Sonntag, 15. November 2009

DEL-Spieltagsvorschau und Statistiken

Am heutigen Sonntag steigt der 20. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Und dabei stehen sieben Spiele auf dem Programm.

Der aktuelle Tabellenführer Eisbären Berlin tritt bei den Thomas Sabo Ice Tigers an. Das wird kein leichtes Spiel für den Meister, denn Nürnberg zählt zu den Angstgegnern der Eisbären. 27 mal trat der EHC bisher in Franken an, nur achtmal trat man die Rückreise als Sieger an. Von den letzten acht Spielen in Nürnberg verloren die Eisbären sechs - dabei kassierten sie dreimal sechs Gegentreffer und mehr.
Der einzige Aspekt, der für die EHC-Fans Hoffnung auf einen Sieg macht, ist der, dass die Berliner in dieser Saison noch nie zweimal hintereinander verloren. Am Freitag hatten sie ja bekanntlich in Köln verloren - also müssten sie ja eigentlich heute wieder gewinnen...

Die Hamburg Freezers empfangen die Iserlohn Roosters. Iserlohn zählt zu den Lieblingsgegnern der Freezers in der Color Line Arena. Acht von 13 Spielen gewannen die Hanseaten gegen die Sauerländer bisher daheim. Angesichts der momentanen Form der Sauerländer würde es mich nicht wundern, wenn heute der neunte Sieg dazu kommt.

DEL-Rekordmeister Adler Mannheim empfängt heute die Krefeld Pinguine. Mannheim hat von 27 Spielen 16 gewonnen, verlor aber in der vergangenen Saison beide Heimspiele gegen den KEV.

Der ERC Ingolstadt tritt heute gegen die Kassel Huskies an. Das sollte eine klare Angelegenheit für den ERCI sein. Sechs Mal in Folge haben sie die Schlittenhunde besiegt, verloren das letzte Mal gegen die Huskies im Oktober 2003. Im Vorbereitungsspiel auf die aktuelle Saison standen sich die beiden Teams schon einmal gegenüber - Ingolstadt fegte die Huskies mit 8:1 vom Eis.

Straubing empfängt die Kölner Haie. Beide Teams siegten in Straubing je dreimal. Der Ausgang heute ist offen. Köln siegte am Freitag erstmals seit sechs Spielen wieder, Straubing verlor nur einmal in den letzten fünf Spielen - punktete aber auch bei der Niederlage.

Zum Duell des Tabellenvierten gegen den Tabellendritten kommt es heute in Niedersachsen. Die Grizzly Adams Wolfsburg treffen dabei auf die Augsburger Panther. Auch hier ist der Spielausgang völlig offen, beide siegten bisher je viermal. Der Sieger wird sich aber erst einmal ein klein wenig absetzen können vom Gegner.

Das letzte Spiel des Tages ist das der Frankfurt Lions gegen die Hannover Scorpions. Eigentlich könnten sich die Scorpions die Reise nach Hessen sparen, denn von 27 Spielen bei den Lions kehrten sie 20 mal als Verlierer zurück. Das wird sich auch heute nicht ändern und damit verschärft sich die Krise des mittlerweile Tabellenvorletzten Hannover nur noch mehr. Aber ein Hans Zach wird ja eh nicht gefeuert, er ist ja unkündbar...


Schiedsrichteransetzungen:

Nürnberg vs. Eisbären (HSR: Schimm)
Hamburg vs. Iserlohn (HSR: Aumüller)
Mannheim vs. Krefeld (HSR: Piechaczek)
Ingolstadt vs. Kassel (HSR: Sicorschi)
Straubing vs. Köln (HSR: Jablukov)
Wolfsburg vs. Augsburg (HSR: Schütz)
Frankfurt vs. Hannover (HSR: Looker)


Quelle: aktuelle Ausgabe der Eishockey News (Ausgabe 46 vom 10.11.09)

Samstag, 14. November 2009

DEL, 19. Spieltag: Aufstand der "Kellerkinder"

Die Teams, die im Keller der DEL-Tabelle stehen, scheinen sich in der Deutschland Cup-Pause mächtig was vorgenommen zu haben. Anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, dass am gestrigen Freitag kein Team aus der Top-8 der Tabelle gewonnen hat.

