ausgerechnet in diesem Jahr nicht?

Doch zwei Eishockeyseiten wollen das ändern. Sowohl die Eishockey News als auch Hockeyweb suchen den Play-Off MVP 2011. Bei beiden stehen nur Akteure von den beiden Final-Mannschaften zur Auswahl.

Die Eishockey News stellt folgende Spieler zur Wahl: André Rankel, Stefan Ustorf, T.J. Mulock (alle Eisbären), Ken Magowan und John Laliberte (beide Wolfsburg).

Hockeyweb stellt diese Spieler zur Wahl: Stefan Ustorf, Rob Zepp, André Rankel (alle Eisbären), Ken Magowan, John Laliberte und Norm Milley (alle Wolfsburg).

Bei beiden Wahlen liegt Berlins André Rankel derzeit deutlich vorne, was darauf schließen lässt, dass André Rankel wohl der Play-Off-MVP werden wird. Er hätte es sich auch verdient, denn der einstige Youngster der Berliner Eisbären ist zu einem Führungsspieler gereift und hat mit den Eisbären nun schon seine fünfte Meisterschaft gewonnen. An dieser hatte er diesmal sehr großen Anteil gehabt.

Mittwoch, 20. April 2011

Reaktionen auf den Gewinn der fünften Meisterschaft der Eisbären Berlin

Fast 24 Stunden ist es nun her, seit dem sind die Eisbären Berlin Deutscher Eishockey Meister 2011. Zum fünften Mal in den vergangenen sieben Jahren. Eine wahre Meisterleistung. Ab sofort dürfen sich nun auch die Eisbären Berlin DEL-Rekordmeister nennen. Neben dem EHC haben auch die Adler Mannheim fünf DEL-Titel gewonnen.
Grund genug für mich mal ein paar Reaktionen auf den Gewinn der fünften Meisterschaft der Eisbären aufzuschnappen. Diese will ich euch natürlich nicht vorenthalten:

Bei
Hockeyweb findet man eine kleine Bildergalerie. Sie zeigt, wie sollte es auch anders sein, jubelnde Eisbären.

Dass der Siegtorschütze Constantin Braun überglücklich war, ist selbstverständlich
. Gegenüber Hockeyweb äußerte er sich wie folgt:

"Natürlich bin ich überglücklich das wir durch diesen Treffer gewonnen haben, aber entscheidend ist die ganze Mannschaft!"

Genauso glücklich über den Titelgewinn ist natürlich auch Eisbären-Urgestein Hartmut Nickel:

"Selbst als es 4:4 stand, merkte ich, dass die Mannschaft es unbedingt will!"

Gernot Tripcke (DEL-Chef) sah eine spannende Partie, in der es hin und her ging. So wünscht er sich ein Finale.

Nach so einem Triumph, den ich nach wie vor nicht für möglich gehalten hatte in dieser Saison, welche einer Achterbahnfahrt ähnelte, darf natürlich nicht das Statement des Kapitäns fehlen. Stefan Ustorf sagte folgendes nach dem Triumph der Berliner:

„Wir haben die ganze Saison so hart gearbeitet. Wir hatten zwar zwischendurch eine Phase, wo es nicht lief, haben uns aber zusammengerauft, wie wir es immer machen und hervorragende Play-offs gespielt.“

In der Mediabox der O2 World findet man Interviews mit Siegtorschütze Constantin Braun, André Rankel sowie Steve Walker.
"Tine" Braun meinte, dass er während des Spiels ein gutes Gefühl hatte, dass die Bären den Titelgewinn perfekt machen. André Rankel lobte vor allem den Charakter des Teams. Und das Interview mit Steve Walker ist sehr empfehlenswert. Seine Analysen sind immer wieder top.

Über all also glückliche Eisbären, die den fünften Titel am Ende verdient gewonnen haben. Und sowohl für die Spieler als auch für die Fans heißt es jetzt endlich wieder: "RASIEREN!!!" Ich hab´s schon erledigt, was für ein gutes Gefühl...

