Sonntag, 8. April 2012

4:1 - Eisbären siegen im "Hexenkessel am Pulverturm"



Straubing
Tigers vs. Eisbären Berlin 1:4 (1:2, 0:1, 0:1) Play-Off-Stand: 0:2

WalkersBärenNews#37:


Die Eisbären Berlin haben im "Hexenkessel am Pulverturm" die Nerven behalten und auch das zweite Spiel der Play-Off-Halbfinalserie gegen die Straubing Tigers mit 4:1 gewonnen. 5.854 Zuschauer (darunter 500 Fans aus Berlin) im ausverkauften Eisstadion am Pulverturm sahen eine intensive Partie, in der sich die Eisbären am Ende verdient durchsetzten und nun nur noch einen Sieg für den erneuten Finaleinzug benötigen.

Die Straubinger legten gut los. Man merkte den Niederbayern an, dass sie dieses Spiel gewinnen wollten. Dementsprechend druckvoll agierten sie auch. Nichts war mehr zu sehen von der Nervosität, die den Tigers am Donnerstag noch in den Knochen steckte. Aber mit einer Leistungssteigerung der Tigers hatten ja alle gerechnet gehabt.
Doch auch die Eisbären kamen gut ins Spiel und somit war es von Beginn an eine sehr intensive Partie gewesen.
Für den ersten Stimmungsdämpfer auf Straubinger Seite sorgte Darin Olver in der 11. Minute. Olver lief alleine auf Barry Brust zu und erzielte die 1:0-Führung.
Und die Eisbären konnten sogar nachlegen. Keine zwei Minuten später erhöhte Constantin Braun in Überzahl auf 2:0 (13.).
Dieser Spielstand dämpfte die Euphorie in Straubing etwas. Die heimischen Fans wurden nun erst einmal ruhig, während die Eisbären-Fans nach wie vor bester Laune waren.
Doch die Niederbayern gaben sich nicht auf und spielten weiter offensives Eishockey. Und für ihr Bemühen wurden sie auch belohnt. Straubing in Überzahl und René Röthke gelang der 1:2-Anschlusstreffer. Der Pulverturm bebte und die Fans der Tigers wurden nun wieder lauter.
Gegen Ende des letzten Drittels hatten die Hausherren nochmal ein Überzahlspiel gehabt, doch sie konnten den Puck nicht an Rob Zepp vorbei bringen. Somit ging ein spannendes und stimmungsvolles erstes Drittel mit einer 2:1-Führung der Eisbären zu Ende.

Im zweiten Drittel lieferten sich beide einen offenen Schlagabtausch. Beide suchten immer wieder den Weg zum gegnerischen Tor. Eine richtig gute Play-Off-Partie, die die Zuschauer in Straubing da sahen.
Den einzigen Treffer in diesem Drittel erzielten die Hauptstädter. Jimmy Sharrow traf in der 33. Minute zum 3:1. Bei seinem Torjubel merkte man ihm die Erleichterung an. Straubing war der erwartet schwere Gegner im zweiten Spiel. Und somit war dieses Tor zum 3:1 enorm wichtig gewesen. Straubings Stürmer René Röthke war so frustriert gewesen, dass er nach dem Tor zu einem Check gegen den Kopf- und Nacken ansetzte und dafür 2+10-Minuten kassierte. Mit einer 3:1-Führung der Eisbären ging es in die zweite Drittelpause.

Im letzten Drittel versuchte Straubing noch einmal alles. Doch immer wieder scheiterten sie am überragenden Rob Zepp im Eisbären-Tor. Selbst eine fünfminütige Überzahl - davon sogar zwei Minuten mit zwei Mann mehr auf dem Eis - nutzten die Hausherren nicht. Die fünf Minuten resultierten aus einer Matchstrafe von André Rankel, die er für einen Check gegen den Kopf- und Nacken bekam. Ob berechtigt oder nicht, darüber lässt sich streiten. Dazu müsste man wohl die TV-Bilder nochmal sehen, um genau urteilen zu können. Im ersten Moment jedoch hielten wir im Block die Matchstrafe für zu hart.
Für die endgültige Entscheidung sorgte Florian Busch in der 57. Minute, als er das 4:1 erzielte.
Am Ende feierten die Berliner Fans den Sieg und die Straubinger ihre Mannschaft für eine tolle Saison.

Fazit:

Play-Off-Hockey und Play-Off-Stimmung in Straubing. Beide Mannschaften lieferten sich einen wahren Play-Off-Fight. Straubing spielte wesentlich besser als am Donnerstag, doch am Ende setzten sich die Eisbären verdient durch, weil sie im entscheidenden Moment einfach cleverer und abgeklärter waren.

Leistung vom Hauptschiedsrichter mit Note:

Hauptschiedsrichter waren die Herren Aumüller und Schimm gewesen. Die beiden zeigten keine gute Leistung, pfiffen viele Sachen auf beiden Seiten nicht ab, die man hätte pfeifen müssen. Ob die Matchstrafe gegen Rankel nun gerechtfertigt war oder nicht, darüber möchte ich nicht urteilen. Nur ist es schon interessant, dass René Röthke für seinen Check gegen den Kopf- und Nacken nur 2+10-Minuten bekommt und André Rankel eine Matchstrafe. Vielleicht haben sich die beiden Herren da von der Atmosphäre im Stadion anstecken lassen....
Note 5.

Fanstimmung:


Die beste Stimmung seit langer Zeit. Beide Fangruppen haben ordentlich Stimmung gemacht und das Stadion in einen "Hexenkessel" verwandelt. Und wir Eisbären-Fans waren mit 500 Fans am Ende lauter gewesen als die Straubinger Fans. Aber das hat auch ganz schön Kraft gekostet, die Straubinger Fans zu überstimmen. Aber so haben wir mal wieder ein Auswärtsspiel zu einem Heimspiel gemacht. Hat sehr viel Spaß gemacht, so kann es morgen weitergehen.

Besten drei Spieler des Spiels:

1. Darin Olver (Eisbären/Stürmer)

2. Rob Zepp (Eisbären/Torhüter)

3. Calvin Elfring (Straubing/Verteidiger)

Vorschau auf das nächste Heimspiel mit Tipp von mir:


Bereits morgen Nachmittag (14:35 Uhr) treffen beide Mannschaften in der Berliner O2 World zum dritten Mal aufeinander. Berlin kann mit einem Sieg den Finaleinzug perfekt machen, Straubing will das Saison-Aus abwenden und ein viertes Spiel in Straubing erzwingen. Ich erwarte wieder eine sehr intensive Partie, in der die Eisbären letztendlich den dritten und entscheidenden Sieg einfahren werden.
Mein Tipp: 4:2

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