Der Tabellenführer Eisbären Berlin unterlag bei den Kölner Haien mit 3:5. Die Haie beendeten damit ihre sechs Spiele andauernde Niederlagenserie. Der EHC, dass fällt nach dem Augsburgspiel jetzt schon zum zweiten Mal auf, verspielt einen Vorsprung nach 40 Minuten noch. In Augsburg führte man mit 4:3 und verlor den Schlussabschnitt mit 0:3. In Köln führte man nach dem Mitteldrittel mit 3:2 - ehe ein 0:3 im letzten Drittel alle Sieghoffnungen zu Nichte machte.
Tyson, Mulock, Regehr und Walser trafen für den Meister, Adams (2), Frosch, Julien und Ciernik erzielten die Treffer für die Haie.
Berlin bleibt aber trotz der Pleite Erster, denn die Verfolger aus Mannheim und Wolfsburg hatten spielfrei.

Ein anderer Verfolger verlor daheim gegen Hamburg. Augsburg unterlag dem Tabellenletzten mit 1:2. King und Kuhta erzielten die Treffer der Hanseaten, Beechey das Tor des AEV. Bei Hamburg kassierte der Finne Karalahti eine Disziplinarstrafe.

Gegen die zuletzt so starken Straubing Tigers (vier Siege in Serie) gewannen die Iserlohn Roosters mühevoll erst nach Penaltyschiessen mit 3:2. Hancock verwandelte den entscheidenden Penalty. In der regulären Spielzeit trafen Wolf und Swanson (dreißig Sekunden vor dem Ende zum Ausgleich) für die Sauerländer, Trew und Maloney für die Gäste, bei denen Maloney zudem auch noch eine Disziplinarstrafe erhielt.

Nur einen einzigen Treffer bekamen die Zuschauer in Kassel zu sehen. Dort gewannen die Thomas Sabo Ice Tigers mit 1:0. Das goldene Tor erzielte Björn Barta für die Franken. Bei den Gastgebern erhielt Dinger eine Disziplinarstrafe.

Die Krefeld Pinguine besiegten die zuletzt so stark spielenden Ingolstädter mit 3:1. Verwey, Pavlikovsky und Riefers waren für den KEV erfolgreich, Greilinger für den ERCI.

Mal sehen, ob die Teams im oberen Tabellendrittel am Sonntag mal wieder etwas zu Jubeln haben oder ob die "Kellerkinder" sich wieder freuen dürfen.
Dem eisbaerlin.de-Tippspiel tat dieser Spieltag gestern überhaupt nicht gut. Bis auf eine Ausnahme (4 Punkte) holten alle Tipper nur einen oder zwei Punkte oder gar keinen.

Donnerstag, 12. November 2009

DEL-Spieltagsvorschau und Statistiken

Der durchaus erfolgreiche Deutschland Cup ist Geschichte - das DEB-Team ist aus diesem als Sieger hervor gegangen. Nun ist aber wieder Umdenken angesagt, denn heute Abend beginnt der Liga-Alltag wieder.

Zum Auftakt des 19. Spieltages empfangen heute Abend die DEG Metro Stars die Frankfurt Lions. Für die in der Saison bisher enttäuschenden Düsseldorfer wird dies kein leichtes Spiel, denn mit den Hessen kommt die auswärtsstärkste Mannschaft an den Rhein. Mut dürfte den Hausherren da aber die Bilanz geben, denn diese ist mit 14 Siegen positiv - Frankfurt weist nur 11 auf.