5:4 - Constantin Braun schießt die Eisbären zum Titel!

Jaaaaaaaaaaaaaaaaaa! Dieses Wort war wohl gestern Abend das meist benutzte Wort der Eisbärenfans gewesen. Mit einem 5:4 haben die Berliner im dritten Finalspiel in Wolfsburg ihren fünften Titelgewinn perfekt gemacht. Einen Titel, der, wenn man die ganze Saison betrachtet, eher unerwartet war. Doch am Ende zeigten die Hauptstädter wieder ihre Klasse und sicherten sich doch noch den Pott gegen das beste Vorrundenteam der Saison.

Auch das dritte Finalspiel zwischen diesen beiden Teams war hart umkämpft gewesen. Die Wolfsburger, bei denen Ex-Eisbär Daniar Dshunussow im Tor stand, gaben noch einmal alles für ihren großen Traum. Es entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch auf hohem Niveau.
John Laliberte brachte Wolfsburg nach neun Minuten mit 1:0 in Führung. Die dritte Wolfsburger Führung im dritten Finalspiel - sie sollte wieder ein schlechtes Omen sein. Denn praktisch im Gegenzug glich Mads Christensen zum 1:1 aus (10.). Doch erneut John Laliberte ließ die Wolfsburger von einem vierten Spiel in Berlin träumen - 2:1 (19.).

Im Mitteldrittel spielten die Eisbären dann ihre Klasse aus und drehten die Partie. Zunächst gelang Tyson Mulock in der 23. Minute der 2:2-Ausgleich. Dann legte Florian Busch in der 32. Minute das 3:2 für Berlin nach. Die Eisbären waren also nur noch 20 Minuten vom fünften DEL-Titel entfernt.

Aber Wolfsburg gab sich auch im Schlussdrittel nicht auf und versuchte weiterhin sein Glück. Norm Milley gelang in der 41. Minute der 3:3-Ausgleich. Zwei Minuten später aber eine entscheidende Szene. Derrick Walser lief in Unterzahl (!) alleine Richtung Dshunussow und vollendete zum 4:3.
Wer nun dachte, es sei die Entscheidung gewesen, der hatte die Rechnung ohne die tapfer kämpfenden Wolfsburger gemacht. Denn diese kamen nur zwei Minuten nach dem erneuten Rückstand schon wieder zurück - Kai Hospelt mit dem 4:4 (45.).
Nun war es ein Spiel auf des Messer´s Schneide. Beide Teams wollten die Entscheidung. Und für diese sorgte in der 57. Minute Verteidiger Constantin "Tine" Braun, der die Eisbären mit seinem Treffer zum 5:4 zum fünften Titel in den letzten sieben Jahren schoss.

Nach der Schlusssirene gab es kein Halten mehr auf dem Eis und auf den Rängen des gut gefüllten Gästeblocks. Auch in der O2 World beim Public Viewing war nach der Schlusssirene die Hölle los. Gegen 3:00 Uhr kam dann auch die Mannschaft noch in die O2 World, um mit weit mehr als 1000 Eisbärenfans die Deutsche Meisterschaft zu feiern.
Dass der Pokal dabei schon lädiert war, war allen egal. In Wolfsburg mussten die Berliner mal kurz den Pokal wieder befestigen, da dieser auf wackligen Füßen stand. Und im letzten Jahr hatte ich mich noch über Hannover aufgeregt, die mit dem Pokal nicht vorsichtig umgegangen waren und er auch kaputt war. Nun machten es die Eisbären den Scorpions also nach...

Montag, 18. April 2011

Letztes Spiel von Sven Felski?

Sollten die Eisbären Berlin morgen Abend den Gewinn des fünften DEL-Titels perfekt machen, dann wird eine Frage sicherlich desöfteren gestellt werden: "War es ihr letztes Spiel für die Eisbären?" Diese Frage würde dem Eisbären-Urgestein Sven Felski gestellt werden, wenn die Eisbären den Meistertitel geholt haben.

