Freitag, 22. April 2011

Der 19. April 2005 und der 19. April 2011

So langsam aber sicher realisiert man als Eisbärenfan, dass die Berliner am Dienstag bereits den fünften DEL-Titel gewonnen haben. Unglaublich! Wenn mir das einer Anfang 2000 gesagt hätte, dass die Eisbären 2011 bereits fünf DEL-Meisterschaften feiern konnten, den hätte ich für verrückt gehalten. Doch es ist wirklich wahr geworden.

Und das der fünfte Titel dann auch noch am Dienstag, den 19. April 2011, gewonnen wurde, rundete die ganze Sache noch ab. Denn der 19. April ist längst ein Datum, welches jeder Eisbärenfan nie mehr vergessen wird und bei dem wohl jeder Gänsehaut bekommt.

Es war der 19. April 2005, als die Eisbären Berlin erstmals Deutscher Eishockey Meister wurden. Jene Mannschaft, die so lange der "Prügelknabe" und die Schießbude der Deutschen Eishockey Liga (DEL) war. An diesem Tag hatten es die Eisbären endgültig auf den Thron der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geschafft und damit allen Kritikern gezeigt, die es den Eisbären nie zugetraut hatten, dass sie irgendwann einmal einen gesamtdeutschen Titel feiern würden.
Doch nicht nur für die Spieler war es eine Genugtuung gewesen. Auch für die Fans war es ein tolles Gefühl damals gewesen, denn wie oft hatte man Gesänge gehört gehabt wie "Ihr werdet nie Deutscher Meister...".

Denn bevor die Eisbären es geschafft hatten, Deutscher Meister zu werden, scheiterten sie zuvor zweimal im Finale. 1998 an Mannheim und 2004 an Frankfurt. Es waren bittere Niederlagen, doch aus denen hatte man gelernt.

Acht Spieler, die bereits 2005 Meister mit den Eisbären wurden, waren jetzt auch wieder mit dabei. Was eigentlich nicht normal ist, dass ein Team über Jahre hinweg seinen Kern zusammenhält. Viele andere Vereine wechseln teilweise nach einer Saison das komplette Personal, ohne dass es dann was genutzt hat.
Die Eisbären setzten dagegen auf Kontinuität und verstärkten ihre Mannschaft zu Saisonbeginn immer nur punktuell. Viele loben immer die Mannschaft und natürlich die einzelnen Führungsspieler.
Doch man darf nie vergessen, dass der Mann des Erfolges auch Manager Peter-John Lee ist. Er hat diese Mannschaft zusammengestellt und wie oft hatte man sich als Fan beschwert, warum er denn keine neuen Spieler verpflichte. Er machte immer alles richtig und ich denke auch, dass er alles richtig machen wird, wenn es demnächst den großen Umbruch im Team geben wird. Der wird kommen, denn viele Alt-Stars stehen vor ihrem Karriere-Ende. Für viele wird die kommende Saison die Letzte sein bzw. war die abgelaufene Saison schon die Letzte.

Um jetzt aber noch einmal auf die acht Spieler zurückzukommen, die alle fünf Titel mit dem Hauptstadtklub gewonnen haben. Diese acht Spieler sind Steve Walker, Stefan Ustorf, Sven Felski, Denis Pederson, Florian Busch, Frank Hördler, Jens Baxmann und André Rankel.
"Buschi", Hördler, Baxmann und Rankel waren damals noch Youngster gewesen, die irgendwann einmal in die Fußstapfen der "Großen" treten sollten. Das haben sie alle vier erfolgreich geschafft und haben ihren Anteil zum Gewinn der fünften Mannschaft beigesteuert.

Die damaligen Youngster werden also demnächst die Führungsspieler in einer Mannschaft sein, die dem Deutschen Eishockey in den letzten Jahren ihren Stempel aufgedrückt hat. Die Eisbären haben in der Vergangenheit das deutsche Eishockey bestens vertreten.
Denn man darf nicht vergessen, dass die Eisbären ja vor Saisonbeginn bei der sehr stark besetzten European Trophy sich durchgesetzt hatten und sich also auch noch "Europameister" nennen dürfen.

An dieser Mannschaft - auch wenn sich ihr Gesicht bald stark verändern wird - werden wir Fans noch lange Spaß haben. Und ehrlich gesagt ist mir eine Saison, in der es während der Hauptrunde mal nicht so gut läuft, man aber am Ende doch Meister wird, lieber, als eine Saison, in der man in der Hauptrunde so überlegen ist und man am Ende aber sang- und klanglos in den Play-Offs ausscheidet.

NUR DER EHC!!!

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