Am morgigen Freitag stehen dann fünf Spiele auf dem Programm. Die in dieser Saison so starken Augsburger Panther treffen auf den Tabellenletzten Hamburg Freezers. Hier dürfte für die Hanseaten nichts zu holen sein. Denn der AEV hat sieben der letzten acht Spiele - davon fünf in Folge - gegen die Freezers gewonnen. Ich gehe stark vom sechsten Sieg in Folge aus.
Die heimstarken Kassel Huskies empfangen den Vorletzten, die Thomas Sabo Ice Tigers. Hier könnte es für die Franken zu einem Sieg reichen. Zwar weist ihre Bilanz nur acht Siege in 28 Spielen auf - doch fünf dieser Erfolge holten sie in den letzten acht Spielen. Aber Kassel scheint mir in dieser Saison daheim zu stark zu sein, als dass die Ice Tigers bei den Schlittenhunden etwas holen könnten.
Gut begonnen, stark nachgelassen. So könnte man die derzeitige Situation der Kölner Haie beschreiben, welche morgen auf den Deutschen Meister und Tabellenführer Eisbären Berlin treffen. Diese zeigten kurz vor der Länderspielpause beim 5:2 in Mannheim, zu was sie in Stande sind, wenn es drauf ankommt. Und die Haie dürften noch mehr Angst kriegen, wenn sie hören, dass die Berliner morgen fast in Bestbesetzung antreten werden. "Tine" Braun gibt sein Saisondebüt - einzig Friesen fehlt wegen einer Sperre. In den letzten acht Spielen ging der EHC fünfmal als Sieger vom Eis.
Die Krefeld Pinguine bekommen morgen "Besuch" vom ERC Ingolstadt. Die Ingolstädter sind nach und nach immer besser in Fahrt gekommen und stehen nun im oberen Tabellendrittel. In Krefeld lief es aber zuletzt für den ERCI nicht so gut - vier Niederlagen in den letzten sechs Spielen weist die Bilanz auf. Könnte sich aber angesichts der momentanen Verfassung der Panther ändern.
Das letzte Spiel des Freitags ist das zwischen den Iserlohn Roosters und den Straubing Tigers. Die Sauerländer haben nach guten Saisonbeginn zuletzt stark nachgelassen und nun kommen die derzeit so starken Tigers ins Sauerland. Diese holten nämlich in den vergangenen vier Spielen vier Siege. Und die Bilanz der Roosters ist nur ausgeglichen, beide siegten dreimal. Wird morgen also nicht einfach für die Hausherren.

Schiedsrichteransetzungen:

Düsseldorf vs. Frankfurt (HSR: Piechaczek)
Augsburg vs. Hamburg (HSR: van Gameren)
Kassel vs. Nürnberg (HSR: Jablukov)
Köln vs. Eisbären (HSR: Brill, Looker)
Krefeld vs. Ingolstadt (HSR: Dahle)
Iserlohn vs. Straubing (HSR: Bauer)


Für alle Tipper: Das Spiel der DEG gegen die Lions findet, wie bereits oben erwähnt, heute Abend statt. Es steht aber im Tippspiel beim Freitag drin. Einfach dort euren Tipp eintragen.
Update: Das Spiel der DEG vs. Lions findet nun auch im Tippspiel heute statt.


Quelle: aktuelle Ausgabe der Eishockey News (Ausgabe 46 vom 10.11.09)

Dienstag, 10. November 2009

Trauer um Fussball-Torwart Robert Enke!

Die Sport-Welt ist geschockt. Vor wenigen Minuten habe ich auf der Internetseite der Berliner Morgenpost die schreckliche Nachricht gelesen: Der Fussball-Torwart Robert Enke vom Bundesligisten Hannover 96 ist gestorben. Er soll Selbstmord begangen haben. Weitere Information zu dieser fürchterlichen Meldung lest ihr hier.

Um die Hintergründe über den Selbstmord Enke´s ist derzeit nichts bekannt. Viel wird momentan spekuliert.

Robert Enke ist damit bereits der dritte Sportler, der in diesem Jahre von uns gegangen ist. Eishockey-Nationaltorwart Robert Müller erlag im Mai den Folgen seiner schweren Krankheit. Kurze Zeit später starb auch Eishockey-Trainer Ron Kennedy an den Folgen seiner schweren Krankheit.