Sven Felski brachte dieses Gerücht selber ins Spiel. Während der Saison sagte er gegenüber Sky, dass er beim nächsten Meistertitel seine Karriere beenden will. Seitdem hat man nichts mehr von den Plänen des "Bürgermeisters" gehört.

Fakt ist aber, dass mit Sven Felski ein großes Stück Eisbären den Verein verlassen würde. Wobei verlassen sicher nicht das richtige Wort ist, denn er bleibt dem Verein mit großer Wahrscheinlichkeit in irgendeiner Position erhalten.


Im Fanlager ist man geteilter Meinung über ein mögliches bevorstehendes Karriere-Ende des Eisbären-Urgesteins. Viele würden sich freuen, wenn "Felle" aufhört, denn er nimmt einfach zu viele unnötige Strafzeiten und schwächt dadurch die eigene Mannschaft. Viele Fouls entstehen bei ihm aus dem Frust heraus.

Andere Fans wollen dagegen, das Felski zu mindestens noch ein Jahr weiter macht. Denn wie wichtig er für die Eisbären sein kann, hat er erst wieder am Sonntag in Spiel zwei gegen Wolfsburg gezeigt. Mitten in die Drangphase der Wolfsburger erzielte Felski das erlösende 4:3. Es war ein vorentscheidender Treffer gewesen. Zudem war es für "Felle" der erste Play-Off-Treffer in diesem Jahr gewesen. Ein besseren Zeitpunkt hätte er sich dafür gar nicht aussuchen können.


Sollten also die Eisbären morgen Abend den fünften Meistertitel perfekt machen und Sven Felski seinen Rücktritt erklären, dann würden die Tränen bei den Fans nicht nur aus Freude kullern...

"Sven Felski - Einmal Eisbär, immer Eisbär!"

Vor Spiel Drei: Wolfsburg kämpferisch - Berlin will den Sack zumachen

Morgen Abend um diese Zeit läuft bereits Spiel Drei der DEL-Finalserie 2011 zwischen den Grizzly Adams Wolfsburg und den Eisbären Berlin. Die Eisbären sind nur noch einen Schritt entfernt vom fünften DEL-Titel. Während die Eisbären morgen den Sack endgültig zumachen wollen, geben sich die Wolfsburger kämpferisch.

Wolfsburgs Sportdirektor Karl-Heinz Fliegauf sagte, dass sein Team nun nichts mehr zu verlieren hat. Mit den Zuschauern im Rücken will das Team noch einmal alles versuchen. Es lässt noch kein Spieler den Kopf hängen.


Wolfsburg gibt sich also noch nicht auf - die Eisbären strotzen nur so vor Selbstvertrauen und wollen den fünften Titel morgen Abend perfekt machen. Florian Busch meinte gestern im RBB-Sportplatz, dass er keinen Bock mehr habe auf ein viertes Spiel am Donnerstag. Es tut ihm schon alles weh und sie wären alle froh, wenn die Saison endlich vorbei wäre.

Auch Kapitän Stefan Ustorf betonte noch einmal, dass die Mannschaft nicht nach Wolfsburg fährt, um zu verlieren. Sie will dort gewinnen und dann die Meisterschaft feiern.


So oder so steht uns Eishockey-Fans morgen (19:30 Uhr) ein spannender Eishockey-Abend bevor. Für diejenigen, die nicht mit nach Wolfsburg fahren können, denen sei noch einmal ans Herz gelegt, dass die O2 World erneut ein Public Viewing veranstaltet (Eintritt 3,- €), für das es wohl noch Restkarten geben soll. Also haltet Euch ran, denn eine (mögliche) Meisterfeier in der O2 World (auch ohne Heimspiel) kann ganz schön sein... NUR DER EHC!!!