Ich selbst bin einfach nur geschockt und fassungslos. Die Sport-Welt verliert einen ganz feinen und sympathischen Menschen. Ich erinnere mich gerade zurück, als ich Robert Enke vor Jahren, als er bei Benfica Lissabon spielte, in Leipzig im Rahmen eines Testspiels das erste Mal live gesehen habe. Dort habe ich ihn bei der Ankunft des Mannschaftsbusses der Portugiesen gesehen und mitbekommen, wie toll er mit seinen Fans umgegangen ist. Während seine Mannschaftskameraden schon in die Kabine gingen, nahm er sich jede Menge Zeit für die Fanwünsche (Foto´s, Autogramme, etc.). Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich mich damals nicht mit ihm fotografieren lassen habe. Aber an so etwas schreckliches, was heute passiert ist, konnte man einfach nicht denken.

Mein Mitgefühl richtet sich an Robert Enkes Familie. Ihr wünsche ich in dieser Zeit viel Kraft.

Das eisbaerlin.de-Team ist fassungslos über diese schreckliche Nachricht und spricht sein Beileid aus.

Wir werden Robert Enke nie vergessen!



Quelle

Montag, 9. November 2009

DEL-Zwischenbilanz nach 18 Spieltagen

18 Spieltage sind in der Deutschen Eishockey Liga schon wieder absolviert. Was war bisher so besonders an dieser Spielzeit? Ich werde mal Zwischenbilanz ziehen.

Erst einmal fällt auf, dass wir bisher im Schnitt mehr Tore gesehen haben als letztes Jahr zum gleichen Zeitpunkt. 6,39 Tore im Schnitt (812) sind bisher pro Spiel gefallen. Letzte Saison waren es 858, was einem Schnitt von 6,09 entspricht. Es sei dabei noch anzumerken, dass letzte Saison zu diesem Zeitpunkt bereits 141 Spiele absolviert waren und jetzt aufgrund von nur noch 15 Teams nur 127 Spiele.

Was die Fans eher weniger freut ist der Aspekt, dass es bisher weniger Heimsiege zu sehen gab als vergangene Saison. Die DEL ist also mehr und mehr ausgeglichener.
Das spiegelt sich auch in der Tabelle wieder. Die DEL spaltet sich derzeit in vier Gruppen. Zwischen Platz Eins und Platz Vier sind es gerade einmal drei Punkte Unterschied.
Noch enger sieht es zwischen Platz Fünf und Platz Sieben aus. Dort sind es gerade einmal zwei Punkte Unterschied.
Den Achten und den Zwölften trennen ebenfalls nur drei Punkte. Und den Dreizehnten trennen nur ganze vier Punkte vom Tabellenschlusslicht.
Da kann man sich mit einem Sechs-Punkte-Wochenende ganz schnell wieder nach oben spielen.
So macht die DEL Spaß - spannend und ausgeglichen.

Was fällt noch auf? Die DEL wird "harmloser". Die Teams scheinen sich immer mehr am Riemen zu reißen. Die Strafminuten sind im Gegensatz zur letzten Saison zurück gegangen. Von 44,6 Minuten im Schnitt auf 36,5 Minuten im Schnitt. Das sind fast zehn Minuten weniger - immer mehr Teams wollen die Spiele nicht mehr auf der Strafbank verlieren.

Auch die Trainer leben in dieser Saison sicherer. Nach 18 Spieltagen hat es noch keinen Trainer erwischt. Nicht einmal Hamburgs Trainer Paul Gardner angesichts der Misere. Da ist bisher nur der Geschäftsführer Boris Capla geflogen - was ja auch irgendwann mal abzusehen war. Denn beliebt war Capla bei den Hanseaten noch nie.

Ein sehr erfreulicher Trend entwickelt sich auf der Torhüterposition. Immer mehr DEL-Teams setzen auf deutsche Schlussmänner. Bei neun (!) Teams ist ein Deutscher die Nummer Eins.
Da wären Endras in Augsburg, Pätzold in Ingolstdat, Ehelechner in Nürnberg, Ziffzer in Hannover, Reimer in Wolfsburg, Aus den Birken in Iserlohn und Janka in Straubing sowie die eingebürgerten Zepp in Berlin und Gordon in Frankfurt. Ein sehr erfreulicher Trend.