Sonntag, 17. April 2011

5:4 - Eisbären kurz vorm Gewinn des 5. Meistertitels


EHC Eisbären Berlin vs. Grizzly Adams Wolfsburg 5:4 (1:1, 2:1, 2:2) Play-Off-Stand: 2:0


WalkersBärenNews#38:
War das schon die Vorentscheidung im Kampf um den DEL-Titel 2011? Mit 5:4 gewannen die Eisbären am Sonntagnachmittag in der ausverkauften O2 World Spiel Zwei gegen Wolfsburg und haben nun am Dienstag in Wolfsburg ersten Matchball. Es wäre der fünfte Titel für die Eisbären in der Deutschen Eishockey Liga (DEL).
14 200 Zuschauer sahen ein Spiel auf sehr hohem Niveau, beide Teams lieferten sich einen tollen Fight. Ein Spiel, welches einem Finale mehr als gerecht wurde. Zudem war es auch noch bis zum Schluss spannend gewesen.

Das erste Drittel war ausgeglichen gewesen. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe und kämpften verbissen um jeden Zentimeter Eis. Jeder Check wurde konsequent zu Ende gefahren.
Nach acht Minuten gingen die Gäste wie bereits in Spiel Eins in Führung. Die Grizzlies in Überzahl und diese nutzte Ken Magowan zum 0:1 aus. Im Anschluss an das Tor gab es ein Gerangel, bei dem sich der Wolfsburger John Laliberte eine 2-Minuten-Strafe einhandelte.
Die Eisbären brauchten nicht lange, um den Rückstand zu verdauen. Denn sie nutzten gleich das Powerplay aus, welches durch das Gerangel nach dem 0:1 entstanden war. Florian Busch war der Torschütze gewesen - 1:1 (9.).
Es ging fortan hin und her, beide Teams hatten gute Torchancen gehabt. Aber die beiden Torhüter Rob Zepp (Berlin) und Jochen Reimer (Wolfsburg) ließen in den ersten 20 Minuten nichts mehr zu.

Auch im zweiten Drittel war es weiterhin eine sehr intensive Partie gewesen. Beide Teams schenkten sich gar nichts. Aber ab dem Mitteldrittel wurde es auch zunehmend ruppiger. Die Wolfsburger übertrieben es dabei und mussten so desöfteren in Unterzahl spielen.
Die Eisbären ließen sich nicht lange bitten und nutzten ein solches Überzahlspiel auch gleich aus. Jimmy Sharrow hämmerte den Puck in der 23. Minute zum 2:1 ins Tor. Die O2 World fing an zu beben.
Doch es sollte noch besser kommen. 27 Minuten waren gespielt, da trat die "RUM-Reihe" wieder in Erscheinung. Über Stefan Ustorf und T.J. Mulock kam die Scheibe zu André Rankel, der das 3:1 erzielte. Schon das neunte Play-Off-Tor der Nummer "24".
Wer nun dachte, die Entscheidung sei bereits gefallen und Wolfsburg würde sich seinem Schicksal ergeben, der irrte sich gewaltig. Denn die Wolfsburger wussten, was auf dem Spiel stand und kamen zurück in diese Partie. Exakt eine Minute nach dem 3:1 verkürzte Chris Schmidt auf 3:2.
Nach dem Anschlusstreffer gab es noch weitere gute Chancen, doch es fielen keine weiteren Treffer im zweiten Drittel.


Zu Beginn des letzten Drittels wirkten die Gäste aus Niedersachsen spritziger als die Berliner. Und so kam es, dass Norm Milley nach nur 33 Sekunden zum 3:3 ausglich. Die Partie ging also wieder von vorne los.
Und wenn man ehrlich ist, hatten sich die Gäste diesen Ausgleich auch verdient gehabt. Die Eisbären verspielten dagegen schon zum zweiten Mal innerhalb einer Woche eine 3:1-Führung (Spiel Vier gegen Düsseldorf).
Wolfsburg war fortan die bessere Mannschaft. Die Jungs von Pavel Gross machten ordentlich Druck und erarbeiteten sich jede Menge gute Einschussgelegenheiten. 18:6 zeigte die Torschussbilanz nach dem dritten Drittel an - zu Gunsten der Wolfsburger. Doch die Wolfsburger konnten ihre Chancen nicht nutzen.
Und wenn man seine Chancen nicht nutzt, dann kassiert man einen Gegentreffer - so ist es meistens. Und so war es auch heute. Wie aus dem Nichts brachte Sven Felski die Eisbären in der 51. Minute mit 4:3 in Führung. Der Jubel nach diesem Tor war grenzenlos auf dem Eis und auf den Rängen der O2 World.
Der erneute Rückstand war ein herber Schlag für die toll aufspielenden Wolfsburger gewesen.
Die endgültige Entscheidung in dieser spannenden Partie fiel dann in der 57. Minute. Florian Busch erhöhte mit seinem zweiten Treffer an diesem Nachmittag auf 5:3. Bereits der dritte Überzahltreffer der Eisbären in diesem Spiel. Also das Powerplay funktioniert wieder richtig gut.
Wolfsburg versuchte nun noch einmal Alles. Pavel Gross nahm den Torhüter aus dem Tor, brachte einen sechsten Feldspieler und kurze Zeit später gab es auch noch eine Strafe gegen Berlin. Wolfsburg also nun mit zwei Mann mehr (6 gegen 4) auf dem Eis. Und diese Chance ließen sie sich nicht nehmen. Blake Sloan verkürzte 51 Sekunden vor dem Ende noch einmal auf 5:4.
Doch zu mehr reichte es dann nicht mehr. Die Eisbären brachten die 5:4-Führung über die Zeit.

Fazit:

Die Eisbären haben aus weniger Chancen mehr Tore gemacht. 27 Torschüsse gaben die Eisbären ab, Wolfsburg 38. Die Chancenverwertung, welche lange Zeit ein Problem der Eisbären war, scheint wieder zu funktionieren. Man macht derzeit einfach immer im richtigen Moment die Tore und schockt damit die Wolfsburger.
Diese zeigten auch heute wieder eine tolle Partie, wurden aber letztendlich für den Aufwand nicht belohnt.
Dennoch muss ich auch mal Kritik an Spielern der Wolfsburger los werden. Vor allem an der Nummer "33" Blake Sloan. Was der heute gemeckert hat, ging ja mal gar nicht. Der kann von Glück reden, dass er heute überhaupt dabei war nach seinem üblen Kniecheck vom Freitag. Auch heute spielte er wieder desöfteren unsauber, setzte seinen Stock auch für andere Sachen ein.
Und ach Tyler Haskins fiel mir heute mit unsauberer Spielweise auf sowie natürlich auch Paul Traynor, welcher am Freitag André Rankel per Würgegriff zu Boden riss.
Schade, das hat diese tolle Wolfsburger Mannschaft nicht nötig. Toll aber zu sehen, dass die Eisbären auf derartige Sachen nicht eingehen, sich nicht provozieren lassen.

Leistung vom Hauptschiedsrichter mit Note:


Hauptschiedsrichter waren heute die Herren Bauer und Piechaczek. Wobei, war Piechaczek heute überhaupt auf dem Eis? Mir kam es jedenfalls so vor, als ob es immer Bauer gewesen war, der die Strafen anzeigte und aussprach. Also wirklich überzeugen konnten mich die Schiedsrichter heute nicht. Wieder mal keine klare Linie, pfiffen teilweise Sachen ab, die sie später wieder laufen ließen.
Note 5.

Fanstimmung:


Sie war Play-Off-tauglich. Es hätte aber noch durchaus lauter sein können, denn es könnte ja evtl. das letzte Heimspiel gewesen sein. Was ich persönlich nicht hoffe...