Eher enttäuschend sind die Zuschauerzahlen. Zwar stieg der Schnitt pro Spiel von 5 472 Zusachauer auf 5 706 Zuschauer, doch die Gesamtzuschauer nach 18 Spieltagen sinkt. Letzte Saison waren es nach 18 Spieltagen in 141 Spielen 771 491 Zuschauer gesamt - jetzt sind es nach 127 Spielen nur 724 750 Zuschauer gesamt. Vor allem die Großarenen in Hamburg, Hannover, Düsseldorf und Köln sind längst nicht so gut besucht, wie erhofft.


Quelle: aktuelle Ausgabe der Eishockey News (Nummer 45 vom 03.11.2009)

Film über Robert Müller demnächst erhältlich

Der 21. Mai 2009 war für Eishockey-Fans in ganz Deutschland ein trauriger Tag. An jenem Tag verstarb der deutsche Nationaltorwart Robert Müller an den Folgen seiner schweren Krankheit.

Nun wird im Dezember eine Dokumentation über das Leben des Robert Müller auf den Markt kommen. Diese zeigt noch einmal bewegende Bilder seiner einzigartigen, aber leider viel zu kurzen Karriere. Zudem gewährt die DVD Einblicke in sein Privatleben, welche man vorher noch nie zu sehen bekam.

Viele Menschen, die Robert Müller nahe standen, kommen in dem Film zu Wort. Es sind Freunde, Mitspieler und Trainer von Robert Müller sowie sein behandelnder Arzt.

Die DVD kostet 10 € und kann ab 15. November im Internet bezogen werden.

Der Erlös geht an Robert Müller seine Familie:

"Der Erlös des Charity- Projekts kommt Robert Müllers Witwe Jenny sowie den Kindern Lena (4) und Louis (2)" zugute.

Ich denke, dass dies eine DVD sein wird, die man sich durchaus zulegen sollte. Sie stellt ein Andenken an einen tollen Menschen und Sportler, der leider viel zu früh von uns gegangen ist, dar.
Sicherlich wird der Film viele Menschen zu Tränen rühren, aber ich werde sie mir auf jeden Fall zulegen und ich denke, dass dies viele andere Fans in Deutschland auch tun werden.

Wir werden Robert Müller nie vergessen!


Quelle

Sonntag, 8. November 2009

Danke Slowakei - DEB-Team ist Deutschland Cup-Sieger 2009!!!

Der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft ist die Sensation gelungen. Sie haben den Deutschland Cup zum dritten Mal nach 1995 und 1996 gewonnen.

Nach dem 5:1-Sieg am Nachmittag gegen den Erzrivalen Schweiz mussten die Deutschen am Abend auf einen Sieg der Slowakei hoffen. Diese trafen auf den bisherigen Tabellenführer USA, welche seine beiden ersten Turnierspiele jeweils mit 3:2 n.P. gewannen.

Lange sah es auch nach einem Turniersieg der US-Amerikaner aus. Sie führten bereits mit 2:0. Jeff Hamilton brachte die US-Boys in der 19. Minute per Penalty in Führung. Joe Motzko vom ERC Ingolstadt erhöhte in der 25. Minute auf 2:0.
Doch die Slowakei kämpfte sich ins Spiel zuück und glich zum 2:2 aus. Dominik Granak (28.) und Ivan Ciernik von den Kölner Haien (34.) waren erfolgreich.
Die USA mussten am Ende auch im dritten Spiels des Turniers ins Penaltyschiessen, diesmal hatten sie aber nicht das bessere Ende für sich. Richard Lintner verwandelte den entscheidenden Penalty, womit er die Deutschen zum Turniersieger machte.

Das ist ein großer Erfolg für das DEB-Team, welches damit gute Werbung in eigener Sache macht. Vor allem im Hinblick auf das kommende Jahr mit Olympia und Heim-WM.