Besten drei Spieler des Spiels:

1. Florian Busch (Eisbären/Stürmer)
2. Norm Milley (Wolfsburg/Stürmer)
3. Jimmy Sharrow (Eisbären/Verteidiger)

Vorschau auf das dritte Finalspiel mit Tipp von mir:

Am Dienstag findet in Wolfsburg Spiel Drei der DEL-Finalserie 2011 statt. Mit einem weiteren Sieg können die Eisbären bereits dann den Gewinn der fünften DEL-Meisterschaft perfekt machen. Doch viele Fans wünschen sich eine Niederlage, damit man dann am Donnerstag endlich mal wieder in eigener Halle den Gewinn der Meisterschaft feiern kann. Aber so wirklich glaube ich nicht daran, dass die Eisbären jetzt noch was anbrennen lassen und dort verlieren. Denn sie können befreit aufspielen. Wolfsburg hat den Druck, muss das Spiel machen. Auf jeden Fall wird es wieder eine sehr spannende Partie werden.
Mein Tipp: 4:2 für die Eisbären.

Samstag, 16. April 2011

Fällt morgen schon eine Vorentscheidung?

Morgen steht Spiel Zwei der DEL-Finalserie 2011 auf dem Programm. Die Eisbären Berlin haben die Grizzly Adams Wolfsburg zu Gast. Mit einem erneuten Sieg könnten die Berliner schon einen großen Schritt Richtung fünften Meistertitel machen, wobei dann natürlich immer noch ein Sieg fehlen würde.

Ich rechne auch morgen wieder mit einem knappen Ausgang. Die Wolfsburger haben gestern angedeutet, was sie können. Gerade im ersten Drittel war es ein überragendes Spiel der Wolfsburger. Doch vor allem im letzten Drittel zeigte sich die Erfahrung der Eisbären. Aber morgen kann es natürlich wieder ganz anders sein. In einem Finale entscheiden nun einmal Kleinigkeiten.

Allerdings fällt bei den Eisbären auf, dass sie seit dem Spiel letzten Sonntag gegen Düsseldorf völlig anders drauf sind als in den Play-Off-Spielen zuvor. Hat man sich zuvor noch darüber aufgeregt, dass nicht alle Spieler in Play-Off-Form sind, so zeigen seit Spiel Vier nahezu alle Eisbären sehr gute Leistungen.
Angefangen mit der "RUM-Reihe, die auch gestern wieder überragend spielte. Zudem wird auch Goalie Rob Zepp von Spiel zu Spiel stärker und auch ein Jeff Friesen zeigt in den Play-Offs endlich mal bessere Leistungen als noch in der Hauptrunde.
Einen Spieler will ich aber auch noch hervor heben - Mads Christensen. Der Däne hatte während der Hauptrunde viel Pech gehabt mit seinen Gehirnerschütterungen. Doch in den Play-Offs zeigt er nun, was er wirklich kann und weshalb die Eisbären ihn vor der Saison aus Iserlohn geholt haben.

Beim zweiten Spiel morgen wird das Augenmerk der Fans beider Mannschaften auch wieder auf dem Schirigespann liegen. Was die Herren Willi Schimm und Roland Aumüller gestern gepfiffen haben, war miserabel. Als Wolfsburg führte, hatte Jeff Ulmer die Chance gehabt, auf 2:0 zu erhöhen. Doch André Rankel störte ihn, als er Ulmer einen üblen Stockschlag verpasste. Dass der Eisbär dafür keine zwei Minuten bekam, war unglaublich.
Und noch eine Szene erregte die Gemüter - zu mindestens die der Eisbären. André Rankel wird auf den Wolfsburger Goalie Jochen Reimer gecheckt und wird dann auch noch im Würgegriff von Reimer gerissen. Warum Rankel dafür 2+2-Minuten bekam, bleibt wohl das Geheimnis der Referees.
Morgen pfeifen jedenfalls die Herren Bauer und Piechaczek...