Jedoch sei nochmal angemerkt, so schön der Erfolg auch ist, bei der WM treten die Teams mit völlig anderen Spielern an, welche noch mehr Potenzial haben. Da dürfen sich die Deutschen nicht so eine Abschlussschwäche leisten, wie in den beiden letzten Spielen (gegen die USA und die Slowakei).

Aber jetzt erst einmal freuen wir uns mit den Deutschen über den Erfolg. An dieser Stelle ein Glückwunsch ans Team und vielen Dank für tolles Eishockey am Wochenende. Ich frage mich die ganze Zeit, was im Mai diesen Jahres bei der WM war - ist mir irgendwie entfallen...

5:1 - Deutschland deklassiert die Schweiz

Das war mal ein dickes Ausrufezeichen. Die deutsche Eishockeynationalmannschaft hat ihr letztes Spiel beim Deutschland Cup gegen die Schweiz gewonnen. Mit 5:1 wurden die Eidgenossen aus der Olympiahalle München geschossen.

Bereits nach dem ersten Drittel führten die Deutschen mit 3:1 - sensationell. Bereits nach drei Minuten erzielte Patrick Hager das 1:0 für das DEB-Team.
Zehn Minuten später erhöhte Manuel Klinge auf 2:0. Die 5 800 Zuschauer rieben sich verwundert die Augen. Waren dass wirklich die Spieler, die in den beiden vorherigen Spielen viele Großchancen ausließen? Ja, sie waren es wirklich.
Das Martin Plüss fünf Minuten vor der ersten Drittelpause auf 2:1 verkürzte - geschenkt.
Die Deutschen zeigten bereits wie an den beiden Tagen zuvor eine starke kämpferische Leistung - sie wussten auf ganzer Linie zu überzeugen. Die Fans waren das komplette Turnier über hochzufrieden mit "ihrem" Nationalteam. Die WM-Schmach war vergessen.
In der 17. Minute markierte Michael Wolf das 3:1. Mit diesem Ergebnis ging es in die erste Pause. Die Schweizer waren geschockt und gleichzeitig bedient.

In den beiden folgenden Dritteln legten die DEB-Cracks jeweils ein Tor nach. Jason Holland (25.) und Kai Hospelt (47.) machten den überraschenden deutschen Sieg perfekt.

Deutschland hat damit vorübergehend die Tabellenspitze erreicht. Nun müssen die DEB-Jungs auf einen Ausrutscher der USA hoffen, welche derzeit gegen die Slowakei spielen.

2:1 n.P. - Diesmal Deutschland Sieger im Penaltyschiessen

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihr zweites Spiel beim diesjährigen Deutschland Cup gewonnen. Gegen die Slowakei siegten die Jungs von Bundestrainer Uwe Krupp mit 2:1 (0:0, 0:1, 1:0) n.P. und sicherten sich somit noch die Chance auf den Turniersieg.

Beim DEB-Team gab es zwei Änderungen zum Spiel gegen die USA. Für Rob Zepp stand diesmal Dennis Endras im Tor. Yannic Seidenberg durfte pausieren, für ihn war Patrick Reimer im Einsatz. Dadurch war die Top-Reihe vom Freitag - Mulock, Wolf, Seidenberg - auseinander gerissen.

Die Slowaken hatten den besseren Start, setzten die Deutschen unter Druck. Das DEB-Team hatte Probleme im Spielaufbau, denn die Slowaken störten früh.
Nach drei Minuten hatte Deutschland dann aber die erste Chance des Spiels. Mulock verzog nach Wolf-Pass knapp. Kurze Zeit später scheiterte auch Rankel.
Das DEB-Team war nun besser im Spiel. Nach neun Minuten die nächste gefährliche Szene vorm Slowakei-Tor von Stana. Einen Schuss von Hager fälschte ein Verteidiger der Slowaken ab und machte diesen Schuss dadurch so gefährlich. Der Puck rauschte knapp am Tor vorbei.
Fortan drückten die Jungs von Uwe Krupp weiter aufs Tempo, doch Hospelt und Greilinger vergaben gute Chancen.
Mit einem 0:0 ging es in die erste Pause.

Das zweite Drittel begann ruhiger. Es entwickelte sich ein Geduldsspiel, beide Teams warteten auf den ersten Fehler. Doch keiner gab sich die Blöße.
27 Minuten waren gespielt, da vergaben kurz nacheinander Greilinger und Klinge zwei gute Chancen bzw. scheiterten an Stana.
Nur wenige Sekunden später scheiterte Felski zweimal aus aussichtsreicher Position an Stana.
Die Deutschen hatten viele Chancen, doch sie trafen nicht. So was rächt sich immer. Vor allem im internationalen Eishockey. So auch gestern. Die Slowakei mit ihrem ersten Angriff im Mitteldrittel. Milan Bartovic zog einfach mal ab und der Puck flog über dem verdutzten Endras hinweg ins Tor - 0:1. Ein unglückliches Tor mit in einer deutschen Drangphase.
Das Gegentor brachte die Deutschen aus dem Konzept, sie wirkten leicht geschockt. Die Slowaken übernahmen nach und nach die Kontrolle über das Spiel. Doch Huna und Spirko (leere Tor) vergaben gute Chancen.
Mit einem 0:1 ging es in die zweite Pause.

Den Schlussabschnitt begannen die Jungs von Uwe Krupp in Überzahl - die Slowakei hatte noch eine 2-Minuten-Strafe zum Ende des zweiten Drittels erhalten.
Und in diesem gelang ihnen endlich das erste Powerplaytor in diesem Turnier. Jason Holland zog von der blauen Linie ab, Chris Schmidt hielt seine Kelle rein und der Puck ging ins Tor - der verdiente Ausgleich.
Nun begann Einbahnstraßen-Eishockey. Deutschland hatte beste Torchancen, doch irgendetwas war immer im Weg. Entweder der Torwart, ein Verteidiger oder irgendetwas anderes stand den Deutschen im Weg. Rankel, Schmidt, Reiß, Felski, Reimer und Greilinger scheiterten allesamt.
Die Slowakei tauchte erst in der letzten Minute wieder vor Dennis Endras auf. Huna vergab eine Riesenchance - da hatten die Deutschen jede Menge Glück gehabt.
Mit einem 1:1 ging es erneut in die Verlängerung. Vor allem bitter, wenn man sich das Torschussverhältnis ansieht - 32 zu 20 für Deutschland.

In der Verlängerung dasselbe Bild. Die Deutschen dominierten das Spiel weiterhin. Hager und Reimer scheiterten mit guten Chancen an Stana. Auch die Slowaken hatten eine dicke Chance gehabt. Huna scheiterte an Endras.
Das Torschussverhältnis in der Overtime - 7 zu 1 für das DEB-Team.
Es ging wie bereits einen Tag zuvor ins Penaltyschiessen.

Die Slowaken begannen. Lintner versenkte eiskalt. Für das DEB-Team lief Felski als Erster an. Und auch er traf eiskalt. Der zweite Schütze der Slowakei hatte dann Riesenpech gehabt. Ruzicka traf erst den einen Pfosten und von dort ging er an den anderen Pfosten - Glück fürs DEB-Team.
Für Deutschland war nun Michael Wolf an der Reihe - und auch er traf. Die Deutschen standen kurz vorm Sieg, Kukumberg musste jetzt nur noch verschiessen. Und das tat er auch, denn er scheiterte an Dennis Endras.
Das DEB-Team gewann verdient dieses Spiel. Am Jubel merkte man ihnen die Erleichterung an.

Heute trifft Deutschland zum Abschluss des Deutschland Cup´s auf den Erzrivalen Schweiz, welche gestern gegen die USA mit 2:3 n.P. verloren hatten.
Gewinnt Deutschland heute gegen die Schweiz und die USA gewinnen nicht gegen die Slowakei, dann wären die Jungs von Uwe Krupp zum dritten Mal nach 1995 und 1996 Turniersieger. Einfach wird es aber nicht gegen die Eidgenossen.

Der Bayerische Rundfunk überträgt ab 14:45 Uhr live. Zunächst werden die beiden ersten Drittel zusammengefasst, das letzte Drittel wird dann komplett übertragen.